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Dokudrama "Uli Hoeneß - Der Patriarch": So nah kommt der ZDF-Film dem Bayern-Boss

Ausgehend von seinem Steuerprozess erzählt das ZDF-Dokudrama "Uli Hoeneß - Der Patriarch" aus dem Leben des gefallenen Bayern-Bosses. Wir zeigen, wie ähnlich die Schauspieler den realen Vorbildern kommen.

Uli Hoeneß jung

Robert Stadlober spielt den jungen Uli Hoeneß, hier noch während seiner aktiven Zeit mit typischer 70er-Jahre-Matte

Der steile Aufstieg und tiefe Fall von Uli Hoeneß war eines der großen Dramen der Gegenwart: Vor den Augen einer breiten Öffentlichkeit musste sich der Bayern-Boss im März 2014 vor Gericht wegen Steuerhinterziehung verantworten und wurde zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt, die er derzeit noch absitzt. 

Das ZDF hat diesen Stoff zu einem Dokudrama verarbeitet, das am Donnerstag, 27. August 2015, um 20.15 Uhr, ausgestrahlt wird. In 90 Minuten erzählt der Film  "Uli Hoeneß - Der Patriarch" von Hoeneß Karriere, die ihn vom einfachen Metzger bis an die Spitze eines der größten Fußballclubs Europas brachte. Aber auch seine Spielerleidenschaft, seine Börsenzockerei und den Steuerbetrug. Die Regie führt Christian Twente. In der Rolle des alten Uli Hoeneß ist Thomas Thieme zu sehen, den jungen Fußballer und Manager spielt Robert Stadlober. Lisa Kreuzer spielt seine Frau Susanne. Jens Atzorn spielt Bayern-Trainer Jupp Heynckes, und als Torwart-Titan Oliver Kahn ist Christian Wessels zu sehen. In weiteren Rollen sind Hanspeter Müller-Drossaart, Uwe Preuss und Peter Kremer zu sehen.

Das Drehbuch verfassten Juan Moreno, Annette Ramelsberger und Johanna Behre, die sich für den Film auf Protokolle der Prozesstage stützten. "Das gibt unseren Zuschauern die Möglichkeit, ein sehr bedeutendes Gerichtsverfahren nachzuerleben, bei dem nur ein kleines Publikum 'Augenzeuge' sein konnte", wird Stefan Brauburger, Leiter der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte, in einer Pressemitteilung zitiert.

In Rückblicken rekapituliert "Uli Hoeneß - Der Patriarch" die entscheidenden Momente in der Karriere des Sportlers und Managers. Dafür greift der Film auch auf Archivaufnahmen zurück, die mit nachgestellten Szenen kombiniert werden. Zu Wort kommen auch Freunde und Wegbegleiter, die ihre Sicht auf den streitbaren Bayern-Boss schildern.