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Neue Filme in der ARD: Liebe, Edelweiß und das Leben der anderen

2007 war für die ARD ein gutes Film-Jahr. 2008 soll es noch viel besser werden. Am Donnerstag stellte das Erste in Hamburg sein komplettes Jahresprogramm vor. Für eine Überraschung sorgte der nicht geplante Auftritt des ARD-Programmdirektors Günter Struve.

Von Thomas Götemann

ARD Programmdirektor Günter Struve stand für den 17. Januar gar nicht auf der Rednerliste, trat aber auf der ARD-Film-Jahrespressekonferenz 2008 am Donnerstag in Hamburg als Erster ans Mikrofon. Sein Anliegen: Beendigung der leidigen Diskussionen um die wechselnden Beginnzeiten der "Tagesthemen". Er hatte dazu Wichtiges zu vermelden.

Wenn es nach seinem Willen ginge, sagte Struve, hätten die "Tagesthemen" eine verlässliche Sendezeit ähnlich der der "Tagesschau" - zumindest an den Werktagen. Ursprünglich waren die "Tagesthemen" mal zu einer festen Sendezeit um 22.15 Uhr in den Programmtag eingeplant, zuletzt, so die Kritiker, gab es davon aber zu viele Abweichungen.

Zwickmühle am Film-Mittwoch

Gerade am Mittwoch, dem traditionellen Sendeplatz der Fernsehfilme in der ARD, so Struve, befände man sich zurzeit in einer echten Zwickmühle: Die Zuschauer erwarten um 20.15 Uhr ihren 90-minütigen TV-Film und die ARD habe im Anschluss mit Frank Plasbergs "Hart aber fair" ein erfolgreiches Format etabliert. Das könne man auf keinen Fall auf eine halbe Stunde reduzieren, um mit den "Tagesthemen" um 22.15 Uhr auf Sendung zu gehen.

Vielleicht zwingt die Konkurrenz aus Mainz zur Veränderung: Das ZDF will am Mittwoch seine quotenstarken Herzschmerz-Filme à la Rosamunde Pilcher gegen die etwas anspruchsvolleren Fernsehfilme der ARD setzen. Hier, so Struve, müsse man mal abwarten, wie das laufen wird. Man werde darauf reagieren, aber den eigenen Filmen auf keinen Fall einen schlechteren Sendeplatz zuweisen, wie zum Beispiel den ARD-intern in die Diskussion gebrachten Montag. Basta, und schon ging es für Struve weiter zum nächsten Termin nach Bremen.

Die Film-Schwerpunkte in der ARD 2008

Der Rest ist schnell erzählt. Verena Kuhlenkampff, Fernsehdirektorin des WDR und langjährige ARD-Koordinatorin für Unterhaltung, gab einen Ausblick auf die Filmwelt im Ersten im Jahr 2008.

Der Sender bietet mehr als 150 Fernsehfilme in seinem Programm an, darunter zehn Folgen der Reihe "Polizeiruf 110" und 34 neue Episoden der Reihe "Tatort". Zudem feiert die ARD die 700. Folge des "Tatort". In der beliebten Krimi-Reihe debütieren 2008 neue Ermittler. Richy Müller und Felix Klare gehen ab März in Stuttgart auf Verbrecherjagd, Simone Thomalla und Martin Wuttke ab Mai in Leipzig sowie Mehmet Kurtulus ab Herbst in Hamburg.

Der 70. Geburtstag von Götz George wird ein weiterer Schwerpunkt im ARD-Programm 2008 sein. Neben der neuen Folge "Schimanski: Schicht im Schacht" zeigt das Erste den Schauspieler in dem Drama "Meine fremde Tochter" und "Die Katze" nach einer Erzählung von Georges Simenon.

Zu den Höhepunkten der Kino-Koproduktionen im laufenden Jahr zählen der Genre-Mix aus Heimatfilm und Komödie "Wer früher stirbt, ist länger tot" und das Oscar-prämierte Drama "Das Leben der anderen" mit Ulrich Mühe in seiner letzten großen Rolle. Dazu wird es aufwändige Literaturverfilmungen geben, wie Dominik Grafs "Das Gelübde" über den Dichter Clemens von Brentano und eine Neuverfilmung von "Das Feuerschiff" nach Siegfried Lenz.

Gewohntes und Neues von der Degeto

Launig wurde es, als Jörn Klamroth, Geschäftsfüher der ARD-Filmgesellschaft Degeto, das Wort ergriff. Mit einer Prise Selbstironie berichtete er über neue Werke der so genannten "Süßstoff"-Produzenten. Er ließ es sich nicht nehmen, die versammelten Medienvertreter als Mit-Urheber des Titels zu begrüßen.

Die Degeto liefert wieder jede Menge Stoff zum Träumen mit vertrauten Gesichtern aus der deutschen Schauspieler-Riege, allen voran Christine Neubauer. Die Titel dieser Filme sind aus gewohnten Begriffen zusammengewürfelt: Liebe, Herz, Geheimnis, Glück. Beim Trailerdurchlauf sorgte das für allgemeine Heiterkeit, besonders als der Titel "Zwei Herzen und ein Edelweiß" auftauchte. Klamroth hinterher auf die Frage, warum man immer wieder dieselben Begriffe bemühe: "Die Zuschauer sind das gewohnt, und für Liebe gibt es nun mal keinen besseren Begriff. Wir sind aber froh, dass wir diesmal das Edelweiß dazugewinnen konnten."

Dass die Degeto aber auch abseits des "Süßstoffes" punkten kann, beweist sie mit dem Zweiteiler "Mogadischu". Eine im Vorfeld hoch gelobte filmische Aufarbeitung des Dramas um die Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" 1977 unter der Regie von Roland Suso Richter. Darauf dürfen sich die Zuschauer im zweiten Quartal 2008 freuen.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo