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Vor CDU/CSU-Treffen: "Kanzlerinnen-Dämmerung": Die "heute-Show" heizt Angela Merkel ein

In wenigen Wochen soll sich der frisch gewählte neue Bundestag konstituieren, Angela Merkel Kanzlerin bleiben. Dabei gäbe es genügend Grund für einen Rücktritt, findet die "heute-Show".

heute show

Oliver Welke in der "heute-Show"

Vor dem Treffen von CDU und CSU am Sonntag hat die "heute-Show" Bundeskanzlerin Angela Merkel noch einmal abgewatscht. Die Satire-Sendung ließ es sich nicht nehmen, erneut auf das schlechte Wahlergebnis der Union hinzuweisen und fragte sogar: "Erleben wir hier den Anfang einer Kanzlerinnen-Dämmerung?".

Bevor CDU und CSU mit den Grünen und der FDP in Sondierungsgespräche für eine eventuelle Jamaika-Koalition gehen können, müssen sie sich schließlich selbst einig werden. Und das sieht schwierig aus. Trotzdem will Merkel nichts von persönlichen Konsequenzen wissen. Moderator Oliver Welke spielte ihre Antwort auf eine entsprechende Journalisten-Anfrage ein: "Na, ich hab ja nachgedacht, sehr stark, im Herbst vergangenen Jahres." Welkes trockener Kommentar: "Und das muss auch reichen, Freunde, einmal im Jahr nachdenken!"

Auch die AfD kriegt von der "heute-Show" ihr Fett weg

Neben einer geschwächten Kanzlerin steht das neue Parlament auch vor der Aufgabe, mit der AfD erstmals eine rechte Partei im Bundestag zu haben. Außerdem beschämend für Deutschland: Noch nie war der Frauenanteil im Bundestag so niedrig wie jetzt - dabei ist er mit 709 Abgeordneten so groß wie noch nie. "Eigentlich soll der Bundestag die deutsche Gesellschaft widerspiegeln, aber so sind nicht mal mehr ein Drittel darin Frauen", rechnete Oliver Welke vor. Selbst im tunesischen Parlament sei der Frauenanteil höher. "Na gut, das kann man nicht vergleichen - Tunesien war im Feminismus schon immer weiter als wir!", flachste Welke.

Mit einer fiktiven Eröffnungsrede polterte außerdem Comedian Hans-Joachim Heist alias Gernot Hassknecht über den neuen Bundestag: "Selbst bei der Prostatavorsorge trifft man mehr Frauen als hier!" Und auch zum Thema AfD hatte er seine Meinung: "Diese Woche ist schon wieder einer aus der AfD-Fraktion ausgetreten. Statt 94 Sitze habt ihr nur noch 92! Zwei Abgeordnete in zwei Wochen! Wenn ihr in dem Tempo weitermacht, hat sich der Verein in 92 Wochen, also genau am 12. Juli 2019, komplett aufgelöst." Auf Twitter kommentierte die Sendung das Statement mit: "Jetzt nicht nachlassen!"

sst
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