Jugendschutz Die "Simpsons" zu brutal für Schweizer Kinder


Bei Asterix war die Sache klar: "Die spinnen, die Römer!" Gleiches könnte man nun auch von den Schweizern vermuten. Denn die Eidgenossen strahlen die beliebte US-Trickfilm-Serie "Simpsons" ab sofort nur noch mit einer Jugendschutzwarnung aus. Eine Zuschauerin hatte Gewalt- und Pornografie-Darstellungen ausgemacht.

Die erfolgreiche US-Trickfilmserie "Simpsons" wird im Schweizer Fernsehen (SF) künftig mit einer Jugendschutzwarnung versehen. Der Ausstrahlung jeder Folge wird jeweils eine Warnung vorangestellt, dass die Serie für Kinder unter zwölf Jahren nicht geeignet sei. Das kündigte Ombudsmann Achille Casanova als Reaktion auf die Beschwerde einer Zuschauerin an.

Die Zuschauerin hatte gefordert, die Ausstrahlung der Serie zu stoppen oder wenigstens auf einen späteren Zeitpunkt als im Vorabendprogramm zu verlegen. Sie hatte bei den "Simpsons" grobe Gewalt- und Pornografiedarstellungen ausgemacht.

Überdies erhielt sie nach der Ausstrahlung einer von ihr besonders beanstandeten Folge vom SF-Kundendienst den Bescheid, die "Simpsons" seien sehr beliebt und würden auch von kleinen Kindern geschätzt. Deshalb sei die Serie "in Ordnung".

In einer Stellungnahme entschuldigte sich der zuständige Redaktionsleiter für diese Aussage und kündigte die zusätzlichen Jugendschutzmaßnahmen an. In Deutschland laufen die "Simpsons" im Vorabendprogramm von ProSieben.

AP AP

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