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"The Hoff" begehrt wie nie Nicht von Pappe: Amerikaner ganz wild auf Hasselhoff


In den USA stibitzen Fans Werbefiguren von "Baywatch"-Bademeister David Hasselhoff, wo sie nur können. "The Hoff" freut sich über seine erneute Popularität - sein Auftraggeber auch.
Von Frank Siering, Los Angeles

Über so viel Aufmerksamkeit kann sich einer wie David Hasselhoff einfach nur freuen. Seit einigen Tagen schon stibitzen Fans des "Baywatch"-Bademeisters lebensgroße Pappmaché-Ausschnitte von "The Hoff" in den US-Bundesstaaten Massachusetts und Florida.

Dort macht der jetzt 60-Jährige Werbung für eine Eiskaffee-Marke. Freundlich lächelnd hält er das Produkt in die Kamera. Ausgestellt wird der lebensgroße "Hoff" in den Läden der Cumberland Farms.

Und genau dort tauchen die Diebe auf und schnappen sich ihren ganz persönlichen David. 550 sogenannte "Cutouts" wurden bereits gestohlen, 20 stehen derzeit noch in den diversen Läden der Kette. "Einer meiner Freunde hat den Spitznamen 'Hasselhoff', da mussten wir den Papp-David einfach mitgehen lassen", erzählt einer der Diebe.

Mehr Sicherheitspersonal für die Pappfigur

Während Hasselhoff die Aktionen seiner treuen Fans "einfach nur lustig" findet, freuen sich die Marketing-Manager der Cumberland Farms über die zusätzliche kostenlose Aufmerksamkeit. Und spielen fleißig mit beim Kult-Diebstahl.

"Wir haben jetzt sogar in einigen Läden zusätzliche Sicherheitskräfte anstellen müssen, damit die flinken Finger nicht auch noch mit den letzten Hasselhoff-Figuren unterm Arm durch den Haupteingang fliehen", so Kate Ngo, die fürs Brand-Management bei Cumberland verantwortlich ist.

Fans bieten viel Geld für ihren "Hoff"

Neben den heimlichen und zum Teil recht durchdachten Diebesaktionen gibt es auch andere, die versuchen, ihren "Hoff" auf legalem Wege für sich zu gewinnen. "Ich habe schon eine ganze Menge lukrativer Angebote bekommen von Fans, die das übergroße Werbeplakat kaufen wollen", so Cumberland-Mitarbeiterin Erika Francke.

Und Ngo fügt hinzu: "Wir wollen, dass jeder seinen 'Hoff' genießen kann. Natürlich freuen wir uns über den Zuspruch, den wir mit unserer Kampagne erhalten." Und mit halbernster Miene ergänzt die Brandmanagerin: "Es ist doch klar, dass wir Diebstahl in unseren Läden nicht gutheißen können."

Auf den Cutouts ist der einstige "Baywatch"-Star in einem luftigen Tanktop zu sehen. Braungebrannt hält er einen Eiskaffee in der Hand. Darunter steht: "Durstig?" Im Mai war die Kampagne im regionalen TV in New England gelauncht worden. Seit Anfang Juli ist Hasselhoff auf Postern und in den Cumberland-Läden als Pappversion zu sehen.

Beweisen, dass es dem Pappbild gut geht

Ngo hat angekündigt, dass ihr Unternehmen noch bis Ende August neue Hasselhoff-Cutouts in die Läden schicken wird. Egal, wie viele noch gestohlen werden.

Über Social-Media-Kanäle versucht die Brandmanagerin derweil, die Diebe von ihren kriminellen Aktivitäten abzubringen und lädt diejenigen, die sich schon an einem eigenen "Hoff" bereichert haben, dazu ein, kleine Berichte einzusenden, die beweisen, dass es dem "Papp-Image gut geht".

Greg Mandel ist Kunde bei Cumberland. Er vergleicht die kriminellen Aktivitäten in New England mit dem Fanauflauf in Deutschland, wenn es um Hasselhoff geht. "Ist schon irre, bisher dachten wir immer, der Typ kommt nur noch in Deutschland an. Aber er ist total heiß bei uns in der Gegend im Moment. Keiner kann es wirklich erklären", so Mandel.


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