HOME

"Cameltoe"-Slips: Wenn Schamlippen zum Modetrend werden

Die Abzeichnung der Schamlippen im Schritt galt bei Frauen bisher meist als peinliches Missgeschick. In Asien gibt es jetzt Unterwäsche, die ein sogenanntes "Cameltoe" nachahmt. Warum das auch problematisch sein kann. 

Gigi Hadid, Miley Cyrus und Mariah Carey

Gigi Hadid, Miley Cyrus und Mariah Carey (v.l.n.r.) im "Cameltoe"-Look. Während Miley Cyrus mit ihrem Aussehen auch ein Statement setzen möchte, ist die Schamlippendemonstration bei Carey eher auf ihren Presswurst-Style zurückzuführen.

In den Kaufhäusern von Seoul und Tokio stehen sie ganz selbstverständlich neben den Push-Up-BHs: "Cameltoe"-Slips. Die deutliche Abzeichnung der Schamlippen unter der Hose - umgangssprachlich "Cameltoe" (auf deutsch: "Kamelzehe") genannt - gilt in asiatischen Ländern nicht mehr als peinliches Missgeschick. Die Betonung der weiblichen Genitalien und ihre Imitation mit speziell in die Unterwäsche eingenähten Silikon-Kissen ist östlich des Ural-Gebirges plötzlich zum Trend geworden. 


Von der "Bad Taste"-Party auf den Laufsteg

Vor einigen Jahren ursprünglich als "Party Pants" auf den asiatischen Markt gebracht, stehen die Höschen mit Vulva-Prothesen heute auch für eine neue, offener gelebte Weiblichkeit. Die Zeiten, in denen Frauen sich für einen ungünstig durch die Kleidung gedrückten Schambereich schämen mussten, sind augenscheinlich vorbei. Emanzipatorisch engagierte Prominente, wie beispielsweise Miley Cyrus, betonen ihre Femininität schon seit langem und zeigen sich ebenfalls immer häufiger bewusst mit Schamlippen-Abdruck in der Öffentlichkeit. Skurril: Auch für Männer, die ihre innere Weiblichkeit ausdrücken möchten, werden inzwischen "Cameltoe"-Slips angefertigt. 

Darum kann eine Intimrasur gefährlich sein


Benötigt jetzt jeder eine Designer-Vulva?

Der Trend zur offenen Schamlippen-Demonstration durch "Cameltoe"-Slips muss dennoch auch kritisch gesehen werden. "Menschen, die solche Unterwäsche machen, unterstützen es, dass Frauen ihren Körper künstlich verändern wollen", bringt ein Twitter-User die Problematik auf den Punkt. 

 

In einer Welt voller Schönheitsideale schien der Genitalbereich bislang die einzige Körperpartie zu sein, die vom Chirurgen verschont blieb. Seit einigen Jahren tendieren jedoch immer mehr Frauen - vor allem in Asien - dazu, sich die Schamlippen aus ästhetischen Gründen operativ verkleinern zu lassen. Auch weil ihnen anhand der "Cameltoe"-Slips tagtäglich ein äußerlich scheinbar perfektes Geschlechtsorgan präsentiert wird. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung hat eine internationalen Studie herausgefunden, dass die Anzahl der Schamlippen-Verkleinerungen in den letzten sieben Jahren um 300 Prozent angestiegen ist. 

Für die Frau von Welt genügt es in Zukunft nicht mehr zu hungern oder sich die Brüste operieren zu lassen. Um im Trend zu sein, muss auch eine Designer-Vulva her - sei es eine echte oder eine gefälschte in Form eines ausgestopften Slips.

So emanzipatorisch, wie Miley Cyrus ihn gerne hätte, scheint die Unterwäsche mit Vulva-Prothese dann doch nicht mehr zu sein. 


lis
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.