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Bundestags-Verbot für Satire-Sendung Petition soll Drehverbot für "heute-show" stoppen


Der ZDF-Satiresendung "heute-show" wurde eine Drehgenehmigung für das Reichstagsgebäude verwehrt. Fans wollen das mit einer Petition ändern.

Nachdem Oliver Welke am Freitag in der "heute-show" verkündet hatte, dass Redakteuren der Sendung eine Drehgenehmigung im Reichstagsgebäude verwehrt worden war, reagieren nun die Fans der Satire-Sendung. Auf der Plattform "openpetition.org" wurde eine Petition veröffentlicht, die fordert, das Drehverbot "unverzüglich aufzuheben". In der Begründung heißt es: "Die ZDF 'heute-show' beschäftigt sich wöchentlich auf satirische Art und Weise mit dem politischen Tagesgeschehen und leistet damit einen Beitrag zur politischen Debatte." Als weiteres Argument für die Petition wird angeführt, dass sich Politiker durchaus auch in der Sache mit Satire beschäftigen sollten. "Wer die Form kritisiert, ist entweder nicht bereit oder nicht in der Lage, sich inhaltlich mit einer Kritik auseinander zu setzen", heißt es weiter.

Noch ist die Petition weit entfernt von ihrem Ziel, in zwei Monaten 120.000 Unterschriften zu sammeln. Innerhalb der ersten 24 Stunden fanden sich noch keine 3000 Unterstützer. Selbst wenn alle Unterschriften zusammen kommen sollten, ist die Petition jedoch nicht bindend.

Der "fast ultimative Beleg" für den TV-Qualitätsverfall

Ein ZDF-Sprecher hatte am Montag in Mainz gesagt, das "heute-show"-Team habe im Foyer des Reichstagsgebäudes drehen wollen. Man werde weiter versuchen, Drehgenehmigungen zu erhalten. Seit dem Start der Sendung 2009 sei für die Sendung erst einmal im Foyer gedreht worden.

Nicht bei allen Politikern im Berliner Politikbetrieb ist die Sendung beliebt. Im Dezember 2013 bezeichnete der Präsident des Bundestags Norbert Lammert die "heute-show" in einem Interview als "fast ultimativen Beleg" für einen Qualitätsverfall in der politischen Berichterstattung.

ono

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