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"Tatort": Wenn der Terror nach Deutschland kommt

Der erste gemeinsame "Tatort" von Thorsten Falke und Julia Grosz schnitt 2016 mit islamistischer Terrorbedrohung ein aktuelles Thema an. Die ARD zeigt diesen "Tatort" als Wiederholung in der Sommerpause.

Tatort aus Hamburg mit Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz

Franziska Weisz gibt ihr Debüt im "Tatort" an der Seite von Wotan Wilke Möhring

Worum geht's in diesem "Tatort"?

Schleuser Roman Kovac (Christoph Letkowski) soll am Flughafen Hannover einen Islamisten ins Land schmuggeln. Doch es kommt zu einer Verwechslung: Anstelle des aus Syrien eingereisten Terroristen Enis Günday (Cem-Ali Gültekin) fängt er einen Geschäftsreisenden aus Jordanien ab - und tötet ihn, als er den Irrtum bemerkt. Um sich keine weiteren Probleme einzufangen, nimmt Kovac den Terroristen gefangen und versteckt ihn in einem Landhaus. Kommissar Thorsten Falke braucht eine ganze Weile, um den Tathergang zu rekonstruieren und der Schlepperbande auf die Spur zu kommen. Doch auch die Braunschweiger Terror-Zelle hat sich aufgemacht, um den entführten "Bruder" zu finden. Ein dramatischer Wettlauf beginnt.

Warum lohnt es sich?

Selten ist im deutschen Fernsehen die Motivation eines islamistischen Terroristen so gut dargestellt worden wie in diesem "Tatort" (Buch: Florian Oeller, Regie: Özgür Yildirim). Das beginnt schon bei der Anlage der Figur: Der Deutsch-Türke Günday war in seiner Jugend ein schlimmer Finger, Mitglied einer niedersächsischen Jugendgang. Als seine Mutter starb, suchte er Halt in der Religion - doch er schlug den fundamentalistischen Weg ein und ließ sich in Syrien zum Terrorkämpfer ausbilden.

In der Mitte des Films gibt es einen Dialog zwischen Enis Günday und seinem Entführer Roman Kovac. Der Islamist rattert den üblichen Sermon runter, dass der Westen an allem Elend in der arabischen Welt schuld sei. "Wir führen schon lange keine Kriege mehr. Wenn, dann beschützen wir die, die du in die Luft sprengen willst", ergreift Kovac Partei für den Westen. Doch Enis Günday hat erlebt, wie westliche Bomben Krankenhäuser zerstört und dabei Frauen und Kinder getötet haben. Seine Wut ist also zum Teil auf schlimme Erfahrungen zurückzuführen. So wenig Verständnis dieser "Tatort" für islamistische Selbstmordattentate aufbringt - er macht sehr anschaulich deren Motivation deutlich. 

Was stört?

An dieser stringenten Folge gibt es eigentlich nichts zu bemängeln. Eine Szene sticht allerdings negativ hervor. Darin knutscht ein Pärchen in seinem Swimmingpool, als plötzlich aus heiterem Himmel ein toter Mann ins Wasser platscht. Er wurde aus einem über das Haus fliegenden Jet abgeworfen und landet direkt neben dem Paar. Das erzeugt unfreiwillige und an dieser Stelle gar nicht notwendige Komik. Den für den Krimi notwendigen Leichenfund hätte man behutsamer einbauen können.

Die Kommissare?

Nach sechs Fällen war für Petra Schmidt-Schaller als "Tatort"-Kommissarin Katharina Lorenz Schluss. Deswegen sehen wir Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) allein ermittelnd. Übergangsweise bekommt er die Polizeioberkommissarin Julia Grosz (Franziska Weisz) zur Seite gestellt. Falke ist zunächst wenig begeistert über die extrem verschlossene Hinterwäldlerin. Doch beide verfügen über eine professionelle Arbeitsauffassung und gewöhnen sich aneinander. Am Ende sind sie beinahe ein Team - nur mit dem Kaffee klappt es noch nicht ganz. Aber das kann ja noch werden.

Ein- oder ausschalten?

Unbedingt einschalten! "Zorn Gottes" lohnt auch in der Wiederholung, denn er ist eines der seltenen Beispiele für gutes Fernsehen, das ein relevantes Thema auf spannende Art erzählt. Zudem besticht der Film mit einer hochkarätigen Besetzung. Aus dem Ensemble ragt Christoph Letkowski als Schleuser Roman Kovac heraus. Auch Marie-Lou Sellem als gestrenge Polizeirätin ist sehenswert.

Dieser "Tatort" wurde erstmals am 20. März 2016 ausgestrahlt. 

10 Fakten zum Tatort, die Sie noch nicht kannten


Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.