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Interview

Vox-Show "7 Töchter": Cheyenne Ochsenknecht: "Mein Vater hat sich lange Zeit nicht um mich gekümmert"

Cheyenne Ochsenknecht spricht im Interview mit dem stern unter anderem darüber, dass sich ihr Vater Uwe Ochsenknecht nach der Trennung sehr zurückgezogen hat. Auch über ihren viel diskutierten Auftritt bei "Promi Shopping Queen" spricht das Model. 

Cheyenne Ochsenknecht im Interview zu "7 Töchter"

Cheyenne Ochsenknecht ist beim neuen Vox-Format "7 Töchter" dabei

Cheyenne, Sie kommen aus einer sehr bekannten Familie: Vater, Mutter und Brüder stehen in der Öffentlichkeit. Sie kannten das also gar nicht anders. Hätten Sie sich manchmal gewünscht, etwas zurückgezogener zu leben? 

Es gibt immer mal wieder Zeiten, wo ich mir wünsche, dass nicht alles, was ich mache, gleich irgendwie beobachtet wird. Jeder macht ja manchmal Quatsch – bei mir und meinen Brüdern steht das gleich überall in der Zeitung und Leute reden darüber. Als ich mich das erste Mal auf einer Titelseite gesehen habe, weil ich mit 16 angeblich zu lange in einem Club war, habe ich richtig doll angefangen zu weinen, weil ich dachte, warum schreiben die so gemeine Lügen über mich? Mittlerweile lese ich es natürlich noch, aber es tut nicht mehr so weh. 

Warum haben Sie sich dafür entschieden, bei "7 Töchter" mitzumachen?

Für viele Menschen bin ich immer "die kleine Ochsenknecht". Es gibt so viele Sachen, die kaum jemand weiß. Ich bin mit 16 nach Paris gezogen und habe dort alleine gelebt und gemodelt. Als Cheyenne Savannah – ohne meinen Nachnamen, weil ich es alleine schaffen wollte. Ich habe ohne die Hilfe meiner Familie für die "Vogue" geshootet und bin bei der Paris Fashion Week gelaufen. Das wusste hier nicht einmal jemand. Meine Mutter war hinterher fast ein wenig traurig, weil sie nicht dabei war, als ich in Paris gelaufen bin, aber ich wollte es absichtlich nicht. Ich hatte auch viele Angebote aus Deutschland, die mich sehr gefreut haben, aber dieser Weg war der richtige für mich. Es war oft sehr hart und einsam, aber es hat mich stark gemacht. Mittlerweile habe ich Agenturen in Paris, London, Lissabon, Barcelona und Mailand. Alles ohne meinen Nachnamen. 

Jetzt bin ich bereit, dass die Leute mich hier kennenlernen, weil ich selber etwas erreicht habe. Ich möchte, dass die Menschen mich kennenlernen, wie ich bin. Mit allen meinen Schwächen und meinen Stärken. Ich bin mehr als Jimis und Wilsons kleine Schwester und ich glaube, das kann ich in "7 Töchter" gut zeigen, weil sie mich lange begleitet haben.

Dann sind Sie ja wirklich viel unterwegs. Ist Ihr Familienleben durch Ihre Jobs chaotischer oder stellt man sich das nur so vor? 

Unser Familienleben ist absolut normal. Etwas chaotisch, wie man sich bestimmt vorstellen kann. Wir sind ja alle viel unterwegs, aber meine Mutter und meine Brüder und ich treffen uns wann immer es geht, wir kochen zusammen, gehen mit den Hunden Gassi.

Und wie ist die Beziehung zu Ihrem Vater seit der Trennung deiner Eltern?

Ich war vorher immer ein Papa-Kind. Auf einmal war er nicht mehr da und hat sich lange Zeit auch nicht wirklich um mich gekümmert und ich habe ihn kaum gesehen. Mittlerweile ist unser Verhältnis wieder etwas besser, aber so eng und liebevoll, wie es mal war, ist es nie wieder geworden. Jetzt bin ich absolutes Mama-Kind. 

Wie haben Sie die Trennung damals erlebt? Sie ging ja schon durch die Öffentlichkeit.

Eine Trennung ist ja für ein Kind niemals leicht. Wenn dann noch alle drüber reden und es in jeder Zeitung steht, macht es das nicht einfacher. Jeder hatte eine Meinung, jeder hat mich darauf angesprochen. Das hat mein ganzes Leben total durcheinander gebracht. Ich bin ja dann mit meiner Mutter von München nach Berlin gezogen, weil ich es dort einfach nicht länger ausgehalten habe.

Zu Ihren Brüdern scheinen Sie ein sehr gutes Verhältnis zu haben.

Wir sind beste Freunde. Wir unternehmen viel gemeinsam und sie sind auch Beschützer. Ich hatte lange Zeit kaum Kontakt zu meinem Vater. Da haben sie auch diese Rolle übernommen. Wenn ich zum Beispiel einen Jungen kennenlerne, schauen sie ihn sich genau an.

Nach Ihrem 18. Geburtstag standen Sie wegen Alkohols am Steuer in den Schlagzeilen. Wie kam es dazu? Und wie betrachten Sie die Situation jetzt?

Ich hatte auf einer Party nichts gegessen und ein bisschen Sekt getrunken. Das war eine große Dummheit, die mir sehr leid tut. Das wird mir nie wieder passieren. 

Sie sind derzeit vor allem als Model tätig. Möchten Sie das in Zukunft so beibehalten? Oder was sind Ihre weiteren Pläne? Möchten Sie auch Ihren Instagram-Kanal weiter ausbauen, vielleicht auch werblicher?

Ich arbeite und verdiene mein Geld als Model. Natürlich arbeite ich auch mal mit Firmen zusammen, die ich gut finde und poste sie bei Instagram, um sie meinen Followern vorzustellen, aber ich sehe mich nicht als klassische Influencerin.

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GNTM war für Sie keine Option, um einen Fuß ins Model-Business zu setzen.

GNTM ist ein Sprungbrett für junge Mädchen, die ganz neu beginnen. Am Ende suchen sie aber keine Models, sondern Influencerinnen. Das ist total okay, aber nichts für mich. Ich arbeite ja bereits als Model.

Vor kurzem hat man Sie bei "Promi Shopping Queen" auf Vox gesehen. Ein Wunsch, wie Sie sagten? 

Absolut. Meine Mutter hat die Sendung ja schon zwei Mal gewonnen. Ich wollte das auch immer machen. Als die Anfrage kam, habe ich direkt ja gesagt.

Die Reaktionen waren zum Teil negativ: Sie kamen überheblich und arrogant rüber, hieß es.

Ich habe einfach rumgealbert, aber es gibt natürlich immer Menschen, die das zu ernst nehmen oder einen anderen Humor haben. Das kam leider etwas anders rüber und man hat es nicht so verstanden, wie es gemeint war. Wenn man mich kennt, weiß man, dass das Sprüche waren und ich privat eigentlich sogar eher schüchtern bin.

Nehmen Sie sich fiese Kommentare generell zu Herzen?  

Ich bin immer offen für Kritik, wenn sie ernst gemeint ist und man mich direkt anspricht. Da höre ich zu, kann vielleicht erklären, wie ich das sehe oder auch feststellen: "Ja, die Person hat Recht."

Fiese Kommentare bei Instagram haben mich anfangs verletzt, aber mittlerweile denke ich, die kennen mich ja nicht und hätten bestimmt auch nicht den Mut, mir diese Sachen ins Gesicht zu sagen. Das sind traurige Personen, die nichts anderes im Leben haben als einem Teenager etwas Gemeines über Social Media zu schreiben.  

Bekommen Sie viele Nachrichten von Verehrern auf Instagram? 

Ich bekomme immer wieder Nachrichten bei Instagram, aber ich glaube das ist nicht die richtige Art jemanden kennenzulernen. 

Sie sagten bei "Promi Shopping Queen", dass Sie sich keine Beziehung mehr vorstellen können – mit 19! Vielleicht ändern Sie Ihre Meinung ja doch noch mal?

Bestimmt (lacht).

Sie haben mal in Paris gelebt, wie Sie erzählten. Könnten Sie sich das für die Zukunft also vorstellen?

Ich habe ja lange in Paris gelebt, das hat mir sehr gut gefallen. Ich würde super gern einmal in New York wohnen, aber meine Freunde und Familie sind ja hier. Ich komme also immer wieder zurück.

Neue Vox-Show "7 Töchter": Diese Promi-Töchter plaudern aus dem Nähkästchen

"7 Töchter" ist ab heute, den 9. Juli, immer dienstags um 20.15 Uhr auf Vox zu sehen. Neben Cheyenne Ochsenknecht erzählen Lilith Becker, Lili Paul-Roncalli, Lou Beyer, Caroline Bosbach, Laura Karasek und Elena Carrière von ihrem Leben als Promi-Töchter.