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"Vogue"-Chefredakteurin: Anna Wintour soll Melanias Kleidung beurteilen – ihre Antwort ist eine versteckte Beleidigung

Anna Wintour, die Chefredakteurin der US-amerikanischen "Vogue", wurde nach dem Kleidungsstil von Melania Trump gefragt. Der Modejournalistin gelang es, die First Lady zu beleidigen, ohne sie überhaupt zu erwähnen.

Die Chefredakteurin der amerikanischen "Vogue" ist eine Meisterin der eleganten Beleidigung 

Die Chefredakteurin der amerikanischen "Vogue" ist eine Meisterin der eleganten Beleidigung 

AFP

Anna Wintour, 69 und Chefin der amerikanischen "Vogue", ist dafür bekannt, sich mit ihrer Meinung über Menschen, die sie nicht mag, nicht zurückzuhalten. Allerdings tut sie dies meist auf eine sehr geschickte Art und Weise – direkt und trotzdem ohne ein böses Wort zu verlieren. Ehrlich ist sie dennoch: 2007 antwortete sie auf die Frage, wer der einzige Mensch sei, den sie nicht auf eine Met-Gala einladen würde: "Donald Trump". 

Kürzlich war Anna Wintour zu Gast in dem Podcast "Der Economist fragt", was die Interviewerin Anne McElvoy sogleich dafür nutzte, sie nach ihrem Urteil über den Kleidungsstil von Melania Trump zu fragen. McElvoy betonte zunächst, dass Melania im Gegensatz zu Donald Trump so wirke, als würde sie sich Gedanken über Mode machen. Nicht so wie ihr Ehemann, der gerne mit einer roten Baseball-Kappe herumlaufe. Dann fragte sie die "Vogue"-Chefin, was sie davon halte, dass die Amerikanerin bei ihrem Besuch in England die Mode britischer Designer getragen hatte. Anna Wintour antwortete, ohne auf die Präsidentengattin einzugehen oder sie auch nur beim Namen zu nennen.

Anna Wintour: "Michelle Obama war wirklich unglaublich" 

"Ich finde, Michelle Obama war wirklich unglaublich. Bei jeder Wahl, die sie in ihrer Kleidung traf. Sie hat junge amerikanische Designer aus aller Welt unterstützt. Sie war die beste Repräsentantin, die dieses Land hätte haben können, in vielerlei Hinsicht, nicht nur, was Mode betrifft", sagte sie. 

Als die Interviewerin sie unterbrach und nachhakte, was sie denn über die aktuelle First Lady denke, entgegnete Wintour nur: "Für mich ist Michelle Obama ein Beispiel, das ich bewundere." Im Netz feiern viele Amerikaner jetzt die Mode-Journalistin dafür, dass sie Melania Trump beleidigt hat, ohne sie mit Worten zu kränken oder sie auch nur zu erwähnen. "Classy", loben sie. 

Quelle: "The Economist asks" 

ame