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Charlie Sheen angeblich drogenfrei: Der, der sich selbst therapierte

Keine Hollywood-Persönlichkeit musste im letzten Jahr so viel Hohn und Spott über sich ergehen lassen und keinem schien das alles dabei so egal zu sein wie Charlie Sheen. Er hat aber aus seinen Fehlern gelernt - zumindest ein bisschen.

Drogen nicht mehr, Alkohol nicht weniger: Für Charlie Sheen gibt es zwischen den Süchten feine Unterschiede, welche Entzugskliniken nur unzureichend zu würdigen wissen. "Es ist nichts, was für alle nach dem selben Schema funktioniert", sagte Sheen in der Fernsehsendung "Good Morning America" über Entziehungskuren, "und es war nicht das Richtige für mich." Dennoch habe er aufgehört Drogen zu konsumieren.

Nach seinem spektakulären Abgang bei der Serie "Two and a Half Men" und einem anschließenden emotionalen Amoklauf im vergangenen Jahr zeigte Sheen in dem Interview auch etwas, das ihm im letzten Jahr kaum jemand zugetraut hätte: Reue. Er sei definitiv zu weit gegangen, sagte er, ohne zu detailliert zu erklären was genau er damit meine. Aber wenn er die Möglichkeit hätte seinem Selbst vom März 2011 einen guten Rat zu geben, dann würde er sagen: "Lass dir einen Bart wachsen und geh nach Mexiko."

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Beim Thema Alkohol kehrte Sheen zu alter Stärke zurück. Die USA seien das Land in dem immer "Miller Time" sei, philosophierte der 46-Jährige. Womit sich auch die Frage nach seinem Lieblingsbier geklärt hätte. Doch es ging noch besser: "Gerade ist irgendwo auf der Welt Happy Hour." Grandios! Sheen ist zurück – zumindest ein bisschen.

Nüchtern oder nicht trocken, das ganze Interview kann als gelungene PR-Aktion für seine neue Serie bewundert werden. Ab dem 28. Juni wird er im amerikanischen Fernsehen als Baseball-Trainer zu sehen sein, der sich zum Therapeuten umschulen lässt – Fachgebiet Aggressionsbewältigung. Der Titel der Serie ist dazu passend "Anger Management". Wann und auf welchem Sender die neue Serie in Deutschland zu sehen sein wird, steht allerdings noch nicht fest.

ono/Bang
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