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Zocker-Special bei "Wer wird Millionär" : 250.000-Euro-Gewinner überrascht mit Heidi-Klum-Anekdote

Beim Zocker-Special von "Wer wird Millionär?" gewinnt ein Kandidat 250.000 Euro und überrascht mit einer Anekdote über Model-Mama Heidi Klum. Aber es gibt auch böse Abstürze: Ein Zusatzjoker aus dem Publikum gibt die falsche Antwort. Und 31.000 Euro sind damit futsch.

Von Sylvie-Sophie Schindler

Wer wird Millionär

Benjamin Kuhlhoff sahnte beim Zocker-Special von "Wer wird Millionär" 250.000 Euro ab

Blöd, wenn man 30 Teller ausgerechnet dann in Händen hält, wenn man Heidi Klum gegenübersteht. So hat es Benjamin Kuhlhoff aus Berlin erlebt. Der "Wer-wird-Millionär?"-Kandidat bekam von der Model-Mama zum einen kein Foto, zum anderen aber deftige Schweißausbrüche. Denn, wie er am Freitagabend in der RTL-Show erzählte, er steckte mit Klum ausgerechnet im Aufzug fest und seine einzige Sorge war, bloß keinen Teller fallen zu lassen. Das hätte, wie er meinte, ein Blutbad geben können. Mit nicht unerheblichen finanziellen Konsequenzen. "Alleine ihre Beine sind 40 Millionen Euro wert", so der Sportjournalist.

Diese Beine übrigens könnte er sich immer noch nicht leisten. Aber immerhin, nach der Sendung - dieses Mal ein Zocker-Special - war Kuhlhoff um 250.000 Euro reicher. Und vielleicht hat deshalb Berlin bald eine erste Kinderkneipe. Mit Malzbier und Kaugummi-Zigaretten. Eine Idee, die schon länger in Kuhlhoffs Kopf herumgeistert. Und die auch Elternzeit-Papas - er ist momentan selber einer - entlasten soll: "Die können dann Kicker spielen".

Publikumsjoker führt Kandidaten in die Irre

Menschen haben eben ihre Träume. Und Günther Jauch verführt dazu, sie sich erfüllen zu können. Seit 1999 macht der deutsche TV-Zuschauer die Sache schon mit. WWM ist damit genauso alt wie die Kinderserie "Bob der Baumeister". Anders als Bob trägt Jauch allerdings nur selten karierte Hemden und bisher nie einen gelben Schutzhelm. Was aber mal dringend anzuschaffen wäre: Ein Helm, unter dem man sich verstecken kann, wenn es besonders peinlich wird. Diesen hätte in der aktuellen Folge dringend der Mann brauchen können, der sich als Zusatzjoker aus dem Studiopublikum meldete und den Kandidaten Marco Nehmer mit seiner Antwort in die Irre führte - so dass der dann von 32.000 erspielten Euro auf 1000 Euro abrutsche. Autsch!

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Dabei schien es zunächst, als würde alles glatt laufen. Eine Botanik-Frage trifft auf einen Publikumsjoker, der Forst-Ingenieurwesen studiert: Bei den Früchten welchen Baums handelt es sich um Flügelnüsse? A) Birke B) Eiche C) Pappel D) Fichte. Der Joker tippt auf Fichte, "zu 70 Prozent". Der Kandidat vertraut. Richtig aber ist: Birke. Ein Trost ist: Es bleibt einem ein nächster dämlicher Ballermann-Song erspart. Denn den hätte Nehmer von einem höheren Gewinn aufnehmen wollen. Menschen und ihre (Alb-)Träume eben.

Wer viel riskiert hat bei "Wer wird Millionär?" Aussicht auf zwei Millionen

Das Zocker-Special gilt als "Hardcore-Variante". Der Spieler wird durch die ersten neun Fragen gepeitscht, und das ohne Seil und doppelten Boden - es gibt keine Joker. Erst ab der zehnten von insgesamt fünfzehn Fragen kann er auf die vier bekannten Joker zurückgreifen. Wer viel riskiert, der hat die Aussicht, die Million gleich doppelt in der Tasche zu haben. Doch die zwei Millionen hat bisher noch niemand mit nach Hause genommen. Das Maximum beim Zocker-Special waren 750.000 Euro. Bisher zwei Kandidaten kamen so weit. Auch Kuhlhoff stand kurz davor. Seine 750.000- Euro-Frage: Welche "Rolle" spielt eine Innovation des schwäbischen Unternehmers Hans Klenk seit 1928 in deutschen Haushalten? A) Tapetenrolle B) Garnrolle C) Nackenrolle D) Klopapierrolle . "Wenn man sich den Hintern etwas aufmerksamer abwischt, hätte es eine Dreiviertelmillion werden können", löst Jauch auf, nachdem Kuhlhoff sich entschieden hatte, besser die Hände von einer Antwort zu lassen.

Kandidat fordert Moderator zum Ringen auf

WWM-Fans wissen: Kaum ein Kandidat hatte einen besseren Unterhaltungswert als Aaron Troschke. Das war im Jahr 2012. Kuhlhoff spielt zwar nicht in dieser Liga, gehört aber auch nicht gerade zu den Langweiligsten unter dem Scheinwerfer. Bei der Frage "Bei der Ausübung welcher Sportart kommt der sogenannte Pistolengriff zum Einsatz" bleiben nach dem Einsatz des Fifty-Fifty-Jokers noch die Antworten "Fechten" und "Ringen" übrig. Kurzerhand fordert Kuhlhoff den Moderator zum Ringen auf. Könnte ja sein, dass sich dadurch ein Aha-Erlebnis einstellt und er, hier ahnungslos, die Frage richtig beantworten kann.

Und so stehen sie dann da, in imitierter Ringer-Kampfposition. Brav in ihren Sesseln sitzen bleiben hingegen die anderen Kandidaten. Und sie bleiben auch: Blass. Die Sendung ist deshalb in der Summe leider eine müde Veranstaltung. Viola Rosenau hat bei der Frage nach dem Löcherschwund im Emmentaler Käse einen Gehirnschwund und geht mit 16.000 Euro nach Hause. Petra Katic scheitert an der 250.000-Euro-Frage: Wer kennt sich am ehesten mit Avers und Revers aus? A) Münzsammler B) Roulettespieler C) Balletttänzer D) Zigarrenraucher. Sie schließt Antwort A) sofort aus. Wäre aber richtig gewesen. Katic bremst rechtzeitig ihr Zocker-Gen - und steigt aus.