HOME

Deutscher Comedypreis: "Ich war mal dünn" - mit diesen Worten kehrt Hape Kerkeling auf die Bühne zurück

Er war drei Jahre lang nicht im Fernsehen oder auf einer Bühne zu sehen: Hape Kerkeling hat seine TV-Abstinenz beendet. Am Dienstagabend überreichte er einen Comedypreis - und hatte die Lacher auf seiner Seite.

Hape Kerkeling beim Comedypreis

Hape Kerkeling wurde beim Deutschen Comedypreis mit stehenden Ovationen gefeiert.

"Für diejenigen, die mich nicht kennen, oder die sich partout nicht erinnern wollen: Mein Name ist Kerkeling. Ich war mal dünn, ziemlich lustig, vor allem aber weg." Mit diesen Worten kehrte am Dienstagabend auf die Bühne zurück. Drei Jahre lang hatte sich der 52-Jährige nahezu aus der Öffentlichkeit verabschiedet, war weder bei Preisverleihungen noch bei Fernsehauftritten zu sehen. Jetzt ist er wieder da - zur Freude des Publikums.

Mit ein paar Kilos mehr auf der Hüfte hielt Kerkeling in Köln bei der Verleihung des Deutschen Comedypreises die Laudatio auf Ottfried Fischer (63, "Der Bulle von Tölz"), der mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet wurde. Kerkeling wurde ebenso begeistert begrüßt und gefeiert wie der Preisträger selbst. Es gab stehende Ovationen für den Komiker, Entertainer und Buchautor, der sich als "Horst Schlämmer" ein Denkmal gesetzt hat. Kerkeling, das wurde an diesem Abend klar, ist nach dem Tod von Loriot die deutsche Instanz in Sachen Humor.

Carolin Kebekus nimmt den Kerlen die Preise weg

Doch es waren nicht nur Kerkeling, sondern auch Kebekus-Festspiele. Die 37-jährige machte den Männern den Rang streitig. Gleich vier Preise heimste die Kölnerin ein, darunter als "Beste Komikerin". Weil es beim Deutschen Comedypreis 2017 keine getrennten Kategorien für Frauen und Männer mehr gab, verdrängte sie die Kerle reihenweise.

Kebekus war zusammen mit , Sascha Grammel, Olaf Schubert und Torsten Sträter in der Kategorie "Beste Komikerin/Bester Komiker" nominiert. Da vor allem dem omnipräsenten Mockridge gewisse Chancen eingeräumt wurden, kam bei der Bekanntgabe des Siegers sogar sowas wie Spannung auf. Am Ende zogen aber alle Männer gegen Kebekus den Kürzeren.

Kebekus ist so etwas wie die Angela Merkel der deutschen Comedy. Entsprechend selbstbewusst gab sie sich bei der Dankesrede: Sie sei jetzt "nicht nur für eine Frau lustig, sondern auch lustiger als die Typen". Das saß. Aber ganz so monoton ist es dann doch nicht.

Olli Dittrich gewinnt als "Bester Schauspieler"

Die weiteren Gewinner waren: "Sascha Grammel live! Ich find's lustig" (Bestes TV-Soloprogramm), "Sketch History" (Beste Sketch-Show), "Luke! Die Woche und ich" (Beste Comedy-Show), "jerks." (Beste Innovation), Hazel Brugger (Bester Newcomer), "Willkommen bei den Hartmanns" (Erfolgreichste Kino-Komödie), Luke Mockridge (Erfolgreichster Live-Act).

In der Kategorie "Beste Schauspielerin/Bester Schauspieler" gewann dann einer, der vom gleichen Schlag wie Hape Kerkeling ist: Olli Dittrich. Der 60-Jährige nahm sich selbst aufs Korn: "Vielleicht haben Ihnen ihre Großeltern von mir erzählt", witzelte er.

Die Gala wird am Freitag (27. Oktober) ab 20.15 Uhr bei RTL ausgestrahlt.


mai
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo