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Initiative "Jeder kann programmieren": Mit Ranga Yogeshwar die digitale Gesellschaft gestalten

Computer und Smartphones bestimmen längst unseren Alltag. Eine Initiative mit Ranga Yogeshwar will dafür werben, die Technik nicht nur zu nutzen: Jeder soll lernen, diese mitzugestalten.

Von Dominik Brück

Will mehr Menschen für digitale Technik begeistern: Moderator Ranga Yogeshwar

Will mehr Menschen für digitale Technik begeistern: Moderator Ranga Yogeshwar

Daten und Algorithmen sind die "Sprache des 21. Jahrhunderts". Immer stärker wird unser Alltag von Computern, Smartphones und sogar Robotern bestimmt. Viel Technik, die wir zwar alle nutzen, aber kaum verstehen können. Die Initiative "Jeder kann programmieren" will dafür werben, dass mehr Menschen ein Verständnis für digitale Technik entwickeln und selbst kreativ die digitale Gesellschaft mitgestalten können.

Zusammen mit dem bekannten TV-Moderator und Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar startet die Initiative am Dienstag in Berlin mit einer Kick-Off-Veranstaltung, an der auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel teilnimmt. Nicht zuletzt braucht auch die Wirtschaft immer mehr kluge Köpfe, die die technischen Entwicklungen von morgen vorantreiben.

Mit interaktiven Inhalten und Workshops im Web sollen möglichst viele Menschen an die Möglichkeiten der digitalen Welt herangeführt werden. Zusammen mit bereits bestehenden Initiativen soll so ein kreativer Austausch und eine rege Diskussion über Technologie in unserer Gesellschaft begonnen werden. stern.de hat mit Ranga Yogeshwar über die Notwendigkeit von mehr technischem Verständnis in der Gesellschaft und die Ziele der Initiative gesprochen.

stern.de: Technik zu nutzen ist bereits fester Bestandteil unseres Alltags. Warum sollten wir mehr für technisches Verständnis werben?

Ranga Yogeshwar:

Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen dem Benutzen und dem Gestalten von Technik. Wir sollten uns nicht zu reinen Nutzern entmündigen lassen, sondern mit der Technik aktiv unsere Gesellschaft gestalten.

Die Initiative steht unter dem Motto "Programmieren kann jeder". Kann wirklich jeder programmieren oder richtet sich das Projekt an eine jüngere, bereits technikaffine Zielgruppe?

Ranga Yogeshwar:

Ich glaube, dass wir heute einfach programmieren lernen müssen. Ich vergleiche das gerne mit der Erfindung des Buchdrucks. Viele Menschen konnten damals nicht lesen und schreiben, erst der Buchdruck hat dann im Laufe der Zeit dafür gesorgt, dass immer mehr Menschen das gelernt haben. Programmieren ist die Sprache des 21. Jahrhunderts und ist nicht nur etwas für Nerds, sondern sollte von jedem beherrscht werden. Es gibt bereits viele einfache Sprachen, die schon Kinder lernen können. Dieses Verständnis ist eine Chance für die Gesellschaft, mit der Technik vieles zu verbessern. Es darf nicht sein, dass nur eine Minderheit das gestalten kann.

Was ist dann das Besondere an der Initiative, die kommende Woche startet?

Ranga Yogeshwar:

Ich hoffe, dass wir insgesamt viel Gewicht bekommen und in Deutschland eine vorherrschende Haltung verändern. Die USA sind zum Beispiel weit vor deutschen Unternehmen, wenn es um Entwicklungen im digitalen Bereich geht. Wir haben nach den Snowden-Enthüllungen gesehen, wie hilflos Europa ist, da man kaum in der Lage ist eigene Soft- und Hardware zu nutzen.

In den USA gibt es schon länger eine andere Haltung zur digitalen Welt. Wenn ich heute zum Beispiel in Seattle bin, sehe ich dort junge Menschen in Cafés sitzen, die wie selbstverständlich an Dingen wie der Entwicklung eigener Apps arbeiten. In Deutschland versteht man sich eher als reinen Konsumenten. Dabei ist es ein sehr befriedigendes Gefühl, selbst etwas zu gestalten. Ich habe zum Beispiel selbst ein Gerät gebaut, dass mir eine SMS schickt, wenn bei mir Zuhause der Strom ausfällt – was in meinem Wohnort öfter vorkommt. Dafür habe ich nur ein Wochenende gebraucht. Manche Dinge sind dann auch einfacher, als man zunächst denkt.

Brauchen wir denn auch an den Schulen ein besseres Angebot, um die Schüler auf die digitale Welt vorzubereiten?

Ranga Yogeshwar:

Meine Kinder haben bis zum Abitur keine einzige Zeile programmiert. Das bedeutet aber nicht, dass man jetzt auf die Schule und die Lehrer schimpfen sollte. Es muss vielmehr darum gehen, auch den Lehrern Unterstützung anzubieten. Denn eines ist klar: In der Zukunft wird das ganze Leben von der Technik beeinflusst werden. Wir brauchen eine Generation, die in der Lage ist diese Welt zu gestalten.

Wie wird es denn dann nach der Kick-Off-Veranstaltung weitergehen, um dieses Ziel zu erreichen?

Ranga Yogeshwar:

Das Projekt geht zunächst nur von wenigen Menschen aus, daher brauchen wir Partner, die uns unterstützen. Es freut mich daher sehr, dass auch der Wirtschaftsminister die Notwendigkeit erkannt hat, in diesem Bereich etwas zu tun, und zum Kick-Off eine Rede halten wird. Wir müssen jetzt eine Plattform gestalten, mit der wir auch Menschen mobilisieren, die schon jetzt sehr erfolgreich und engagiert an der Vermittlung technischer Fähigkeiten arbeiten. Wir wollen möglichst viele interessierte und engagierte Leute zusammenbringen und die besagte Haltung in Deutschland ändern. Dann geht es vor allem darum, aktiv mitzumachen und mitzugestalten.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.