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ARD-Doku: Ranga Yogeshwar filmt in Fukushima

Mehr als drei Jahre liegt das Reaktor-Unglück im japanischen Fukushima zurück - aktuelle Bilder aus dem Gebiet gab es seitdem kaum. Nun durfte ein Reporter-Team der ARD erstmals vor Ort drehen.

Nach Ablegen der Schutzausrüstung wird das ARD-Team auf eventuelle Kontamination überprüft

Nach Ablegen der Schutzausrüstung wird das ARD-Team auf eventuelle Kontamination überprüft

Exklusive Einblicke: Mehr als dreieinhalb Jahre liegt die Reaktor-Katastrophe im japanischen Fukushima zurück. Im März 2011 hatten dort ein Erdbeben und ein nachfolgender Tsunami zum größten nuklearen Unfall nach Tschernobyl geführt, der das Leben der Menschen der Region nachhaltig veränderte.

Bilder aus dem verseuchten Gebiet waren seitdem rar, Drehgenehmigungen wurden nicht erteilt. Bis vor Kurzem. Als erstem ausländischen Filmteam war es dem Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar und seinen Mitarbeitern nun erlaubt, sowohl in der zerstörten Reaktor-Anlage selbst als auch in den Orten der sogenannten "orangenen Zone" zu drehen, aus der damals rund 140.000 Menschen evakuiert worden waren. Entstanden ist dabei eine Dokumentation (heute um 22.45 Uhr im Ersten zu sehen), die neben anschaulichen Informationen ebenso an einen Science-Fiction-Film erinnernde Bilder transportiert.

Bilder einer "abstrusen Welt"

Yogeshwar selbst spricht von einer "abtrusen Welt", in der sein Team im Juli und September jeweils für einige Tage abtauchte - und für die der Journalist lange lange kämpfen musste. Mehr als ein Jahr und gut 200 E-Mails habe es gebraucht, bis man die Genehmigung erhielt. Im Gebiet selbst dürfen sich die Reporter nur in mit speziellen Handschuhen verklebten Schutzanzügen und Vollgesichtsmasken bewegen - stets von Strahlenexperten und Sicherheitsleuten begleitet.

Neben einem Einblick in die aktuelle Situation vor Ort und in den Alltag der dort lebenden Menschen, will die Reportage auch versuchen, die Mentalität der Japaner besser zu verstehen, die Tag ein Tag aus um den "Erhalt der Heimat kämpfen", heißt es.

mod