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News des Tages: Ehe für alle - Hape Kerkeling nennt Haltung der CDU "beschämend"

+++ Haftbefehl gegen Mieter nach Explosion in Dortmund +++ Weiter Feuergefechte in der Ukraine +++ Mann flieht aus Gerichtsverhandlung +++ Der Nachrichtenüberblick.

Hape Kerkeling

"Also, Frau Merkel, ran an die Buletten", fordert der Komiker Haspe Kerkeling

Die Nachrichten des Tages im Überblick

+++ 15.51 Uhr: Haftbefehl gegen Mieter nach Explosion in Dortmunder Mehrfamilienhaus +++

Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Dortmund ist Haftbefehl gegen einen Mieter erlassen worden. Dem 48-Jährigen wird Mord und dreifacher versuchter Mord vorgeworfen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Samstag mitteilten. Der bei der Explosion schwer verletzte Mann war am Samstag weiter nicht vernehmungsfähig. Eine vermisste Bewohnerin konnte nur noch tot aus den Trümmern geborgen werden.

Die Explosion hatte sich am Freitagmorgen ereignet. Das Gebäude im Stadtteil Hörde stürzte teilweise ein, auf der Straße und den Gehwegen lagen Trümmer. Die Suche nach der vermissten 36-Jährigen gestaltete sich für die Rettungskräfte äußerst schwierig. Ihre Leiche wurde schließlich erst am Samstagmorgen gefunden. Ein weiterer Mensch wurde bei der Explosion verletzt.

+++ 15.47 Uhr: Petra Pau Spitzenkandidatin für die Linke +++

Die Berliner Linke zieht mit Petra Pau als Spitzenkandidatin in den Bundestagswahlkampf. Die 53-jährige Vizepräsidentin des Bundestags wurde auf einer Vertreterversammlung in Adlershof auf Platz 1 der Landesliste gewählt. Pau vereinte 125 Ja-Stimmen auf sich bei 15 Nein-Stimmen und 9 Enthaltungen. Das entspricht einer Zustimmungsquote von 83,9 Prozent. Vor rund vier Jahren war der damalige Spitzenkandidat Gregor Gysi mit 94 Prozent gewählt worden.

Pau sitzt seit 1998 im Bundestag, seit 2006 ist sie Vizepräsidentin des Parlaments. Ihren Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf gewann sie mehrmals direkt. Auf Platz zwei und drei der Liste wurden Stefan Liebich (67,8 Prozent) und Gesine Lötzsch (91,9 Prozent) gewählt.

+++ 15.32 Uhr: Venezuela: Gericht nimmt Entmachtung des Parlaments zurück +++

Das Oberste Gericht Venezuelas hat die umstrittene Entmachtung des Parlaments zurückgenommen. Das Gericht revidierte in einer auf seiner Website veröffentlichten Erklärung eine Entscheidung, mit der es der von der Opposition dominierten Nationalversammlung die Kompetenzen entzogen und auf sich selbst übertragen hatte. Präsident Nicolás Maduro hatte zuvor angekündigt, das Gericht werde seine umstrittenen Urteile "klarstellen und korrigieren".

Die Entmachtung des Parlaments war international scharf kritisiert worden und hatte Sorgen um die Demokratie in dem südamerikanischen Staat geweckt. Am Freitag hatte Präsident Maduro daraufhin den nationalen Verteidigungsrat zu einer Krisensitzung einberufen. Anschließend erklärte er, das Gericht sei aufgefordert worden, seine Entscheidungen zu überprüfen, um "die institutionelle Stabilität und das Gleichgewicht der staatlichen Gewalten" aufrechtzuerhalten.

+++ 15.25 Uhr: "Kriegsminister" des IS getötet +++

Ein ranghohes Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist nach Angaben des irakischen Geheimdienstes bei einem Luftangriff getötet worden. Den Angaben zufolge soll es sich bei dem Getöteten Ajad al-Dschumaili um eine Art "Kriegsminister" des IS handeln. Dschumaili soll bei einem Luftangriff der irakischen Luftwaffe in der Provinz Anbar nahe der syrischen Grenze getötet worden sein, hieß es in einer Mitteilung des irakischen Geheimdienstes am Samstag. Zwei weitere Mitglieder der Terrormiliz seien ebenfalls getötet worden.


+++ 14.40 Uhr: 66-Jähriger stürzt von Hebebühne und stirbt +++

Ein 66-Jähriger ist bei Wartungsarbeiten von einer Hebebühne in die Tiefe gestürzt und gestorben. Gemeinsam mit einem 54-jährigen Kollegen war er am Freitag im sächsischen Reinsdorf auf der Hebebühne, als ein Kranfahrer gegen diese stieß, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Die Hebebühne kippte um und die Männer stürzten mehrere Meter in die Tiefe. Der 66-Jährige starb, der 54-Jährige wurde schwer verletzt.

+++ 14.31 Uhr: Hape Kerkeling fordert Ehe für alle +++

Der Komiker Hape Kerkeling kritisiert das Nein der CDU zur Ehe für alle. Er finde es "beschämend", dass es die Ehe für Schwule und Lesben in Deutschland noch nicht gebe, sagte Kerkeling dem "Spiegel". Eine Demokratie müsse sich immer daran messen lassen, wie sie mit ihren Minderheiten umgehe. "Also, Frau Merkel, ran an die Buletten", sagte er an die Bundeskanzlerin gerichtet. "Das schaffen Sie!" Kerkeling war erst kürzlich von der CDU in Nordrhein-Westfalen zur Wahl des Bundespräsidenten in die Bundesversammlung entsandt worden.

+++ 12 Uhr: AfD-Landeschef Höcke warnt seine Partei vor Spaltung +++

Thüringens umstrittener AfD-Landeschef Björn Höcke hat seine Partei wenige Monate vor der Bundestagswahl vor einer Spaltung gewarnt. Die Bundespartei werde nicht als Einheit wahrgenommen, sagte er am Samstag bei einem Landesparteitag in Berlstedt (Kreis Weimarer Land). "Es ist klar, dass nichts einer Partei mehr schadet mit Blick auf ihren Wahlerfolg als innere Zerrissenheit." Wegen einer umstrittenen Rede zum deutschen Geschichtsverständnis hatte der Bundesvorstand Mitte Februar ein Ausschlussverfahren gegen Höcke beschlossen. Ein Ausschlussantrag ging am Freitag per E-Mail beim Landesschiedsgericht ein. AfD-Bundeschefin Frauke Petry hatte sich in der Vergangenheit mehrfach von Höcke wegen umstrittener Äußerungen distanziert. 

+++ 10.40 Uhr: Trotz neuer Waffenruhe weiter Feuergefechte in der Ostukraine +++

Eine neue Waffenruhe im Kriegsgebiet Ostukraine hat eine Verringerung, aber keine völlige Einstellung der Kämpfe gebracht. Die ukrainische Armee wie die von Moskau militärisch unterstützten Separatisten in Donezk und Luhansk warfen einander Angriffe vor. "Wir halten die Regelung seit Samstag 0.00 Uhr ein, aber auf der Gegenseite gab es zehn Verstöße", sagte Oxana Gawriljuk, Sprecherin des ukrainischen Verteidigungsministeriums, der Agentur Interfax in Kiew. 

+++ 10.15 Uhr: Mann türmt bei Gerichtsverhandlung wegen drohender Haftstrafe +++

Um einer Haftstrafe zu entgehen, ist ein Mann in Ulm während der Pause einer Gerichtsverhandlung geflohen. "Dem Angeklagten war offensichtlich klar geworden, dass seine Berufung wenig Aussicht auf Erfolg hat und er mit einer Haftstrafe zu rechnen hat", teilte die Polizei am Samstag mit. Der 48-Jährige war wegen Betrugs angeklagt. Ein Polizist erkannte ihn nach dem Vorfall am Freitag allerdings wenige Stunden später in der Innenstadt - und nahm ihn fest. Wie sich herausstellte, lag neben dem Haftbefehl, der noch am selben Tag ausgesprochen worden war, sogar noch einer aus der Vergangenheit vor.


+++ 9.10 Uhr: Venezuela: Oberstes Gericht korrigiert umstrittene Urteile +++

In der Verfassungskrise in Venezuela sollen die umstrittenen Urteile des Obersten Gerichtshofs revidiert werden. Das Gericht werde seine Entscheidungen zur Entmachtung des Parlaments und zur Aufhebung der Immunität der Abgeordneten "klarstellen und korrigieren", sagte Präsident Nicolás Maduro nach einer Sitzung des nationalen Verteidigungsrats am Samstagmorgen. Zuvor hatte die Generalstaatsanwältin Luisa Ortega die Urteile als Verstoß gegen die Verfassung kritisiert.

Der Verteidigungsrat unter Vorsitz von Maduro erklärte nach seiner Krisensitzung, das Gericht sei aufgefordert worden, seine Entscheidungen zu überprüfen, um "die institutionelle Stabilität und das Gleichgewicht der staatlichen Gewalten" aufrechtzuerhalten. Der sozialistische Präsident erklärte in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache, die durch die Urteile ausgelöste Krise sei "überwunden". Das Gericht werde seine Entscheidungen "klarstellen und korrigieren". 

+++ 9 Uhr: Kürzester internationaler Linienflug wird wieder eingestellt +++

Diese Flugverbindung war buchstäblich nur von kurzer Dauer: Der kürzeste internationale Linienflug von Altenrhein in der Schweiz nach Friedrichshafen in Baden-Württemberg wird schon wieder eingestellt. Wie der Flughafen Friedrichshafen mitteilte, hatte der Anbieter People's Viennaline überraschend bekanntgegeben, die Strecke nur noch bis zum 14. April zu bedienen. "Für die Region und den Bodensee-Airport ist der Ausstieg der People's Viennaline sehr bedauerlich", erklärte Flughafen-Geschäftsführer Claus-Dieter Wehr. Die österreichische Fluggesellschaft erklärte, die Auslastung der Flüge habe sich "nur zögerlich verbessert". Sie hatte den acht Minuten langen Flug über den Bodensee seit November angeboten.

Von Friedrichshafen aus konnten Passagiere nach einer Zwischenlandung weiter nach Köln/Bonn fliegen. Auch diese Verbindung wird demnach eingestellt. Der Mini-Flug über den Bodensee hatte damals Kritik ausgelöst - Umweltschützer hatten etwa einen unverhältnismäßig hohen Verbrauch von Treibstoff kritisiert.

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+++ 6 Uhr: Wertvolle Gemälde aus Galerie in Neuseeland gestohlen +++

Bei einem spektakulären Einbruch in eine Kunstgalerie im neuseeländischen Auckland haben Unbekannte zwei wertvolle Gemälde aus dem 19. Jahrhundert gestohlen. Mit einem Auto fuhren sie in die Schaufensterfassade des Parnell's International Art Centre, nahmen die Werke des böhmischen Malers Gottfried Lindauer (1839-1926) mit und flohen mit einem zweiten Fahrzeug, wie die örtliche Polizei mitteilte. Die beiden Gemälde aus dem Jahr 1884 stellen Maori-Häuptlinge dar. Sie sollten demnächst versteigert werden. Im Auktionskatalog wurden beide Bilder auf jeweils 350 000 bis 450 000 Neuseeland-Dollar (230 000 bis 295 000 Euro) taxiert. Der in Pilsen geborene Lindauer emigrierte 1874 nach Neuseeland und wurde dort als Porträtmaler bekannt.

+++ 5.30 Uhr: Schröder glaubt nicht an Rot-Rot-Grün +++

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hält auf Bundesebene eine Koalition der Sozialdemokraten mit der Linkspartei derzeit nicht für realistisch. "Ich glaube nicht, dass man das hinbekommt, solange die Familie Lafontaine in der Linkspartei tonangebend ist", sagte Schröder dem Magazin "Der Spiegel". Rot-Rot-Grün könne man erst machen, wenn bei der Linken "vernünftige Leute" wie der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow das Sagen hätten.

+++ 4.50 Uhr: Seehofer: Angela Merkel ist unser größter Trumpf +++

CSU-Chef Horst Seehofer hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trotz der tiefgreifenden Auseinandersetzung mit ihr um die Flüchtlingspolitik als größten Trumpf der Union bezeichnet. "Wir werden nur mit Angela Merkel diesen Wahlkampf gewinnen. Das ist unser größter Trumpf. Und mit niemandem sonst", sagte Seehofer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Das sage ich als jemand, der auch die ein oder andere Debatte mit ihr hat." Man müsse ihre wichtige Funktion in einer aufgewühlten Welt als "Stabilisator, als Führungskraft gegenüber den Amerikanern und anderen, insbesondere auch in Europa sehen". Er fügte hinzu: "Und innenpolitisch kann sie ja für sich reklamieren, dass es Deutschland noch nie so gut ging wie in der Gegenwart." In der Geschichte der Bundesrepublik habe es nie eine bessere wirtschaftliche Lage gegeben.

+++ 4.30 Uhr: Demonstranten stürmen Kongress in Paraguay und legen Feuer +++

Bei wütenden Protesten gegen die Ermöglichung einer Wiederwahl des Präsidenten in Paraguay haben Demonstranten den Kongress in Asunción gestürmt und Feuer gelegt. Hunderte Regierungsgegner lieferten sich am Freitag (Ortszeit) Zusammenstöße mit der Polizei, rissen Zäune und Barrieren an den Eingängen nieder und schmissen Fenster ein. Anschließend verwüsteten sie die Büros von Senatoren, die für eine Verfassungsänderung gestimmt hatten, die eine Wiederwahl von Präsident Horacio Cartes ermöglichen würde. Rund 30 Demonstranten und Sicherheitskräfte wurden verletzt, wie die Feuerwehr mitteilte. Auch Politiker seien verletzt worden, darunter Senatspräsident Roberto Acevedo, sagte Senator Luis Wagner von der Opposition. Der Senat hatte zuvor mit der Mehrheit der Unterstützer von Präsident Cartes für die umstrittene Verfassungsänderung votiert. 

+++ 4 Uhr: TV-Berichte: Terroristen können Sprengsätze in Laptops verbergen +++

Terrororganisationen haben nach Erkenntnissen von US-Ermittlern Methoden entwickelt, um Sprengsätze in Laptops und anderen elektronischen Geräten zu verbergen. Der Sprengstoff werde möglicherweise von den Scannern bei der Sicherheitskontrolle an Flughäfen nicht entdeckt, hieß es am Freitag in Berichten der Fernsehsender CNN, CBS und anderen. Sie beriefen sich auf Informanten aus der US-Bundespolizei FBI und andere Quellen aus Geheimdiensten. Demnach haben sich nicht näher bezeichnete Terrorgruppen auch Kontrollgeräte besorgt, um zu überprüfen, ob die getarnten Bomben tatsächlich unsichtbar sind. Das US-Heimatschutzministerium bestätigte die Fernsehberichte nicht. Es gebe jedoch Hinweise darauf, "dass Terrorgruppen weiterhin die zivile Luftfahrt zum Ziel haben, darunter fällt auch das Einschmuggeln von Sprengladungen in Elektronikgeräten", hieß es in einer Stellungnahme.

+++ 1 Uhr: Clinton kritisiert Trump wegen geplanter Einsparungen in US-Diplomatie +++

Die frühere US-Außenministerin und unterlegene Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat Präsident Donald Trump wegen geplanter  Einsparungen im Außenministerium scharf kritisiert. Auch die angekündigten Einschnitte bei der Entwicklungshilfe seien ein "schwerer Fehler", sagte Clinton am Freitag vor hunderten Studenten in der Georgetown-Universität in Washington. Die von der Regierung angestrebten Streichungen bei "internationaler Gesundheit, Entwicklung und Diplomatie wären ein Schlag für Frauen und Kinder und ein schwerer Fehler für unser Land", sagte die Demokratin, die von 2009 bis 2013 an der Spitze des State Department stand. Nach den Planungen Trumps soll das Budget des Außenministeriums um 28 Prozent schrumpfen.

DPA / AFP