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Guantanamo-Dokumentation "Musik als Waffe": International Emmy Award geht nach Deutschland

Musik wurde in Guantanamo als grausame Foltermethode eingesetzt. Der deutsche Dokumentarfilm "Musik als Waffe" hat sich des Themas angenommen und wurde dafür mit dem International Emmy ausgezeichnet.

Im vergangenen Jahr waren die deutschen Produktionen bei den International Emmy Awards leer ausgegangen, aber diesmal gab es endlich wieder Grund zum Feiern: Die Dokumentation "Musik als Waffe", eine Koproduktion von ZDF und Arte, wurde mit einem der begehrten Preise ausgezeichnet.

Der Film aus dem Jahr 2010 zeigt, wie Musik im Krieg, als Methode zur Gehirnwäsche und Folter eingesetzt werden kann. Angetreten war die Dokumentation von Regisseur Tristan Chytroschek und Autorin Susanne Mertens in der Kategorie „Kunst“. "Musik als Waffe" setzte sich dabei gegen drei andere Beiträge aus Japan, Brasilien und Großbritannien durch. Der aufwendige ZDF-Film "Wettlauf zum Südpol" ging in der Kategorie Dokumentation leer aus.

Eine weitere deutsche Beteiligung gab es bei der Preisverleihung: Das Moderatoren-Duo Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt präsentierte die Auszeichnung für die beste Entertainment-Produktion ohne Skript, die an die australische Show "The Amazing Race Australia" ging. Weitere Preise gab es für Produktionen aus Brasilien, Großbritannien, Argentinien und Frankreich.

Die International Emmy Awards sind ein Ableger der US-Emmys, des wichtigsten Fernsehpreises der Welt, die im September verliehen wurden. Auch die für nichtamerikanische Produktionen vergebenen Auszeichnungen sind sehr begehrt, haben aber nicht annähernd den Glanz der in Los Angeles vergebenen US-Preise. Die SWR-Produktion "Die Sterntaler" hat im Februar noch Chancen auf einen Emmy, wenn die Preise für Kinder-Fernsehen verliehen werden.

juho/DPA / DPA