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ZDF-Zweiteiler: Fünf Gründe, warum Sie heute "Bier Royal" sehen müssen

Sieben Millionen Zuschauer sahen die erste Folge: Das ZDF sendet am Abend Teil 2 von "Bier Royal", der bissigen Familiensaga um eine Bierdynastie. Darum lohnt sich das Einschalten.

Bier Royal

Streiten bei "Bier Royal" um die Macht in der Bierdynastie: Dan Dawson (Michael Klammer), Vicky Dawson (Lisa Maria Potthoff), Gisela Hofstetter (Gisela Schneeberger) und Dr. Erich Maxelhuber (Robert Palfrader)

ZDF

Eine erfolgreiche Brauerei, die in Familienbesitz ist und den Tod des Firmenpatriarchen verkraften muss: Das klingt nach einem Remake von "Das Erbe der Guldenburgs", der erfolgreichen ZDF-Serie aus den 80er Jahren. Doch der neue ZDF-Zweiteiler "Bier Royal" um eine Münchner Brauereifamilie ist kein billiger Abklatsch, sondern eine bissige Familiensaga mit einer gehörigen Portion Sarkasmus. Sieben Millionen Zuschauer sahen am Montagabend den ersten Teil, am Mittwochabend folgt die zweite Folge. Fünf Gründe, warum Sie unbedingt einschalten müssen:

Die Schauspieler

Mit Gisela Schneeberger ("Monaco Franze"), Robert Palfrader ("Braunschlag"), Marianne Sägebrecht ("Out of Rosenheim") und Michael Klammer ("Tschiller: Off Duty") versammelt Produzent Oliver Berben Schauspieler, die das Machtspiel um die Brauerei "Arnulfbräu" großartig verkörpern. Allen voran die ignorante und intrigante Haupterbin Gisela Hostetter, gespielt von Schneeberger. Es macht Spaß dieser Truppe zuzuschauen – die wollen wir gerne öfter sehen.

Die Handlung

Egal ob "Denver-Clan", "Dallas" oder das "Erbe der Guldenburgs": Intrigen, Macht und Sex sind die klassische Handlung für eine TV-Familiensaga. Gisela Hostetter mag zwar nicht so böse sein wie Alexis Carrington, doch ihre Mittel, um sich die Macht bei "Arnulfbräu" zurückzuholen, sind nicht weniger perfide.

Der Sarkasmus

Die Serie tritt in die Fußstapfen von "Kir Royal": Der Name "Bier Royal" erinnert nicht zufällig an die 80er Jahre Serie um den skrupellosen Münchner Boulevardreporter "Baby Schimmerlos". Zwar ist der neue ZDF-Zweiteiler nicht ganz so bissig, der Humor nicht ganz so schwarz wie bei "Kir Royal", doch die sarkastischen und ironischen  Dialoge sind das Herzstück der Bier-Familiensaga. Großartig.

Das Setting

Bier und München – das passt: Wo sollte die Serie spielen, wenn nicht in der bayerischen Landeshauptstadt. Drehort für die fiktive Brauerei "Arnulfbräu" war die Brauerei Aying. Auch die Biergärten Münchens kommen selbstverständlich nicht zu kurz. Herrlich trutschig ist das Setting der Innenaufnahmen in der angeblichen Familienvilla gewählt: geblümtes Sofa, schwere Gardinen, Holzvertäfelung. Hier ist die Zeit stehen geblieben – im Muff der 80er Jahre.

Die Anspielungen

Drehbuchautorin Carolin Otto spart nicht mit Anspielungen auf die echte Münchner Schickeria. Zuschauer können sich einen Spaß daraus machen, den fiktiven Starkoch Alfons Schlumbeck einer lebenden Person zuzuordnen. Auch als die Brauerei wegen böser Machenschaften vom Münchner Oktoberfest fliegt, fühlt man sich sofort an die Auseinandersetzungen um Sepp Krätz (ehemaliges Hippodrom) erinnert. Fiktion verschwimmt mit wahren Begebenheiten.

Fazit

So intrigant und überraschend wie das Spiel bei "House of Cards" ist "Bier Royal" nicht. Da spielt die Netflix-Serie in einer anderen Liga. Auch an den bitterbösen und schwarzen Humor der österreichischen Serie "Braunschlag" kommt der ZDF-Zweiteiler nicht heran. Trotzdem macht "Bier Royal" Spaß. Einschalten!


Der zweite Teil von "Bier Royal" läuft am Donnerstagabend um 20.15 Uhr im ZDF. Teil eins ist in der ZDF-Mediathek abrufbar.

mai