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Podcast "Paardiologie": Charlotte Roche blüht in der Corona-Krise auf – das hat einen tragischen Grund

Die Corona-Pandemie schlägt den meisten Menschen gewaltig auf die Laune. Nicht jedoch Charlotte Roche: Die Autorin befindet sich in einem Stimmungshoch. Im Podcast erklärt sie, warum das so ist.

Charlotte Roche

Charlotte Roche geht es gerade richtig gut.

DPA

Die gegenwärtige Lage schlägt vielen Menschen aufs Gemüt. Das Eingepferchtsein in den eigenen vier Wänden, dazu möglicherweise Verdienstausfall und der Ausblick in eine ungewisse Zukunft führt dazu, dass meisten Leute gerade gedrückter Stimmung sind. 

Nicht so Charlotte Roche. Die 42-Jährige befindet sich gerade in bester Verfassung. Im Podcast "Paardiologie" sprach sie ihr Ehemann direkt darauf an: "Kann es sein, dass du in der jetzigen Krise gute Laune hast, weil du dich bestätigt fühlst?"

Charlotte Roche ist ständig in Alarmstimmung

Die Autorin holte nun aus und erklärte den Grund, weshalb es ihr in der aktuellen Phase so gut geht. "Ich habe Alarmsysteme im Körper", sagte Roche. "In normalen Zeiten bin ich immer alarmiert." Das hänge mit Erlebnissen aus ihrer Vergangenheit zusammen. Roche spielt wohl auf ihre erste Hochzeit 2001 an, auf dem Weg dorthin verunglückten ihre drei Brüder tödlich. 

Heute findet sie: "Wem Schlimmes passiert ist, der liegt immer auf der Lauer." Sie denke, sie müsse jederzeit für eine "Superkatastrophe" gewappnet sein. Psychisch, aber auch logistisch, indem sie genug Lebensmittel und sonstige Utensilien vorrätig hat.

So befinde sie sich in friedlichen Zeiten immer im Erregungszustand - was so gar nicht zur Außenwelt passe. Andere halten sie deshalb oft für dramatisch: Sie suche extreme Beziehungen, fange extremen Streit an. Denn die Katastrophe in ihr soll gleichziehen mit der Außenwelt.

Wie Kirsten Dunst in "Melancholia"

Das ist gerade anders: "Jetzt ist das, was draußen passiert, im Gleichklang mit drinnen", sagte Roche. Ihrem Mann fiel dazu ein passender Film ein und verglich sie mit Kirsten Dunst in Lars von Triers Film "Melancholia". Darin spielt Dunst eine depressive Frau, die aufblüht, als ein Meteorit auf die Erde zurast. Während die anderen Menschen panisch werden, wird sie immer ruhiger, weil endlich das Außen mit dem Innen zusammenpasst. 

Martin Keß-Roche könne die aktuelle Zeit dagegen nicht genießen. Dabei müsste es ihm eigentlich gut gehen. Denn er ist nicht gerne unter Menschen und hat schon öfters gesagt, Quarantäne sei sein Ideal. Doch die nebulöse Zukunft verhindert, das der Medienmanager entspannen kann. 

Charlotte Roche

Zudem haben die beiden einen konträren Umgang mit Informationen über Corona: Während er alles fernhalten möchte, will sie alles reinholen und saugt jegliche Informationen über die Pandemie auf.

Dem häuslichen Frieden tut das keinen Abbruch: Die Stimmung zwischen den Ehepartnern ist so harmonisch wie schon seit Langem nicht mehr. Vielleicht ein weiterer Grund, weshalb Charlotte Roche die gegenwärtige Krise so genießt.

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