VG-Wort Pixel

Außergerichtliche Einigung Ungeschützter Sex trotz HIV: Jetzt muss Charlie Sheen dafür bezahlen

Charlie Sheen
Charlie Sheen auf der 5. German Comic Con in Dortmund 2019 in den Westfalenhallen
© Nicole Kubelka/Geisler-Fotopress / Picture Alliance
Nach fünf Jahren wurde eine Einigung zwischen Charlie Sheen und der Klägerin erzielt. Es geht darum, dass Charlie Sheen trotz einer HIV-Erkrankung und ohne Vorwarnung Sex mit ihr gehabt haben soll.

Die Frau, die Charlie Sheen 2017 anzeigte, möchte anonym bleiben. Sie wirft dem Schauspieler vor, dass er trotz seiner HIV-Erkrankung mit ihr ungeschützten Sex hatte, ohne sie darüber zu informieren, dass er unter der sexuell übertragbaren Erkrankung litt. In den Unterlagen wird sie als Jane Doe geführt. Ein Platzhalter im Englischen wie Max Mustermann. Der Prozess, den die Frau 2017 in Gang gesetzt hatte, kam nun zu einem Ergebnis.

Seit 2011 soll Charlie Sheen bereits bekannt sein, dass er unter dem Humanes Immundefizienz-Virus, kurz HIV, leidet. Jane Doe soll im Jahr 2015 mit ihm eine Affäre gehabt haben. Sie behauptet, dass er ihr seine Erkrankung verschwiegen habe, selbst auf die Nachfrage nach Geschlechtskrankheiten soll der Schauspieler gesagt haben, dass alles in Ordnung sei. 

Nach dem Sex kam dann eine unerwartete Wendung. Laut der Frau soll er ihr zwei Pillen gereicht haben, die die Übertragung des Virus verhindern sollen und gab zu, dass er an HIV erkrankt sei. Dann habe Sheen ihr auch noch eine Geheimhaltungsvereinbarung unter die Nase gehalten und sie um eine Unterschrift gebeten. Die Frau gab an, danach panisch das nächste Krankenhaus aufgesucht zu haben. So die Aussage der Dame vor Gericht, die Sheen aufgrund dieses Sachverhalts 2017 angezeigt hatte. 

Charlie Sheen: Rechtsstreit mit Klägerin beigelegt

Das Ergebnis des Prozesses ließ fünf Jahre auf sich warten. Doch nun konnten sich Charlie Sheen und die Klägerin außergerichtlich auf ein Schmerzensgeld in Höhe von 120.000 Dollar einigen. Laut des amerikanischen News-Portals "TMZ" geht das aus Unterlagen hervor, die am vergangenen Mittwoch beim L.A. County Superior Court aufgetaucht sein sollen. Die Summe soll aber nicht im Ganzen ausgezahlt werden, sondern in einer monatlichen Ratenzahlung von 10.000 Dollar für ein Jahr, so lautet die außergerichtliche Einigung.

Charlie Sheen machte seine Erkrankung am 17. November 2015 dann in der "Today Show" öffentlich. Damals gab er zu, dass er zwei Sexualpartnerinnen in der Vergangenheit seine Infektion verschwiegen habe. Er beteuerte jedoch, dass es sich dabei um geschützten Sex gehandelt haben soll.

Quelle: TMZ

Mehr zum Thema

Newsticker