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Nazi-Vergleich: Heino droht Raab mit Klage

Sein loses Mundwerk bringt ihn in Teufels Küche: Stefan Raab hat Heinos Ehefrau mit der Hitler-Geliebten Eva Braun verglichen. Nun will der wütende Volksmusiker den Komiker vor Gericht zerren.

Nach einem Bericht der Kölner Tageszeitung "Express" handelte sich Raab in dieser Woche Ärger mit dem Volksmusiker Heino (67) ein, der dem Blatt zufolge Raab wegen beleidigender Äußerungen vor Gericht bringen will. Der Komiker hatte am Dienstag in "TV Total" einen Ausschnitt aus dem "Herbstfest der Volksmusik" (ARD) gezeigt, in dem Heino sang: "Wir tanzen Polka, denn wir lieben Germany". Diese Einlage kommentierte Raab nach ProSieben-Angaben so: "Nach diesem Auftritt begibt sich Heino aber wirklich in den wohlverdienten Ruhestand mit Eva Braun, Entschuldigung, mit Hannelore."

Heinos Anwalt Ulrich Poser sagte dem "Express": "Das war eine ganz klare Beleidigung." Eva Braun war die Geliebte von NS-Diktator Adolf Hitler. "Heino war häufig Gast in meiner Show und ich habe schon mehrfach sein Rathauscafé in Bad Münstereifel besucht", ließ Raab über ProSieben mitteilen. "Es dürfte wohl niemandem verborgen geblieben sein, dass ich Heino und Hannelore sehr schätze. Ich habe Heino angerufen, um die Angelegenheit aus der Welt zu schaffen."

Raab trennt sich von Brainpool

ProSieben-Komiker Stefan Raab hat nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" den Vertrag seiner Firma Raab TV mit dem Produzenten Brainpool in Köln gekündigt. Ausschlaggebend sei der Weggang der beiden Brainpool-Geschäftsführer, Jörg Grabosch und Ralf Günther, von dem Unternehmen, das jetzt zur amerikanischen Viacom-Gruppe gehört. "Wenn Jörg Grabosch die Firma verlässt, will ich nicht Gefahr laufen, mich mit irgendeinem Viacom-Mitarbeiter, den ich nicht kenne, herumschlagen zu müssen", zitierte die Zeitung Raab. Eine Sprecherin des Komikers bestätigte Raabs Aussage.

Raab TV gehört zu 50 Prozent zu Brainpool. Der 39-Jährige besitzt wie andere bei der Firma unter Vertrag stehenden Künstler ein Sonderkündigungsrecht für den Fall, dass die Geschäftsführung wechselt. Viacom hatte 2004 Brainpool zusammen mit dem Musiksender Viva übernommen. Die Brainpool-Gründer Grabosch und Günther werden voraussichtlich zum Jahresende ausscheiden. Das Unternehmen machte dazu keine Angaben. Ein ProSieben-Sprecher ergänzte, die Fortsetzung der Raab-Show "TV Total" sei nicht gefährdet. Raab kündigte an, notfalls die Sendung alleine zu produzieren.

DPA / DPA