Blake Lively und Justin Baldoni
Ihr Rechtsstreit geht trotz Einigung weiter

Blake Lively (l.) und Justin Baldoni im Februar auf dem Weg ins Gericht.
Blake Lively (l.) und Justin Baldoni im Februar auf dem Weg ins Gericht.
© action press / Javier Mateo / BACKGRID

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Der Streit zwischen Blake Lively und Justin Baldoni geht weiter. Nach der Einigung im April folgt am Montag der nächste Gerichtstermin.

Der Rechtsstreit zwischen Blake Lively (38) und Justin Baldoni (42) scheint auch nach einer außergerichtlichen Einigung noch nicht beendet zu sein. Am Montag treffen die beiden Parteien laut einem Bericht der "Daily Mail" erneut vor Gericht aufeinander. Im Mittelpunkt steht diesmal die Frage, ob Baldoni der Schauspielerin Schadenersatz zahlen muss, nachdem seine Verleumdungsklage gegen sie abgewiesen wurde.

Lively und Baldoni arbeiteten gemeinsam an der Verfilmung von "Nur noch ein einziges Mal", in der er Regie führte und neben ihr eine Hauptrolle übernahm. Der Konflikt zwischen den beiden eskalierte Ende 2024 und entwickelte sich zu einem der aufsehenerregendsten Hollywood-Rechtsstreits der vergangenen Jahre.

Die Schauspielerin verlangt der "Daily Mail" zufolge nun, dass Baldoni ihre Anwalts- und Verfahrenskosten übernimmt. Darüber hinaus fordert sie nach Angaben ihrer Anwälte einen dreifachen Schadenersatz sowie Strafschadenersatz. Wie hoch die Summe letztlich ausfallen könnte, ist bislang unklar. Medienberichten zufolge sollen beide Seiten während ihres juristischen Schlagabtauschs insgesamt rund 60 Millionen US-Dollar für Anwälte ausgegeben haben.

Lively und Baldoni einigten sich im April außergerichtlich

Ursprünglich hatte Lively Baldoni wegen sexueller Belästigung verklagt und ihm vorgeworfen, nach ihren Beschwerden eine gezielte Schmutzkampagne gegen sie gestartet zu haben. Sie forderte dabei 160 Millionen US-Dollar Schadenersatz.

Im April wies ein Richter jedoch große Teile ihrer Klage ab, darunter sämtliche Vorwürfe der sexuellen Belästigung. Wenige Wochen später einigten sich beide Parteien außergerichtlich. Dabei floss offenbar kein Geld.

Baldoni hatte seinerseits im Januar 2025 eine Verleumdungsklage über 400 Millionen US-Dollar gegen Lively, ihren Ehemann Ryan Reynolds sowie die Zeitung "The New York Times" eingereicht. Er argumentierte, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe seien falsch und hätten seinen Ruf schwer beschädigt.

Diese Klage wurde später abgewiesen. Der Grund: Lively hatte ihre Vorwürfe zunächst bei der kalifornischen Bürgerrechtsbehörde eingereicht. Nach Auffassung des Gerichts waren ihre Aussagen dadurch rechtlich geschützt.

Kalifornisches Gesetz ist Grundlage der Forderung

Lively stützt ihre aktuelle Forderung auf ein kalifornisches Gesetz aus dem Jahr 2023. Die Regelung wurde im Zuge der #MeToo-Bewegung verabschiedet und soll Menschen schützen, die Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens melden. Nach Ansicht ihrer Anwälte soll das Gesetz verhindern, dass Betroffene durch kostspielige Verleumdungsklagen eingeschüchtert werden. Wer eine solche Klage erfolglos einreiche, könne zu erheblichen finanziellen Sanktionen verpflichtet werden.

Livelys Anwalt Michael Gottlieb argumentiert, Baldonis Klage sei genau die Art von Verfahren gewesen, die der Gesetzgeber verhindern wollte. Deshalb stehe seiner Mandantin nicht nur die Erstattung ihrer Kosten zu, sondern auch zusätzlicher Schadenersatz.

Die Anhörung findet am Montag vor einem Bundesgericht in Manhattan statt. Beide Seiten erhalten jeweils 30 Minuten Zeit für ihre Argumente. Weder Lively noch Baldoni werden voraussichtlich persönlich anwesend sein. Sobald der Richter eine Entscheidung getroffen hat, besteht für keine der beiden Parteien die Möglichkeit, Berufung einzulegen. Damit könnte die Anhörung zwar nicht den gesamten Konflikt beenden, wohl aber eine der letzten offenen Fragen in dem langwierigen Rechtsstreit klären.

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