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Dschungelcamp, AFD, Kokain: Schills wirres Telefon-Interview

Eigentlich wollten wir mit Ronald Schill nur über seinen Auftritt bei Maischberger sprechen. In dem wirren Telefonat sprach er jedoch auch über die AfD und das Dschungelcamp.

Von Carsten Heidböhmer

Ronald Schill während seines Auftritts in der Sendung "Menschen bei Maischberger" am 2. Dezember

Ronald Schill während seines Auftritts in der Sendung "Menschen bei Maischberger" am 2. Dezember

Sein Auftritt bei Sandra Maischberger am Dienstagabend mit wirren Aussagen über seine politische Karriere und seinen Drogenkonsum hat hierzulande Wellen geschlagen. Wir wollten mit Ronald Schill noch einmal über die Sendung sprechen und erreichten den früheren Hamburger Innensenator in seiner Heimat Rio de Janeiro. In dem Telefonat äußerte sich Schill auch über die AfD, eine mögliche Teilnahme am Dschungelcamp - und gab eine irritierende Einschätzung über die Droge Kokain.

Herr Schill, Sie haben mit Ihrem Auftritt bei Sandra Maischberger am Dienstag für viel Wirbel gesorgt. War das Ihre Absicht?
Nein, ich habe da nur mitgemacht, weil mir ein entsprechendes Honorar zugesagt worden ist. Ich war zum Pokern in Deutschland und habe bei Stefan Raab 15.000 Euro gewonnen.

Sie sprachen auch über Kokain. Haben Sie heute zu dem Thema eine andere Meinung als damals, als sie Hamburger Innensenator waren?


Nein. Ich habe mich dazu damals nicht geäußert, das ist ein Tabu-Thema. Kokain wird als die zweitgefährlichste Droge eingestuft nach Heroin. Ich persönlich sehe diese Gefährlichkeit nicht. Hier bei mir in Rio de Janeiro laufen diverse Leute rum, die sind Mitte 60, nehmen seit 40 Jahren Kokain und sind kerngesund.

Sie haben bei Maischberger gesagt, die Politik in Deutschland sei so mittelmäßig und schlecht, dass sie durch Sie nur hätte besser werden können. Hätten Sie sich auch Kanzler zugetraut?


Naja, wenn Frau Merkel sich das zutraut, werde ich das auch noch können.

Könnten Sie sich vorstellen, bei der AfD mitzuwirken?


Nein. Die AfD setzt ja Vieles fort von dem, was wir damals angefangen haben. Die Partei als solche ist mir nicht unsympathisch. Wenn ich in Deutschland leben würde, würde ich sie auch wählen. Aber ich habe keine politischen Ambitionen. Das ist abgeschlossen.

Sie haben in diesem Jahr bei "Promi Big Brother" mitgemacht. Könnte für Sie auch das Dschungelcamp interessant sein?
Ja. In keinem Format lässt sich so viel Geld verdienen wie in diesen beiden Formaten "Promi Big Brother" und Dschungelcamp. Insofern würde ich da auch mitmachen. Ich habe auch einen Hang zum Abenteuer, und dieses Dschungelcamp ist ja eine abenteuerliche Geschichte, wo man an seine Grenzen geführt wird. Das würde ich machen.

Gab es schon Kontakte mit RTL?


Nein. Ich glaube, das würde sich wiederholen. Das machen die aus redaktionellen Gründen nicht, dass sie jemanden, der bei "Promi Big Brother" war, jetzt ins Dschungelcamp holen. Da nehmen sie wieder neue Leute.

Patricia Blanco war auch schon mal bei "Promi Big Brother" und ist im nächsten Dschungelcamp wohl dabei.


Ja? Ist das so?

Ja.


Also, ich würde das machen. Ich reiß mich jetzt nicht darum. Aber ich würde es machen.