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Promi-Reaktionen zum Brexit: Wie wäre es mit der irischen Staatsbürgerschaft?

Sängerin Lily Allen gehörte zu den Prominenten, die sich öffentlich gegen den Brexit aussprachen. Umso entsetzter ist die 31-Jährige nun über das Ergebnis. Allen und weitere Stars reagierten via Twitter auf das Votum.

Lily Allen

Lilly Allen machte sich öffentlich für den Verbleib Großbritanniens in der EU stark

Die Briten wollen raus aus der EU. In einem historischen Volksentscheid votierten 51,9 Prozent für den Brexit. Zahlreiche Prominente reagierten via Twitter auf das Votum - und zeigen sich erschüttert.

Sängerin Lily Allen twitterte "Millennials, wir sind richtig, richtig gefickt" und wies damit auf die junge Generation hin, die laut Hochrechnungen mehheitlich für den Verbleib in der EU stimmte. Den Austritt befürworteten vor allem Briten, die 50 Jahre und älter sind. 

Allen, selbst 31 Jahre alt, kommentierte den Tweet einer Frau, die äußerte, nun die irische Staatsbürgerschaft für ihren Sohn beantragen zu wollen. "Ich werde dasselbe für meine Töchter tun", schrieb Lily Allen, die zwei Kinder im Alter von drei und vier Jahren hat. 

Auch Comedian James Corden wies auf die Folgen des Brexits für die junge Generation hin. "Es tut mir so leid für die Jugend in Großbritannien. Ich befürchte, ihr wurdet heute hängengelassen", twitterte der 37-Jährige.

Schauspieler Hugh Lurie äußerte sich ironisch zum Wertverlust des britischen Pfunds und wies auf die laufende Fußball-Europameisterschaft hin: "Englische Fans werden am Montag 25 Pfund für eine Flasche Bier bezahlen." Am Montag spielt England im Achtelfinale gegen Island.

Niall Horan, Sänger der britischen Band One Direction, sprach von einem "traurigen Tag".

Schriftstellerin J.K. Rowling twitterte "Goodbye, UK" und fürchtet offenbar das Auseinanderbrechen des Vereinigten Königreichs. "Schottland wird jetzt die Unabhängigkeit anstreben. Camerons Vermächtnis wird sein, zwei Staatenbündnisse zerbrochen zu haben. Beides hätte nicht sein müssen", so Rowling weiter.

Unternehmer Richard Branson mahnte, dass der Brexit den Wohlstand Großbritanniens mindern und die Stabiltät in Europa gefährden werde.

Auch die ehemaligen Fußballprofis Michael Owen und Gary Lineker zeigten sich enttäuscht. "Ich habe nicht erwartet, mit diesen Nachrichten aufzuwachen", twitterte Owen, der von 1998 bis 2008 in der englischen Nationalmannschaft spielte.

Gary Lineker, der in den Achtzigern Nationalspieler war, kommentierte: "Egal, wie es ausgeht, Farage wird immer ein Arschloch bleiben." Rechtspopulist Nigel Farage ist der Chef der EU-feindlichen Unabhängigkeitspartei Ukip. Zudem schrieb Lineker, er schäme sich für seine Generation, weil sie ihre Kinder und Kindeskinder im Stich gelassen habe.

Der frühere Formel-1-Weltmeister Damon Hill twitterte: "Ich glaube, wir werden alle einen Kater haben und dann aufwachen mit einer verdammt großen Sauerei, die wir aufräumen müssen. (...) Das war ein Votum gegen alle Politiker. Mit anderen Worten: Anarchie."

Schauspielerin Liz Hurley gehörte dagegen zu den Brexit-Befürwortern. Sie twitterte ein Foto von sich, das sie mit britischer Flagge und Champagnerflasche versah.

jum