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So fies führt die "Heute Show" eine betrunkene CDU-Frau vor

In der "Heute Show" blamieren sich regelmäßig Politiker mit dämlichen Antworten. In der aktuellen Sendung wird eine CDU-Anhängerin lächerlich gemacht - obwohl sie offensichtlich betrunken ist.

Heute-Show-Reporter Lutz van der Horst zusammen mit der angetrunkenen Dame

Für die "Heute Show" besuchte Lutz van der Horst die CDU-Wahlparty - und traf dort auf die angetrunkene Frau

Wenn man mit einem Reporter redet, sollte man wissen, mit wem man gerade spricht. Schließlich kann alles was man sagt, in einen anderen Kontext gestellt werden - vor allem, wenn das Gegenüber von einer Satire-Sendung wie der "Heute Show" kommt. Erfahrene Politiker wissen deshalb, dass man noch ein bisschen mehr aufpassen muss als sonst, wenn man Lutz van der Horst vor sich hat. In der Sendung vom Freitag berichtete er von den Partys der Parteien nach der Wahl in Schleswig-Holstein - und hatte sich ein besonders wehrloses Opfer ausgesucht.

Denn die meisten der CDU-Anhänger wollten sich einfach nicht so richtig aufs Glatteis führen lassen. Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen lies sich nicht dazu bringen, die SPD als Loser-Verein zu bezeichnen. Die Witze, dass Wahl-Gewinner Daniel Günther charakterlos und austauschbar waren, zogen auch nicht sonderlich. Günther selbst konnte van der Horst mit der Vorlage, er hätte wegen des mangelnden Interesses nun endlich Ruhe, auch nicht recht provozieren: "Ich bin ja nicht gewählt worden, um mich auszuruhen, sondern um etwas für das schöne Schleswig-Holstein zu tun. Und dann werden auch Sie wissen, wer ich bin." Nicht lustig, aber souverän.

"Hauptsache, es gibt genug zu trinken"

Ganz anders war es da mit einem anderen Opfer des Satire-Reporters. Die Dame hatte den Sieg wohl kräftig gefeiert und dabei etwas zu tief ins Glas geschaut. Auf einer solchen Feier sicher nicht verwerflich, im Fernsehen will man so aber in der Regel lieber nicht gesehen werden. Dass die Dame das aber selbst nicht mehr ganz einschätzen konnte, kam van der Horst wohl gerade recht. Schließlich musste er ihr einfach nur das Mikro unter die Nase halten - und sie ließ ihren fahrigen Gedanken freien Lauf. Dazu noch ein Spruch zu betrunkenen Frauen, fertig ist die Bude.

Besonders lustig war das Ganze allerdings nicht. Schließlich kennt jeder die abschweifenden Faseleien betrunkener Menschen. Die Dame versuchte das Wetter zu loben, kam dann aber irgendwie auf die Säkularisierung. Als sie betonen wollte, dass Schleswig-Holstein nicht nur der Acker hinter Hamburg ist, nannte sie statt der Hafenstadt einfach noch mal Schleswig-Holstein. Edmund Stoiber hat auf der Bühne wirreres Zeug geredet - und war dabei nüchtern. So war es einfach nur ein bisschen peinlich. Wenn auch nicht so peinlich wie die Tatsache, dass die "Heute Show"-Redaktion die Aktion für sendenswert hielt.

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