HOME

Stern Logo Eurovision Song Contest

Der "ESC"-Liveticker zum Nachlesen: Tu felix Austria - die Wurst gewinnt!

26 Bands und Künstler kämpften um die Krone beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen. Am Ende siegte Conchita Wurst aus Österreich. Der Abend zum Nachlesen im ESC-Liveticker.

Von Ingo Scheel

+++ 00.27 Uhr: Wurstwasser der Rührung +++

Die Tränen laufen Conchita Wurst über das Gesicht. Mit 290 Punkten - einem der besten Ergebnisse in der Geschichte des ESC - gewann die Bartträgerin den Wettbewerb. Wir sind Wurst, hat sich Europa gedacht: Mit einer Ballade im Stil eines Bond-Titelsongs hat Österreich mit der bärtigen Dragqueen Conchita Wurst den 59. Eurovision Song Contest gewonnen. Damit siegte Österreich nach 1966 mit Udo Jürgens zum zweiten Mal bei dem traditionsreichen Liederwettbewerb, den es seit 1956 gibt. Der Grand Prix wird somit im kommenden Jahr wahrscheinlich in Wien ausgetragen, wenn sich das Siegerland für die Hauptstadt entscheidet. Deutschland landete in Kopenhagen mit dem Polka-Lied "Is It Right" von Elaiza auf einem der hinteren Plätze. Das sympathische Frauentrio hatte im März den deutschen Vorentscheid aus dem Nichts für sich entschieden. 26 Lieder konkurrierten beim Finale um den Sieg.

+++ 00.24 Uhr: Conchita siegt +++

Die Buchmacher sahen sie vorn, lange war das Rennen offen. Am Ende siegte Conchita Wurst deutlich.

+++ 00.12 Uhr: Conchita führt... +++

...nur die Niederlande halten mit vierzehn Punkten Rückstand Kontakt zur Spitze. Noch zwölf Jurys stehen aus.

+++ 00.01 Uhr: Wird es die Wurst? +++

Nach 17 von 37 Jury-Entscheidungen liegt Conchita Wurst auf Platz 1, vor den Niederlanden und Schweden.

+++ 23.54 Uhr: Das erste Jury-Drittel ist durch +++

Das wird eng: Schweden vor Ungarn und Österreicht, alles dicht beieinander nach 12 von 37 Jury-Entscheidungen.

+++ 23.46 Uhr: Beim Barte des Propheten +++

Conchita Wurst erhält ihre erste "12". Vorn liegen nach fünf Punktevergaben: Ungarn vor Schweden und den Niederlanden.

+++ 23.42 Uhr: Alle am Start +++

Schmucker Auftakt: "Lady in Red" aus Aserbaidschan verliest die Punkte. Ihre "12" geht an Russland. Pfiffe schon bei der ersten Punktevergabe.

+++ 23.36 Uhr: Everyone's a Wiener +++

Der Mann aus Malta hatte weder Wurst noch Schinken zum Frühstück in seinem Hotel. Wieder was gelernt. Was Conchita wohl dazu sagt?

+++ 23.28 Uhr: Spannung! +++

Jetzt noch ein wenig Geplänkel überstehen, dann beginnt der spannendste Teil des Wettbewerbs. Punktevergabe, Punktetableau, acht, zehn, zwölf Punkte. Wer macht das Rennen?

+++ 23.20 Uhr: Nu' aber! +++

Noch sechs Minuten Zeit, um für den persönlichen Favoriten anzurufen.

+++ 23.08 Uhr: Vote now! +++

Die Leitungen sind geöffnet. Zeit den gerupften Käseigel abzuräumen, Jägermeister nachzufüllen und die Tippzettel auszufüllen. Hier ist meiner: Niederlande, Finnland, Norwegen.

+++ 23.02 Uhr: Ups! +++

Hat Peter Urban eben "Fucking Hell" gesagt?

+++ 22.54 Uhr: Last, but not Least +++

Molly Smitten-Downes. Ein Name wie eine ganze "Downton Abbey"-Folge. Ganz so distinguiert geht es dann aber doch nicht zu: Die Britin trägt das Stirnband von Jeanny X auf, dazu endlich mal ein Drummer, der Paukenschläge andeutet. Funkenregen. Children of the Universe. Dancing on the Edge of Town. Was der Textgenerator so alles ausspuckt...

+++ 22.54 Uhr: Aber nur vielleicht +++

Valentina Monetta singt "Maybe" für San Marino. Und der Mann am Flügel ist Ralph Siegel. Hat sich schon gelohnt, der Wettbewerb.

+++ 22.50 Uhr: Och, wie das wimmert ... +++

Am Anfang denkt man noch, die Regie hätte das Tape vom Soundcheck eingelegt, dann aber finden sich die beiden von The Common Linnets aus den Niederlanden. Als hätten sich Tammy Winette und Chris Isaac beim Engtanz zu "Every Breath you Take" kennengelernt. Und was macht eigentlich Ricky King? Unter uns: Mein Lieblingssong im Wettbewerb. Dürfte ich die wimmernde Gitarre nochmal hören?

+++ 22.45 Uhr: Welcome to Scatman's World +++

Geträllert, gepfiffen, gescattet: Basim aus Dänemark mit seinem "Cliché Love Song". Und drin ist, was drauf steht.

+++ 22.41 Uhr: Die Söhne Mumfords +++

Noch ein ernstes Thema. Firelight erinnern mit ihrem Song "Coming Home" an diejenigen, die nicht aus dem Krieg heimgekehrt sind. Fingerschnipping Neofolk - made in Malta.

+++ 22.38 Uhr: Im Rennen +++

Kindesmisshandlung ist das Thema von András Kállay-Saunders' Song "Runnin", mit dem er für Ungarn antritt. Harter Tobak für einen solchen Wettbewerb, in dem sonst paukende Omas, singende Zombies und Diven mit Bart die Oberhand haben.

+++ 22.31 Uhr: Senk ju for lisning to Sebalter +++

Mensch, liebe Schweizer, so lange Zeit zur Vorbereitung gehabt - da wäre doch auch noch ein vernünftiger Text und ein Englischkurs drin gewesen. Oder eben ganz pfeifen, das Ding. Und eine Geige macht noch keinen Rybak.

+++ 22.29 Uhr: Prognose regnerisch +++

Hat die gute Ruth auch die Übertragung vom Hamburger Kiez gesehen? Ihr Song scheint die Vertonung zu sein: "Dancing in the Rain" Und dazu, das muss man sich mal vorstellen, ECHTES Wasser auf der Bühne. Olé!

+++ 22.26 Uhr: Suomi-Sirenen +++

Junge, der kommt aber auch hoch im Refrain. Softengine aus Finnland mit kompetentem Keane/Coldplay-Update. Und bratzt durchaus exquisit im Chorus. Gut, es ist nicht Lordi, dafür aber um einiges lebendiger als der eine oder andere Pop-Zombie.

+++ 22.20 Uhr: Tinkara Kovač flötet für Slowenien +++

Wem habe ich meine "Aqualung" von Jethro Tull geliehen?

+++ 22.17 Uhr: Gianna, hörst du das? +++

Sieht aus wie Britney, hat Dampf wie Gianna Nannini und heißt wie ein neuer Riegel von Ferrero: Emma Marrone. Römisch-rauchige Angelegenheit.

+++ 22.13 Uhr: Zum Verwechseln ähnlich +++

Mensch, die Zwillinge aus "Shining" sind aber groß geworden. Und schon wieder Haare im Spiel. Diesmal verquirlte Zöpfe bei den Tolmachevy Sisters aus Russland. Dazu Spazierstöcke von Swarovski. Ein Traum.

+++ 22.10 Uhr: Haarige Angelegenheit +++

"Moustache", Schnauzbart also, heißt der Song der Franzosen Twin Twin. Das Spektakel spielt sich bei den Poprappern jedoch auf dem Kopf ab. Als hätte ein Friseur auf Ecstasy die Frisur von Jedward nachgebaut.

+++ 22.07 Uhr: Und noch einmal Titanic +++

Sanne Nielsen ist für Schweden am Start. Ihr Vorbild unüberhörbar: Céline Dion. Und immer schön den letzten Refrain doppeln, und dann transponieren. So geht Grand Prix.

+++ 22.00 Uhr: Right now +++

Kein leichter Stand für das deutsche Trio. Direkt nach der Favoritin Conchita Wurst sind Elaiza am Start. Solide abgeliefert, das Publikum im Anschluss ebenso.

+++ 21.55 Uhr: Chorizo, singend +++

Na endlich: Conchita Wurst. Ein formidabler Mix aus Céline Dion und Harald Glööckler. Grandezza galore. Der perfekte Song für einen 007-Film der nächsten Generation. Der Name ist Bond. Jane Bond.

+++ 21.50 Uhr: Hip-Hop-Sirtaki +++

Was hatte Peter Urban über Freaky Fortune feat. Risky Kidd mit "Rise Up" gesagt: "Der modernste Song des Wettbewerbs". Rappernamen wie aus dem C&A-Katalog, Rapskills irgendwo zwischen Oli P., Scooter, und Dr. Alban. Ist das vielleicht schon retro?

+++ 21.46 Uhr: Frisch vom Bauernhof +++

Und wieder leistet der Mann am Bühnenbild ganze Arbeit: Als hätten Gilbert & George Tapeten für den Musikantenstadl entworfen. Donatan & Cleo machen Winke-winke für Polen. Wer möchte mit den Pfundsmädeln nicht mal eine Runde Butter stampfen?

+++ 21.38 Uhr: My Heart will .... +++

Vorsicht, Eisberg! Sergej Ćetković ist mit "Moj Svijet" für Montenegro am Start. Klingt da und dort durchaus nach dem Titanic-Song, oder?

+++ 21.38 Uhr: Aaahh, Armenien! +++

Sollte Mesut Özil jetzt nicht irgendwo in einem Trainingslager sein?

+++ 21.36 Uhr: Rumänien macht Rrrumms +++

Wer sich jemals gefragt hat, was aus Eurodance wurde: Ovi & Paula Seling haben die Antwort. Auch der Mann an den Lichtreglern pumpt jetzt richtig durch.

+++ 21.32 Uhr: Türsteher nach vorn +++

Für so ein Lied wurden Feuerzeuge gebaut: Der ehemalige Torwächter eines Nachtclubs kniet sich richtig rein. Unsere Prognose: Top 5. Mindestens.

+++ 21.26 Uhr: Altpunks aus Island +++

Pollapönk! Herrlich, so haben wir früher auf dem Roskilde-Festival Hot Dogs bestellt.

+++ 21.24 Uhr: Alles Käse +++

Conchita ohne Bart? Nein, es ist Dilara Kazimova für Aserbaidschan: "Start A Fire" singt sie, das Feuer ist eher ein Glimmen und Glühen. Am Ende dann doch ordentlich Drama.

+++ 21.18 Uhr: Alles Käse +++

Wieso singt der Tim Mälzer jetzt denn auch noch? Thematisch passt es ja: Der Song dreht sich um Käsekuchen. Teo, wir fahren nach Kopenhagen. Und furzt da ein Hamster im Hintergrund?

+++ 21.14 Uhr: Wer hat an der Uhr gedreht? +++

"Tick Tock" heißt der Auftaktsong von Maria Yaremchuk, die für die Ukraine antritt. Turnvater Jahn lässt grüßen: Mit ihr auf der Bühne ist ein Turner im Hamsterrad. Und haben wir das richtig gesehen? Ist der Mann kurz nach hinten rausgefallen?

+++ 21.12 Uhr: Borgen lässt grüßen +++

Neben dem Moderatorenpaar Nikolaj Koppel und Lise Rønne auf der Bühne als Gast-Host: Schauspieler Pilou Asbaek, bekannt aus der erfolgreichen, dänischen Polit-Serie "Borgen". Hier spielte Spindoktor Kasper Juul.

+++ 21.05 Uhr: Join us! +++

"Europe - Are You Ready to Join us?" fragt die Stimme aus dem Off der Industriehalle im Brackschlamm des Kopenhagener Hafens. Aber sicher. Abfahrt bitteschön!

+++ 21.03 Uhr: Vorhang auf! +++

Peter Urban prophezeit: "Es wird einer der spannendsten und spektakulärsten Wettbewerbe aller Zeiten!". Der Mann muss es wissen, der moderiert das Spektakel seit 1997.

+++ 20.55 Uhr: Na endlich! +++

Frau Fischer, Frau Fischer - wie tief ist das Wasser. Das wurde ja auch Zeit: Jetzt singt Helene Fischer das unvermeidliche "Atemlos".

+++ 20.53 Uhr: Das Wort zum Sonntag +++

Wir wissen nicht, wie unsere europäischen Nachbarn sich auf das Event vorbereiten. Hierzulande gibt es Support von ganz oben: Das Wort zum Sonntag.

+++ 20.48 Uhr: Jetzt auch noch Sido +++

Ist das dieser Typ, der mal Maske trug? Sido nun also auch im Dienste des ESC, und zum Schluss gibt es auch noch die Herzchen-Geste vom einstigen Gängster-Rapper. Was kommt als nächstes? Kalle Schwensen?

+++ 20.42 Uhr: Michelle gibt sich die Ehre +++

Anno 2001 vertrat Michelle Deutschland beim ESC, auch damals in Kopenhagen. Die Erinnerungen daran scheinen etwas zu verschwimmen. Die Sängerin auf die Frage von Frau Schöneberger, ob man direkt nach dem Auftritt einschätzen könne, wie es gelaufen ist: "Nein, das ist wie ein Trauma!". Mensch, Michelle, so schlimm ist ein achter Platz ja nun nicht.

+++ 20.32 Uhr: Herzlichen Glückwunsch +++

Der Kiez singt für Yvonne von Elaiza "Happy Birthday". Die Musikerin feiert just heute ihren 30. Geburtstag.

+++ 20.30 Uhr: Adel Tawil als Wurst-Double +++

Zufall? Fan-Botschaft? Adel Tawil trägt bei seiner Performance auf dem völlig verregneten Hamburger Kiez schon einen Backen- und Kinnbart Marke Conchita Wurst.

+++ 20.25 Uhr: Tawil adelt Elaiza +++

Adel Tawil über die Chancen von Elaiza: "Das kann so magic werden"! Na denn.

+++ 20.20 Uhr: Babs Schöneberger übernimmt +++

Jetzt moderiert sie auch noch: Barbara Schöneberger übernimmt im Schatten der ESSO-Hochhäuser, die in diesen Tagen der Abrissbirne zum Opfer fallen, die Bühne. Outfit: Silberpfeil XL. Schuhe: Pretty in Pink.

+++ 20.17 Uhr: Jan fängt an +++

Eben noch in Wacken über den Acker gestiefelt, jetzt schon wieder auf dem Kiez. Jan Delay eröffnet auf der Hamburger Reeperbahn die Countdown-Veranstaltung.

+++ 18.36 Uhr: Conchita ist Favorit(in) +++

Unmittelbar vor dem Finale des Eurovision Song Contest hat Österreich Schweden in der Gunst der Buchmacher überholt. Die Wetten auf Dragqueen Conchita Wurst ("Rise Like A Phoenix") standen bei dem britischen Anbieter Ladbrokes am Samstagvormittag 5:2, die auf die Schwedin Sanna Nielsen ("Undo") nur noch bei 11:4. Das deutsche Frauentrio Elaiza ("Is It Right") sowie Komponist Ralph Siegel lagen weiter auf hinteren Plätzen. Siegel begleitet Valentina Monetta aus San Marino am Klavier.

+++ 17.36 Uhr: Vitali supportet Yaremchuk +++

Ex-Boxer und Politiker Vitali Klitschko hat zur Unterstützung der ukrainischen Kandidatin Maria Yaremchuk ("Tick-Tock") beim Eurovision Song Contest aufgerufen. "Musik hat genauso wie Sport die Kraft, Menschen zu einen. In dieser historischen Situation für die Ukraine wäre es ein tolles Zeichen, wenn die europäischen Zuschauer die ukrainische Kandidatin besonders unterstützen", sagte Klitschko der "Bild"-Zeitung.

+++ 17.05 Uhr: Schoko und Ingwer +++

Das deutsche Frauentrio Elaiza hat sich bei den Proben vor dem ESC-Finale für die Show am Samstagabend warmgelaufen. "Wir üben viel, trinken viel Ingwertee - das ist sehr wichtig! Essen Schokolade", sagte Sängerin Ela (21). Allerdings rede sie auch zuviel. "Ich weiß, das ist nicht gut für die Stimme, aber ich kann nicht aufhören zu reden." Die Deutschen hatten sich nach den ersten Proben spontan für ein neues Bühnenbild entschieden: Statt vor bunter Zirkuskulisse singen Elaiza am Abend vor einem aufwendigeren Hintergrund mit sich auflösenden Textzeilen und warmen Rot- und Goldtönen.

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo