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Ängste einer Ex-Mormonin Amy Adams hadert mit religiösen Schuldgefühlen


Vier Mal wurde Amy Adams für einen Oscar nominiert, jetzt ist sie das Objekt der Begierde des Mannes aus Stahl: "Superman". Im Privatleben spürt sie die negativen Folgen ihrer religiösen Erziehung.

Unter amerikanischen Filmbloggern gilt Amy Adams als heiße Kandidatin auf den inoffiziellen Titel "Beste Schauspielerin, die nie einen Oscar gewonnen hat". Vier Mal war sie nominiert, jedes Mal strahlte ihr eine Kollegin von der Bühne entgegen. Zuletzt war sie für die Darstellung der fanatischen Ehefrau eines Sektengurus in "The Master" von Paul Thomas Andersen als beste Nebendarstellerin nominiert worden.

Für Adams eine Rolle zu der sie auch einen persönlichen Bezug hat, da sie als Mormonin erzogen wurde. Obwohl die 38-jährige Schauspielerin diese strikte Glaubensrichtung heute nicht mehr praktiziert, hat die Erziehung deutliche Spuren hinterlassen. So plage sie nach wie vor ein schlechtes Gewissen, wenn sie gegen die Wertvorstellungen, die ihr als Kind nahegelegt worden sind, verstoße. Als zweifelnde Nonne in dem Film "Glaubensfrage" war Adams ebenfalls für einen Oscar nominiert worden.

Der britischen Tageszeitung "The Sun" sagte sie: "Ich fürchte, dass ich auf ewig die Last einer Lüge spüren werde. Ich gehe mit mir selbst sehr hart ins Gericht. Religiöse Schuldgefühle lassen nicht nach. Man kann sich nicht wirklich daneben benehmen, ohne anschließend ein schlechtes Gewissen zu haben - das ist zumindest bei mir der Fall. Selbst wenn ich mit Freunden ausgehe und wir uns in Bars oder Clubs ein bisschen zu sehr gehen lassen, dann wache ich am nächsten Morgen auf und fühle mich etwas hin und her gerissen, ob ich zu viel Spaß hatte oder nicht."

Obwohl sie in ihrem eigenen Leben die negativen Auswirkungen zu spüren bekommt, glaubt Adams nicht, dass Religion gänzlich überflüssig ist. "Religion kann eine positive Sache in den Leben der Menschen sein", findet die Darstellerin, die demnächst als Lois Lane in dem neuen "Superman"-Film "Man of Steel" zu sehen sein wird.

ono/Bang

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