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ESC-Vorentscheid "Unser Song für Dänemark": Elaiza singt für Deutschland in Kopenhagen

Für den Grafen schien der Sieg beim Vorentscheid zum ESC wegen der blassen Konkurrenz so gut wie geritzt. Doch ein Trio aus Berlin machte Unheilig einen Strich durch die Rechnung.

Die bisher völlig unbekannte Band Elaiza hat den deutschen Vorentscheid zum diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) gewonnen. Das Frauentrio, das erst nachträglich in den Vorentscheid gerutscht war, setzte sich in Köln gegen sieben Konkurrenten durch. Elaiza wird damit Deutschland am 10. Mai im dänischen Kopenhagen mit dem Lied "Is it right" beim ESC vertreten.

Die gut zweistündige Show in der Kölner Lanxess-Arena, die live in der ARD übertragen wurde, wurde von der Moderatorin Barbara Schöneberger vor 6500 Zuschauern präsentiert. Zum Vorentscheid waren in diesem Jahr unter anderem so bekannte Künstler wie Santiano, The Baseballs oder Madeline Juno angetreten.

In einem mehrstufigen Auswahlverfahren ermittelten die Fernsehzuschauer den Sieger. In einer ersten Runde präsentierten zunächst alle acht Teilnehmer ein Lied. Danach stimmten die Zuschauer ein erstes Mal ab. Die vier Kandidaten mit den meisten Stimmen präsentierten ein zweites Lied. Übrig blieben nach einer erneuten Abstimmungsrunde mit Elaiza und der Formation Unheilig um den Grafen nur noch zwei Interpreten. Zwischen ihnen entschieden sich die Zuschauer in einer dritten Wahl schließlich für die Außenseiter.

Der ESC - früher als Grand Prix bekannt - wird seit 1956 ausgetragen. Deutschland hat bisher nur zweimal gewonnen, 1982 mit Nicole und 2010 mit Lena. Im vergangenen Jahr war die Gruppe Cascada für Deutschland angetreten - und auf einem unrühmlichen 21. Platz gelandet.

mad/DPA/AFP / DPA