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"Jenseits der Mauer": Die schockierendste "Game of Thrones"-Folge seit der Roten Hochzeit

Die siebte Staffel von "Game of Thrones" geht dem Ende zu. In der Tradition der Serie kommt in der vorletzten Folge jeder Staffel ein Hammer. Und der hat es diesmal wirklich in sich.

Neue Folgen von "Game of Thrones" will der Sender HBO möglichst lange geheim halten

Achtung: Dieser Text enthält Spoiler für sämtliche Staffeln von "Game of Thrones", inklusive der gerade laufenden siebten Staffel. Wer lieber nicht wissen will, wie es weitergeht, sollte nun aufhören zu lesen.

Nächste Woche ist es schon wieder soweit: Die siebte Staffel von "Game of Thrones" geht zu Ende. Seit heute ist die neue Folge mit dem Titel "Jenseits der Mauer" zu sehen. Und die hat ganz nach Tradition der Serie einen echten Schock parat. Seitdem in der ersten Staffel Ned Stark starb, heben sich die Macher den Höhepunkt der Staffel für die vorletzte Folge auf. Und er dürfte diesmal viele Fans in Schockstarre versetzen.

Die frierenden Sieben

Schon als Jon Snow mit seiner ungleichen Gruppe von Kämpfern in den Norden zog, um einen Untoten zu fangen, war klar: Das wird nicht für jeden der Kämpfer gut ausgehen. Am Anfang plätschert die Folge noch so dahin. Obwohl sich einige Mitglieder der Gruppe nicht ausstehen können, finden sie im Laufe des Marsches - natürlich - zusammen.

Außer einigen namenlosen Begleitern haben alle wichtigen Figuren eigene Szenen. Jon bietet Jorah Mormont das Schwert seines Vaters an, der lehnt aber dankend ab - weil er Jon für würdiger hält. Auch das feixende Geplänkel zwischen dem Bluthund Sandor Clegane und Tormund Riesentod über dessen Liebe zu Brienne von Tarth unterhält. Gendry scheint Thorus und Beric zu verzeihen, dass der ihn an die rote Melisandre verkaufte. Ob man diese Szenen brauchte, steht auf einem anderen Blatt.

 

Im Eis lauert der Tod

Sie sind ohnehin nur Aufbau für den drastischen Stimmungswechsel. Aus dem eisigen Sturm erscheint plötzlich eine schreckliche Kreatur: ein untoter Eisbär tötet sofort einen der Kanonenfutter-Begleiter. Obwohl hier eine Gruppe der besten Kämpfer zusammengekommen ist, liefert er ihnen einen erbitterten Kampf. Selbst Feuer hält ihn nicht auf. Als das Monstrum durch einen Drachenglas-Dolch stirbt, ist Thorus bereits tödlich verletzt.

Doch es kommt noch schlimmer. Als Jon und seine Mannen einen Untoten erwischen, stößt dieser einen markerschütternden Schrei aus - und ruft damit die Armee des Nachtkönigs auf den Plan. Jon kann gerade noch Gendry losschicken, um einen Raben zu Daenerys ins weit entfernte Drachenstein zu schicken. Dann beginnt der Kampf gegen die Tausenden von Zombie-Kriegern.

Gegen die schiere Übermacht hat die Gruppe keine Chance. Sie zieht sich auf eine Insel in einem vereisten See zurück. Zu ihrem Glück bringen die Massen der Untoten das Eis zum Brechen. Im eisigen Patt warten beide Gruppen darauf, dass die Eisschicht wieder dick genug ist. Dann beginnt die letzte Schlacht.

Rettung in letzter Minute

Provoziert von Steinwürfen des Bluthundes stürmen einzelne Untote auf das Eis - und gelangen zur Insel. Immer mehr werden es, einige namenlose Mitglieder der Gruppe sterben. Im verzweifeltsten Moment ertönt ein ohrenbetäubendes Gebrüll, gefolgt von Feueratem: Daenerys und die Drachen sind angekommen.

Wie die Königin Tausende Kilometer von Drachenstein in den Norden so schnell zurückgelegt hat, wird nicht erklärt. Jons Gruppe ist es ohnehin egal. Während zwei der Drachen mit Feuer die Untoten in Schach halten, lässt Daenerys die Überlebenden auf ihren Drachen klettern. Natürlich sind das nur die, die man auch beim Namen kennt. Dann greift der Nachtkönig ein. 

Mit einem einzigen Wurf seiner Lanze schafft er, wozu Bronn mit mehreren Schüssen der gigantischen Armbrüste nicht in der Lage war: Einer von Daenerys Drachen fällt schwer getroffen vom Himmel und versinkt in den Tiefen des Sees. Ein Schock für die Zuschauer - und die Drachenmutter. Als der Nachtkönig zum zweiten Wurf ausholt, fordert Jon sie brüllend zum Rückzug auf, obwohl es seinen Tod bedeuten würde. Haarscharf verpasst der Speer sein Ziel. Warum er nicht gleich auf den stillsitzenden Drachen mit der Königin warf, bleibt wohl sein Geheimnis.

Ein Ende mit Schrecken

Jon bleibt alleine zurück. Dass er überlebt, verdankt er seinem Onkel Benjen. Der scheint seit seinem Verschwinden in Staffel 1 ausschließlich aufzutauchen, um Starks aus lebensbedrohlichen Situationen zu retten. Wie Bran in Staffel 6 rettet er nun auch Jon vor den Weißen Wanderern, setzt ihn verletzt auf sein Pferd und kämpft alleine weiter. Ob er wohl diesmal überleben wird?

Falls ja, dürfte er Zeuge eines der folgenschwersten Ereignisse der Serie geworden sein: Mit Ketten lässt der Nachtkönig den toten Drachen aus seinem eisigen Grab ziehen. Nachdem er ihn berührt, öffnen sich seine Augen - und leuchten blau wie die der anderen Untoten. Die Karten im "Spiel der Throne" wurden gerade neu gemischt. Und die Lebenden haben einen ihrer wichtigsten Trümpfe verloren.

mma
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