HOME
TV-Kritik

"Sommerhaus der Stars": Ein Käfig voller Unsympathen - nur für Micaela Schäfer muss man sich nicht fremdschämen

Im "Sommerhaus der Stars" treffen sich natürlich keine Stars. Aber darum geht es ja eh nicht. Sondern um möglichst viel Drama. Und manche geben sich besonders viel Mühe, unangenehm aufzufallen.

Von Andrea Zschocher

"Das Sommerhaus der Stars"

Auch Freunde des Trash-TV kommen während der WM-Wochen auf ihre Kosten: Ab dem 9. Juli öffnet "Das Sommerhaus der Stars" auf RTL wieder seine Pforten. Während sich das Fußball-Turnier auf den Zielgeraden befindet, verbringen "Promis" wie Micaela Schäfer (Foto) oder Kult-Auswanderer Jens Büchner gemeinsam Zeit in einer schnieken Villa in Portugal. Ähnlich wie in Russland kann auch hier nur ein Team siegen. Für manche ist diese Entscheidung spannender als ein WM-Finale.

Jens Büchner, Patricia Blanco, Micaela Schäfer - das sind die "Stars" im "Sommerhaus der Stars". Da die, inklusive Partner und Partnerinnen, aber noch nicht für eine Staffel reichen, gibt es eben noch jede Menge Füllmaterial. Manche davon, wie Bauer Uwe oder Bert Wollersheim, hat man im Trash-TV vielleicht schon mal gesehen, andere, wie Frank Fussbroich oder Shawn Fielding sind nur einem sehr ausgewählten Publikum bekannt. Und dann gibt es da das "Love Island" und Influencer-Paar Julian und Stephanie, von denen wohl nur eine Handvoll Menschen schon jemals irgendwas gesehen oder gehört hat. 

Powerpaar 2018 - eigentlich auch egal wer gewinnt

Dieser illustre Kreis, in dem sich auch nicht alle kennen und Frank mit "Jörg von der Autowerkstatt auf Mallorca" oder Julian als Sänger verwechselt wird, der muss dem geneigten Publikum schon genauer vorgestellt werden. Wichtig dabei, das Alter, was die Teilnehmer selbst zu Protokoll geben und das, was RTL ihnen andichtet.

Sommerhas der Stars

Im Prinzip ist es aber auch vollkommen egal, wer da antritt, um das "Powerpaar 2018" zu werden. Denn Namen sind austauschbar, was in Erinnerung bleibt, sind Streitigkeiten, Lästereien und Beleidigungen. Lager, die sich bilden, weil der das und die jenes gesagt hat. Niemand will hier Kuschelkurs sehen, vielmehr geht es darum, Menschen am Abgrund zu erleben. Oder auch einfach nur die eigenen Vorurteile bestätigt zu bekommen.

Danni Büchner - die nervige Mutterglucke

Ist Danni Büchner, die Frau von Jens, wirklich ein eher unangenehmer Mensch, wie es dem geneigten Zuschauer schon bei "Goodbye Deutschland" erschien? Die Frage lässt sich nach Folge eins definitiv mit Ja beantworten. Die mehrfache Mutter echauffiert sich darüber, dass Patrick, der Partner von Shawn Fielding ihrer 18-jährigen Tochter unterstellte, sie hätte schon sexuelle Erfahrungen gesammelt. Ob dem nun so ist oder nicht, sei dahingestellt und darüber hinaus auch Privatsache des Mädchens, die Verteidigung ihrer Mutter aber, dass die 18-Jährige "anständig" sei und sowas selbstverständlich nicht machen würde, wirkte doch arg weltfremd. Was ist auch unanständig daran, wenn junge Frauen ihre Sexualität entdecken? 

Mutterglucke Danni aber war erbost und erklärte, von nun an gute Miene zum fiesen Spiel zu machen. Ihr Mann Jens musste, ob er wollte oder nicht, zu ihrer Ehrenrettung springen, jeder Beschwichtigungsversuch wurde abgeschmettert. Immerhin sei sie, Danni, sehr nachtragend. Und in ihrer Echauffiertheit eben auch so furchtbar langweilig. Vielleicht ist es deswegen auch nicht schlimm, dass dieses Promipaar bereits auf der Abschussliste steht und eventuell schon nächste Woche die Finca in Portugal wieder verlassen muss.

Wer trennt sich als erstes Paar?

Die wohl wichtigste Frage ist aber wohl ohnehin nicht die, welches Paar vermeintlich das Haus als Sieger verlässt, sondern welche Liebesbeziehung sich überhaupt bis dahin retten lässt. Bert und Bobby sind seit einem halben Jahr zusammen und wollen im Haus herausfinden, "ob wir zusammenpassen oder nicht". Nach Folge eins zu urteilen wohl eher nicht, denn sie schlafen in getrennten Betten, Bobby weigert sich Bert zu küssen und überhaupt hat die Stimmung zwischen beiden eher Kühlschrankniveau. 

Ähnlich intensiv kennen sich auch Patricia und Nico, die sich im Januar dieses Jahres beim Schampustrinken im KaDeWe kennenlernten. Glaubt man sofort, also das mit dem Champagner, denn die Blanco-Tochter fällt im "Sommerhaus der Stars" vor allem durch ihren Alkoholkonsum negativ auf. 

"Sommerhaus der Stars": Jens Büchner, Patricia Blanco und Co.: Diese Promis sind dabei
Jens Büchner mit seiner Ehefrau Daniela Büchner

Kult-Auswanderer und Ex-Dschungelcamp-Teilnehmer Jens Büchner zieht mit seiner Frau Daniela ins Sommerhaus. Die beiden sind regelmäßig bei "Goodbye Deutschland" auf Vox zu sehen. Kameras begleiten Büchners Leben auf Mallorca nun schon seit mehreren Jahren - Pleiten, Trennungen und Streitereien inklusive. 

MG RTL D

"Die lustigen Dicken" wie sich "Bauer sucht Frau" Uwe und seine Frau Iris bezeichnen, können auch nicht eben punkten. Iris' nervöse Blase kurz vorm ersten Spiel wird deutlich hörbar, während Uwes Penis überdeutlich in enger grauer, unappetitlicher Buxe den übrigen Promis vorgeführt wird. Die zwei fühlen sich offensichtlich schon wie zuhause.

Die Frau mit der meisten Selbstironie scheint ausgerechnet Nackedei Michaela Schäfer zu sein. Die feiert Ex-Botschafterfrau Shawn Fielding als größten Star im Haus. "Einen Job hat sie jetzt auch nicht", gab die 34-Jährige über Shawn zu Protokoll, "wie wir alle." Ihr Freund verbessert sie, er hätte ja sehr wohl eine bezahlte Arbeit. Nur die Stars, die würden eben nicht arbeiten.

Reichlich Potential zum Fremdschämen

Sie sorgte sich während einer Challenge nicht um den Gewinn, sondern darum, dass ihr Frank ihr "das teure Gesicht zerschmettert. Ist ja alles Plastik." Und so ist die Plastikfrau momentan die Sympathischste im Reich der Unsympathen. Aber nächste Woche werden die Karten zum Glück neu gemischt. Und das "Sommerhaus der Stars" bietet wirklich reichlich Potential die Zuschauer zum Fremdschämen zu animieren.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.