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"Tatort" aus Dresden: Brutal und blutig: Dieser "Tatort" ist nichts für schwache Nerven

Harte Zeiten für "Tatort"-Kommissarin Karin Gorniak: Die Dresdner Ermittlerin bekommt eine neue Partnerin und gerät ins Visier eines Serienmörders. Der neue Fall "Das Nest" ist ein düsterer Psychothriller.

"Tatort: Das Nest" aus Dresden

Kommissarin Karin Gorniak (Karin Hanczewski, r.) und ihre neue Kollegin Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) jagen einen Serienmörder

  • 3 von 5 Punkten
  • Ein Psycho-Schocker im Stil skandinavischer Krimis. Kein Film, den man allein gucken sollte.

Worum geht's?

Kommissarin Karin Gorniak (Karin Hanczewski) und ihr Team werden zu einem verlassenen Hotel im Wald gerufen. Dort machen die Ermittler eine gruselige Entdeckung: Sie finden mehrere präparierte Leichen, die am Tisch und auf dem Sofa sitzen. Ein weiterer Toter liegt auf einem Seziertisch, blutleer und steif. Gorniak und ihre neue Kollegin Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) wollen den Täter in eine Falle locken - aber der Plan misslingt. Gorniak wird schwer verletzt. Nach sechs Wochen im Koma und drei Wochen in der Reha kehrt sie in den Dienst zurück und wechselt in die Asservatenkammer. Doch der ungelöste Fall lässt sie nicht los. Gemeinsam mit Leonie Winkler nimmt Gorniak die Ermittlungen wieder auf.

Warum lohnt sich dieser "Tatort"?

Eine leer stehende Villa im Wald, gruselig zugerichtete Leichen, ein Psychopat, der Jagd auf Menschen macht - inklusive Kommissarin Karin Gorniak: "Das Nest", der siebte Fall des Dresdner Ermittler-Teams, ist ein Psychothriller nach dem Vorbild skandinavischer Krimis. Kein Film für schwache Nerven, aber eine überraschende Abwechslung zum wöchentlichen Befragunstrott à la "Wo waren Sie gestern zwischen 20 und 22 Uhr?"

Was stört?

In den ersten 30 Minuten möchte man vor Spannung in die Sofakante beißen - danach flacht die Dramatik leider etwas ab. Auch, weil der Täter bereits feststeht und es nur noch ein sinnloses Quälen und eine Aneinanderreihung brutaler Gewalt ist. Zudem hat der Zuschauer stets einen Wissensvorsprung, während die Ermittler bis zum Schluss im Dunkeln tappen.

Die Kommissarinnen?

"Ist sie das?" Kurz und knapp begrüßt Kommissarin Karin Gorniak (Karin Hanczewski) ihre neue Kollegin Leonie Winkler (Cornelia Gröschel. Ihre ehemalige Partnerin Henni Sieland (Alwara Höfels) hatte im vergangenen Jahr den Dienst quittiert. Die Neue ist die Tochter des ehemaligen Kommissariatsleiter Otto Winkler und muss sich nicht nur vor ihrem Vater beweisen. Auch Gorniak hat Vorbehalte gegenüber der jungen Kollegin, die zwar Jahrgangsbeste an der Polizeischule war, aber ohne Gefühl und Intuition an den Fall herangeht - und im entscheidenden Moment versagt. "Wir sind keine Partner und wir sind keine Kumpel", sagt Gorniak in einer Szene zu Winkler. Ein schwerer Start.

Ein- oder Ausschalten?

Wenn Sie starke Nerven und ein Faible für düstere Psychothriller haben, dürfen Sie "Das Nest" nicht verpassen. Wer sich schnell gruselt, sollte den Fernseher lieber aus lassen.

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