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"The Voice"-Kandidat im Rollstuhl Dieser Auftritt bewegte die Zuschauer


Er spielt Basketball, war 2012 für Deutschland bei den Paralympics dabei: Thomas Gundert sitzt im Rollstuhl und war gestern Abend Kandidat bei "The Voice". Sein Auftritt bewegte die Zuschauer.

Ein Motorradunfall veränderte 1998 sein Leben: Thomas Gundert ist seitdem querschnittsgelähmt, sitzt im Rollstuhl. Entmutigt hat das den heute 33-Jährigen trotzdem nie. Er spielt Basketball, nahm 2012 mit der deutschen Mannschaft an den Paralympischen Spielen in London teil. Doch Gundert hat noch eine andere Leidenschaft: die Musik.

Am Donnerstagabend war er Kandidat bei "The Voice of Germany". Und sein Auftritt war rockig. Die Jury mit Rea Garvey, Stefanie Kloß, Andreas Bourani und Michi Beck und Smudo von den Fantastischen 4 bekamen von Gundert den Matchbox-Twenty-Song "If You're Gone" zu hören.

"Ich hab Bock auf den ganzen Kram hier", sagte der Sportler vor seinem Auftritt. Die Musik sei ihm schon als Kind in die Wiege gelegt worden. "Mein Vater ist Musiker, meine Mutter auch." Angemeldet zu "The Voice" hat ihn seine Freundin. "Dann bin ich von Runde zu Runde weiter gekommen, jetzt stehe ich hier", sagte der Rock-Fan.

Obwohl er die Zuschauer mit seinem Auftritt zu Tränen rührte, hat es für Gundert am Ende aber nicht gereicht. Keiner der Juroren drehte sich um, auch nicht sein Wunschkandidat Rea Garvey. Traurig war Gundert trotzdem nicht. "Ich finde es eine schöne Situation, gerade weil ich im Rollstuhl sitze, dass die Coaches mich nicht sehen. So konnte es keinen Mitleidsbonus geben", erklärte er nach der Show.

Am Freitagabend wird es die letzte Blind-Audition dieser Staffel geben, ehe dann in der kommenden Woche die Live-Shows beginnen. Leider ohne den Rollstuhl-Rocker.

mai

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