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Britisches Königshaus "Genug ist genug": Queen soll rechtliche Schritte gegen Harry und Meghan erwägen

Herzogin Meghan und Prinz Harry
Herzogin Meghan und Prinz Harry leben seit ihrem Rückzug aus dem Königshaus in den USA
© Yui Mok / Picture Alliance
"Never complain, never explain", sich niemals beschweren und niemals erklären, lautet ein Motto der Queen. Doch die fortwährende Kritik ihres Enkels Prinz Harry und seiner Frau Meghan will die Monarchin nicht mehr länger hinnehmen.

Die Krise zwischen Prinz Harry, Herzogin Meghan und dem britischen Königshaus könnte einen neuen Tiefpunkt erreichen. Wie die britische Zeitung "The Sun" berichtet, soll Queen Elizabeth II. zunehmend verärgert über die wiederholten Angriffe des Paares sein und deshalb nun juristische Schritte erwägen.

In einem aktualisierten Nachwort ihres Buches "Finding Freedom" üben Harry und Meghan erneut Kritik an der Monarchin. Demnach seien sie enttäuscht, dass die Königin auf die von ihnen angesprochenen Probleme nicht hinreichend reagiert habe. Konkret geht es um die Aussagen während des Interviews mit Oprah Winfrey, in denen Harry und Meghan dem Königshaus Rassismus unterstellten.

"Es gibt eine gewisse Grenze. Bis dahin können die Königin und die königliche Familie getrieben werden, aber nicht weiter. Der Eindruck von ganz oben lautet inzwischen: genug ist genug", zitiert die "Sun" eine palastnahe Quelle. Die Royals würden sich Rechtsbeistand holen und seien bereit, bei künftigen Anfeindungen auch juristisch gegen Harry und Meghan vorzugehen. Verleumdung und Eingriff in die Privatsphäre seien mögliche Anklagepunkte. "Es wäre ironisch, wenn Harry und Meghan angesichts ihrer Äußerungen zu diesem Thema beschuldigt würden, die Privatsphäre zu verletzen", sagte der Informant der "Sun".

Die Queen fürchtet sich vor Prinz Harrys Memoiren

Sorge bereitet der Queen wohl vor allem die für kommendes Jahr geplante Autobiografie ihres Enkels Prinz Harry. Der 36-Jährige hat angekündigt, eine ehrliche Darstellung seines Lebens zu veröffentlichen. "Ich schreibe das nicht als Prinz, als der ich geboren bin, sondern als Mann, der ich geworden bin", wird Harry in einer Mitteilung des Verlags Penguin Random House zitiert. Die Königsfamilie soll vorab nichts von Harrys Plänen, ein Buch zu schreiben, gewusst haben.

"Wenn jemand in dem Buch genannt und direkt beschuldigt würde, könnte das eine Verleumdung sein und auch das Recht auf ein privates Familienleben verletzen. Das Anwaltsteam könnte sich auch mit den Verlegern des Buches in Verbindung setzen, um eine Vorwarnung über den Inhalt des Buches und ein Recht auf Gegendarstellung zu verlangen", zitiert die "Sun" ihre Quelle.

Denn offenbar gibt es die Befürchtung, dass vor allem das amerikanische Publikum den Aussagen von Harry und Meghan unreflektiert Glauben schenkt und damit die Queen in ein schlechtes Licht gerückt wird. Dem will Elizabeth II. nun offenbar vehementer entgegenwirken. Es geht nicht nur um ihre Privatsphäre, sondern um den Ruf der gesamten Königsfamilie und damit auch um die Zukunft der Monarchie.

Quelle: "The Sun"

jum

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