Britney Spears Mama kommt zur Rettung


Die neueste Wendung im Fall Britney Spears: Jamie Spears besucht ihre Tochter in Los Angeles. Geht es nun mit einem Stoßgebet aus der Krise?
Von Frank Siering, L.A.

Zunächst verpasste Britney Spears ihr erstes vereinbartes Treffen mit den beiden Söhnen Jayden James und Sean Preston, weil ihre Klingel im Haus nicht funktionierte, und dann ließ sie in letzter Verzweiflung plötzlich die eigentlich schon verstoßene Mutter aus Louisiana einfliegen. Das Chaos des gefallenen Popsternchens kennt keine Grenzen mehr. Britney hatte sich so auf ihre Jungs gefreut. Deshalb wollte sie auch, dass Ex-Ehemann Kevin Federline, er besitzt laut Gerichtsbeschluss bekanntlich das temporäre Sorgerecht, die Kids im Beverly Wilshire Hotel abliefert. Dort residiert Spears im Moment. Warum, weiß keiner so genau. Besitzt sie doch sowohl in Beverly Hills (fünf Minuten vom Hotel entfernt) wie auch in Malibu große Häuser mit geräumigen Kinderzimmern. Aber seit einigen Tagen hüpft die 25-Jährige von Hotel zu Hotel in Los Angeles.

Federline-Anwalt Mark Kaplan zeigte sich empört und verweigerte die Ablieferung der Kinder im Hotel. Spears gab klein bei und fuhr nach Hause in ihre Beverly Hills Villa. Als der Bodyguard von Federline mit den Kids auftauchte funktionierte die Gegensprechanlage nicht. Nach 45 Minuten gab der Bodyguard auf und fuhr wieder weg. Das erste vereinbarte Mama-Meeting war somit hinfällig.

Mama kommt zur Hilfe

Spears erlitt danach angeblich einen Nervenzusammenbruch und rief dann in letzter Verzweiflung ihre Mutter in Louisiana an. Mutter Lynne, bis dato aus dem Leben ihrer Tochter verbannt, weil sie nach bisherigen Angaben von Tochter Spears angeblich ein Techtelmechtel mit Kevin Federline haben soll, stieg sofort ins Flugzeug Richtung Los Angeles und brachte auch gleich noch Britneys Schwester Jamie Lynn als moralische Stütze mit.

Kommentieren wollte Mama Spears die Begegnung mit der Tochter nicht. Nur soviel ließ sie heraus: "Wir beten für Britney, wir hoffen, dass wir gestärkt aus dieser Krise hervorgehen." Und zum ersten Mal seit Wochen klingt so etwas wie Hoffnung im Trauma von Spears durch. Zum ersten Mal scheint das gefallene Popsternchen etwas richtig zu machen. Sie sucht Rat bei der Familie und nicht bei irgendwelchen Pool- und Starbucks-Bekanntschaften.

Nächste Station: Reha-Klinik

Die Gerüchteküche in Los Angeles brodelt derweil weiter. Angeblich soll auch Mutter Spears der Tochter raten, ein für allemal das immer offensichtlicher werdende Drogenproblem zu bekämpfen. Ein Abgesandter aus dem Spears-Lager habe demnach schon nach einem freien Platz in einer Reha-Klinik in der Karibik gefragt. Geht es nach der Mutter, dann wird Britney wie ihre Altersgenossin Lindsay Lohan schon sehr bald Hollywood verlassen, um endlich ganz "clean" zu werden. Positive Nachrichten erreichen die Fans von Spears von Jive Records. Das Plattenlabel hat der Sängerin seine volle Unterstützung zugesagt. "Wir stehen an der Seite von Britney Spears", so ein Sprecher von Jive. Gleichzeitig gab das Label bekannt, dass die neue CD von Spears mit dem Titel "Blackout" auf den Markt kommen wird. "Blackout" heißt übersetzt soviel wie "Aussetzer" und reflektiert natürlich auf so vielen Ebenen das momentane Leben von Britney Spears. Bleibt zu hoffen, dass Mama Spears die Tochter endlich zur Vernunft bringen kann, damit nicht schon bald der nächste "Blackout" die zarten Versuche eines echten Comebacks zerstört


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