HOME

Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Arnie und die Verführung von Weichspüler

Er steht auf Frauen, die ihm die Wäsche machen: Arnold Schwarzenegger hat seine Haushälterin beglückt und einen Mini-Arnie gezeugt. Auch Carla Bruni bekommt Nachwuchs. Wann war Arnie eigentlich zuletzt in Paris?

Von Stefan Mielchen

Kluge Frauen haben längst eingesehen, dass man die Männer nehmen muss, wie sie sind", hat Arnold Schwarzenegger einmal in seiner grenzenlosen emanzipatorischen Weisheit behauptet. Gemeint hat er das wohl so: Kluge Frauen haben gefälligst einzusehen, dass Männer sich nehmen, was sie wollen. Und so ist der ehemalige Mister Universum in dieser Woche über Nacht vom Terminator zum Sperminator mutiert: Jahrelang die Haushälterin beglückt - und dabei nicht aufgepasst! Das Ergebnis ist ein Mini-Arnie, der aussieht wie Conan, der Papa. Mutter Mildred hat einen Schnappschuss von sich und dem Produkt von Arnies Lenden ins Internet gestellt. Neben ihren üppigen Brüsten ist der Kleine zwar kaum zu sehen. Dennoch kommentierte ein verzückter Besucher von Mildreds Myspace-Seite: "Was für ein süßes Kind, er sieht aus wie Arnold".

Kein Wunder, schließlich hat der Junge auch den grenzdebilen Blick seines Erzeugers geerbt, der einmal von sich sagte: "Mein Körper ist wie Frühstück, das Mittagessen und Abendessen. Ich denke nicht an ihn, ich habe ihn gerade." Wer den Körper sonst noch hatte, weiß wohl nur der Bewohner dieser aufgepumpten Hülle selbst. Es sollen jedenfalls nicht nur Dienstgespräche gewesen sein, die Arnie mit den zahlreichen Besucherinnen seines Gouverneur-Büros geführt hat. Bei so viel Terminen war für Schwarzies künftige Ex-Gattin Maria Shriver natürlich nicht immer Zeit: Die Geschichte von dem unehelichen Sohn erzählte er ihr daher kurzerhand am Telefon. Wahrscheinlich zitierte sich der sprachgewandte "Last Action Hero" dabei einfach selbst: "Mächtig großer Fehler".

Die Erkenntnis der Woche: Lothar ist "oberflächlich"

Ein Satz, der auch Fußball-Legende Lothar Matthäus schon mehrfach über die Lippen gekommen sein dürfte. Der ist nach fünfeinhalb Monaten schon wieder Single, wie seine bisherige Lebensabschnittsgefährtin Ariadne in dieser Woche offiziell bekanntgab. "Wir hatten unterschiedliche Auffassungen, wie unsere gemeinsame Zukunft aussehen soll", zitierte die 24-Jährige wohl eher unbewusst ihre zahlreichen Vorgängerinnen und schob noch eine überraschende kleine Spitze hinterher: "Lothar war mir einfach zu oberflächlich." Gestunken haben dürfte der Psychologiestudentin in Wahrheit, dass Matthäus zuletzt nicht sie auf die Couch bat, sondern ein zufällig bereitstehendes Unterwäsche-Model. "Es sieht so aus, als hätte Lothar generell Probleme, engere Bindungen einzugehen", anlysierte Ariadne messerscharf. Dazu bedarf es allerdings keiner akademischen Ausbildung. Es reicht, die Fachpresse zu studieren.

Dass man es als Ex-Frau nicht immer leicht hat, erfährt die Herzogin von York seit Jahren. Sarah Ferguson hat mit der Trennung von Prinz Andrew blöderweise ihre Apanage verloren, den royalen Lebensstil indes nie ganz aufgeben wollen. Als ihr Sparkassen-Sachbearbeiter ob der Millionen-Schulden irgendwann die Stirn in Falten legte, war Kreativität gefragt. Jüngstes Ergebnis ist eine TV-Show in den USA: In "Finding Sarah" lässt sich Fergie unter anderem hypnotisieren. Doch wenn sie in Trance spricht klingt das auch nicht intelligenter als sonst: "Ich wäre zu gern wieder die Braut von damals, aber das geht nicht", ließ Fergie ihr Unterbewusstsein Richtung London ausrichten. Dort dürfte man die öffentliche Selbstfindung eher amüsiert zur Kenntnis nehmen. Zumal Fergie in den kommenden Folgen auch noch einen Schamanen aus Arizona zu Rate ziehen wird sowie verschiedene "Heiler". Selbst einen Pferdeflüsterer will die 51-Jährige vor laufender Kamera konsultieren. Der wäre allerdings bei Camilla besser aufgehoben.

Maite Kelly erstampft sich den Sieg

Apropos Bauerntrampel: Die schönste Nachricht der Woche lieferte der europäische Kulturkanal RTL: Maite Kelly heißt die souveräne Siegerin der jüngsten "Let's Dance"-Staffel. Im großen Finale fegte sie Lindenstraßen-Schwergewicht Klausi Beimer so souverän vom Parkett, dass es nicht nur adipös veranlagten Zuschauern Tränen der Rührung in die Augen trieb. Bei einem leidenschaftlichen Paso-Doble erstampfte sich die 31-jährige mit der Wucht eines einschlagenden Meteoriten den Sieger-Pokal. Doch das Moppel-Gehoppel kann von den wahren Sorgen der Sängerin nicht ablenken: Ihr Familiensitz wird in Kürze zwangsversteigert, wie in dieser Woche bekannt wurde. In einem Anflug von Größenwahn hatte die Kelly Family vor Jahren das ehemalige Gästehaus der Bundesregierung bei Bonn gekauft. Doch Schloss Gymnich war für das singende Lumpenproletariat eine Nummer zu groß. Mehr als 100.000 Euro soll der Unterhalt jährlich gekostet haben - zuviel für die fahrenden Musikanten. Denn die hatten damals schließlich noch nicht einmal etwas Ordentliches zum Anziehen.

War sonst noch was? Na klar: Frankreichs Première Dame Carly Bruni-Sarkozy ist seit dieser Woche zumindest ein bisschen schwanger. Sowohl ihr Schwiegervater als auch Mutter Marisa erklärten diversen Zeitungen, sich auf ihr Enkelkind zu freuen. "Ich bin mir sicher, dass es ein Mädchen wird und schön wie Carla", prophezeite Pal Sarkozy. Die Präsidentengattin selbst und auch der kleine Nikolas hüllen sich allerdings weiter in Schweigen, was die Gerüchteküche nur unnötig anheizt. Denn spätestes seit dieser Woche fragt sich nicht nur die Grande Nation: Wann war Schwarzenegger eigentlich zuletzt in Paris?