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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick Das ist Wahnsinn: Rente, Rente, Rente!


Eine frohere Botschaft hätte auch der Papst nicht verkünden können: Für Wolfgang Petry wird es kein Comeback geben. Dafür gab es ein Wiedersehen mit Claudia Effenberg beim Schleckalarm auf der Wiesn.
Von Stefan Mielchen

Er führte uns in die Hölle, Hölle, Hölle der guten Laune - doch damit ist es lange vorbei. Wolfgang Petry meidet aus Rücksicht aufs Publikum seit fünf Jahren die Öffentlichkeit und gab auf, was manch einer unter Gesang verstand. In dieser Woche wurde der Mann mit den angewachsenen Freundschaftsbändchen 60 - Wahnsinn! Weiß der Geier, wie er es geschafft hat - aber Wolle ist kaum wiederzuerkennen. Die Lockenpracht erschreckend ausgedünnt, die üppige Rotzbremse verschwunden - aus dem Festzeltschrecken ist ein No-Name geworden, und Sohn Achim versprach zum runden Geburtstag, dass das auch so bleibt: "Es wird kein Comeback geben" erklärte er - eine frohere Botschaft hätte auch der Papst in dieser Woche nicht verkünden können. Es reicht ja auch, dass Franz Hubert Wolfgang Remling, wie "Vatta" wirklich heißt, das neue Album seines Sohnes produziert. Ansonsten führt er ein durchschnittliches Rentnerleben, denn auch Schlagersänger sind nur Männer: Mutti teilt ihm das Taschengeld ein, statt Currywurst-Pommes gibt's jetzt Salat, und abends sortiert Wolle seine Briefmarkensammlung. Um es mit seinen Worten zu sagen: "Da geht mir voll einer ab."

Dergleichen würde Volksmusikwunder Stefan Mross wohl kaum über die Lippen kommen. Nachdem die Gazetten vergangene Woche hinaustrompeteten, dass bei ihm fremdgejodelt wurde, meldeten die Anwälte jetzt offiziell Vollzug: Trennung nach 17 Jahren an der Seite von Stefanie Hertel - das Leben ist eben kein Schlageridyll. "So a Stückerl heile Welt" jedenfalls nimmt den beiden keiner mehr ab, zumal auch sie kein Kind von Traurigkeit sein soll. Zumindest wollte "Bild" in dieser Woche herausgefunden haben, dass sich die 32-Jährige intensiv in einen Gitarristen verliebt habe. Ein echter Saitensprung eben. "Zupfen statt blasen" resümierte das Blatt - Musik ist Trumpf!

Carmen hat endlich ihren Norbert

Und wo wir schon mal beim Thema sind: Auch die gefürchtete ZDF-Moderatorin Carmen Nebel meldete sich in dieser Woche aus ihrer halbjährigen Sommerpause zurück und präsentierte ihre neue Liebe Norbert Endlich. Konsequent, wie die 55-Jährige nun mal ist, gab sie ein Interview zum Thema - um darin zu sagen, dass sie über Privates nur ungern spreche. Macht nix, dann malen wir uns eben aus, wie es so zugeht, wenn der Hausfreund heim kommt: Sie öffnet die Türe, setzt ihr natürliches Showgesicht auf und strahlt: "Norbert, endlich: Willkommen bei Carmen Nebel!"

Prächtig amüsierte sich in dieser Woche auch die versammelte B-Prominenz - das Oktoberfest wird schließlich nur deshalb alljährlich abgehalten, damit Stefan und Claudia Effenberg sich im dortigen Blitzlichtgewitter die Zungen möglichst tief in die Hälse schieben können. Heuer wurde besonders intensiv geschleckt - in Käfers Wiesn-Schänke feierte Claudia ihren 46. Geburtstag. Was, schon so alt? Das sieht man der Spielerfrau aber wirklich nicht an! Hyaluronsäure und Ultraschall auf Gesicht und Dekolleté bewirken wahre Wunder: "Ich mache das seit sechs Wochen und sehe fünf Jahre jünger aus", berichtete Claudia, als ihre Zunge wieder Zeit zu sprechen hatte. 140 Euro kostet jede Behandlung: "Das gönne ich mir einmal die Woche." Allerdings sollte sie es nicht zu weit treiben: Wenn Claudia bereits heute fünf Jahre jünger wirkt, dann sieht sie in 30 Wochen aus wie süße 16 - und wäre damit wohl ein Fall für Lothar Matthäus.

Eine Torte für das "Katzi"

Apropos Jungbrunnen: Auch wenn der Wiener Opernball noch weit entfernt ist, meldete sich dessen Faktotum Richard "Mörtel" Lugner in dieser Woche in den Schlagzeilen zurück - man kann ja nie wissen, wann es sich ausgetanzt hat. Der 78-Jährige präsentierte seiner 56 Jahre jüngeren Freundin Anastasia Sokol unter entsprechendem Presserummel zum Geburtstag eine riesige Torte - und "Katzi" ließ das Mausen nicht! Ganz gegen ihre Gewohnheit aß sie ein Stück davon, und auch sonst scheint alles prima zu laufen. "Ich wiege knapp zehn Kilo mehr", verriet die 22-Jährige der Zeitung "Österreich". Welch freudiges Ereignis! Bei einer Ausgangslage von 35 Kilo ist das ein echter Fortschritt. "Wir sind gerade einmal bei null", redete sich Mörtel die Magersucht schön, "wenn man am Start steht, weiß man nie, wie man ins Ziel kommt ..." Gut, einen solch weisen Greisen an seiner Seite zu wissen.

War sonst noch was? Na klar! Die Erkenntnis, dass man mit Speck Mäuse fängt, gilt auch hierzulande. Blöd nur, wenn einen die Mäuse direkt in den Knast führen - so wie es Karsten Speck ergangen ist. Der Schauspieler mit den extrem anspruchsvollen Rollen ("Hallo Robbie") saß wegen Betruges und Steuerhinterziehung im Knast. Fünf Jahre lautete das Urteil im Dezember, jetzt wurde der 51-Jährige vorzeitig entlassen. "Ein Promi-Bonus ist nicht zu erkennen", erklärte die für Resozialisierungsfragen zuständige "Bunte" vorsorglich. Klar: Ab C-Status abwärts gibt's hierfür ja auch keinen Grund mehr. Speck wollte sich aktuell nicht äußern und ließ den Wunsch übermitteln, seine Privatsphäre zu respektieren. Nichts lieber als das: Du uns nämlich auch ...


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