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Absage vor Drehbeginn: Neue Details zum "Tatort"-Aus von Harald Schmidt

Die Verpflichtung von Harald Schmidt für den Freiburger "Tatort" wurde beim SWR als Coup gefeiert. Doch bevor die Dreharbeiten beginnen konnten, machte der Moderator einen Rückzieher. Die offizielle Erklärung des SWR sorgt derweil für Irritationen - offenbar auch bei Schmidt selbst.

Harald Schmidt wird doch kein "Tatort"-Kommissar

Der Ausstieg von Harald Schmidt aus dem neuen "Tatort"-Team vom SWR sorgt weiter für Irritationen

Im Winter 2015 wurde Harald Schmidt als neuer "Tatort"-Held vorgestellt. In der Krimiserie aus Freiburg sollte er die Rolle des Kriminaloberrats Gernot Schöllhammer übernehmen. Doch am Montag teilte der SWR mit, der Moderator stehe nicht mehr zur Verfügung. Für seinen Rückzieher habe Schmidt persönliche Gründe angegeben. "Wir sind äußerst betroffen und bedauern das sehr, respektieren aber Harald Schmidts Entscheidung. Die Dreharbeiten werden wie geplant stattfinden, dann ohne die Figur Gernot Schöllhammer", ließ die SWR-Filmchefin Martina Zöllner verlauten.

Ein Statement, das jede Menge Raum für Spekulationen ließ. Insbesondere der fast schon besorgte Tonfall ließ die Schmidt-Fangemeinde aufhorchen und Schlimmes befürchten.

Auch im Umfeld des Moderators, das will die "Bild"-Zeitung erfahren haben, sei man über die SWR-Erklärung irritiert. Laut "Bild" stört man sich insbesondere an der Formulierung "äußerst betroffen". Die Gründe für den Ausstieg lägen definitiv nicht im gesundheitlichen Bereich, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld des TV-Entertainers. Schmidt sei fit und drehe gerade für das ZDF-"Traumschiff".

War dem SWR die Gage von Harald Schmidt zu hoch?

Zuvor hatte Zöllner in einem SWR-Interview erklärt: "Er hat Gründe genannt, die ich als persönlich bezeichnen muss, insofern bitte ich um Verständnis, wenn ich da jetzt auch nicht konkreter werden kann. Ich habe lange mit ihm gesprochen. Wir bedauern seine Absage sehr, wir haben uns alle sehr auf seine Interpretation der Figur Gernot Schöllhammers gefreut." Für die Produktion bedeute der Ausfall einen kleinen Schock. "Aber so etwas passiert nun einmal, wir werden die Dreharbeiten deswegen definitiv nicht verschieben. Die beginnen im März und werden auch ohne Gernot Schöllhammer leben und überleben", so die SWR-Filmchefin.

Hinter den Kulissen wird jedoch gemunkelt, dass es für den Ausstieg finanzielle Gründe gab. Der Entertainer hätte fünf bis sieben Tage vor der Kamera gestanden und dafür wohl rund 50.000 Euro Gage kassiert, berichtet die "Bild"-Zeitung. Die Summe soll dem SWR zu hoch gewesen sein.

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ivi
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