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TV-Tipps 3.8: "The Lucky One" Schmacht-TV bei Candellight


Wenn Zac Efron im Gegenlicht von Taylor Schilling träumt, das Ganze in idyllisch-ländlicher Umgebung und mit Hunden im Bild, dann kann man ruhig mal bei Kerzenlicht mitschmachten.

"The Lucky One"
20.15 Uhr, RTL
"The Lucky One" ist kein cineastisches Highlight aber angenehmes Gefühlskino. Der Film setzt nicht auf schrille Witze oder dramatische Gefühlausbrüche. Eigentlich ist es ein stiller Film, der seine - dann doch vorhandene - Tiefe aus der Vergangenheit des Marine Soldaten Logan Thibault (Zac Efron) zieht.

Logan glaubt, sein Überleben im Irakkrieg einem Glücksbringer zu verdanken: dem Foto einer Frau, das er dort zufällig fand. Aus der Armee entlassen, spürt er die unbekannte Beth - gespielt von Taylor Schilling - auf und nimmt einen Job in ihrer Hundepension an. Dem gemeinsamen Glück des schönen Paares steht die Vergangenheit im Weg. Wie meist bei einer Vorlage des Mega-Bestsellerautoren Nicolas Sparks sind beide verletzte und beschädigte Persönlichkeiten. Irgendwann kommt es, wie es kommen muss: Beth verliebt sich in den Fremden. Sie erkennt, was für ein guter Kerl er sein muss, weil alle Hunde ihn mögen. Na, Wuff!

Die US-Fassung glänzt schon nicht mit geschliffenen Dialogen, in Deutsch rutscht es leider manchmal ins Peinliche ab. Die natürlich spielenden Darsteller helfen dem bitter-süßen Liebesfilm darüber hinweg.

Eine Story von Nicholas Sparks ist am Ende doch mehr als ein Groschen-Liebesroman mit modernen Klamotten. Der deutsche Verleihtitel "Für immer der Deine" anstatt "The Lucky One" zeigt, dass das Script offenbar so komplex ist, dass man es bei Warner nicht ganz verstanden hat.

"The Lucky One" ist ein Film über das Glück, über verschiedene Arten von Glück. Über das unverdienten Glück eines davongekommenen Marine verbunden mit der für Soldaten typischen Besessenheit von einem Glücksbringer, und dem Glück eines ganzen Lebens, das man sich mühsam erwerben und verdienen muss.

Ein TV-Tipp von Gernot Kramper, Redakteur bei stern.de


Und das ist an diesem Tag noch sehenswert:

"Die Kunst zu gewinnen – Moneyball"
20.15 Uhr, Pro Sieben
DRAMA Hierzulande ist ein Baseballfeld mehr oder weniger Terra incognita. Entsprechend mau lief „Moneyball“ im Kino. Knapp 40 000 Besucher sahen den Film. Aber die wurden belohnt: In dem exzellent gespielten Drama steht nicht der Wettkampf mit Pitcher und Batter im Vordergrund, sondern der Versuch, sich mit neuen Ideen im Sport durchzusetzen. Statt auf dem Feld finden die Kämpfe in den Katakomben der Stadien statt. Dieser Aspekt reizte auch Brad Pitt, der das 2009 gecancelte Projekt wiederbelebte und dafür mit einer seiner bisher besten Rollen belohnt wurde. Pitt spielt den Manager der Oakland Athletics, Philip Seymour Hoffman rennt als Trainer gegen ihn an. (bis 23.05)

"Maos letzter Tänzer"
23.55 Uhr, ARD

DRAMA Bauernsohn Li wird von Vertretern des Mao-Regimes zur Tanzausbildung nach Peking geschickt. 7 Jahre später wechselt er zur Kompanie des Balletts von Houston. – Feinfühliges Biopic über das Leben in zwei Welten. Nach der wahren Geschichte des Balletttänzers Li Cunxin. (bis 1.48)

"Searching for Sugar Man"
23.15 Uhr, Servus TV

DOKUMENTARFILM 1970 und 1971 veröffentlicht der in Detroit lebende Songwriter Sixto Rodriguez zwei Alben, die niemand hören will. In Südafrika werden seine Songs zu Hymnen. Rodriguez ahnt nichts davon. Erst zwanzig Jahre später machen ihn Fans aus Johannesburg ausfindig. (bis 0.50)


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