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Chronolgie: Der Fall Michael Jackson

US-Popstar Michael Jackson ist wegen versuchter Entführung und unzüchtiger Handlungen mit einem krebskranken Minderjährigen angeklagt. Eine Chronologie des Falles.

Februar 2003: In einer BBC-Dokumentation gibt der Pop-Star zu, mit Kindern im selben Bett zu schlafen. Sexuelle Kontakte zu Kindern bestreitet Jackson.

Juni:

Angeblich informiert ein Psychotherapeut die Polizei im kalifornischen Santa Barbara über Vorwürfe eines von ihm behandelten Jungen gegen Jackson.

18. November:

Die Polizei durchsucht Jacksons Neverland-Ranch bei Santa Barbara.

20. November:

Wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs wird Jackson verhaftet. Gegen eine Kaution in Höhe von drei Millionen Dollar kommt er wieder frei.

27. November:

Wie bekannt wird, soll der Junge, der Jackson beschuldigt hat, im Februar auf einer Tonaufnahme gesagt haben, der Sänger habe sich ihm gegenüber «nie ungehörig benommen».

11. Dezember:

Nach Berichten des Fernsehsenders CNN sind die Aussagen des 13-Jährigen zu Gunsten Jacksons durch Einschüchterungen zu Stande gekommen.

19. Dezember:

Jackson wird offiziell wegen Kindesmissbrauchs in mehreren Fällen angeklagt.

29. Dezember:

In einem Interview des US-Fernsehsenders CBS sagt Jackson, die Eltern des Jungen hätten das Kind aus Geldgier zum Lügen veranlasst.

16. Januar 2004:

Bei seinem ersten Auftritt vor Gericht beteuert Jackson seine Unschuld. Fans feiern den Popstar nach der Anhörung.

April:

Die Zeugen-Anhörungen vor einem Geschworenengremium laufen unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

22. April:

Jackson wird von der Geschworenen-Jury wegen Kindesmissbrauchs angeklagt.

27. April:

Jackson trennt sich von seinen Anwälten Mark Geragos und Benjamin Brafman und ersetzt sie durch Thomas Mesereau aus Los Angeles.

30. April:

Der Popstar wird in zehn Punkten angeklagt, darunter der versuchten Kindesentführung und obszöner Handlungen an einem Minderjährigen. Anwalt Mesereau plädiert auf «nicht schuldig».

8. Juli:

Mesereau wirft Staatsanwalt Tom Sneddon Zeugeneinschüchterung vor und beantragt die Einstellung des Verfahrens.

28. Juli:

Der Beginn des Prozesses gegen Jackson wird auf den 31. Januar 2005 festgelegt.

4. September:

Michael Jackson räumt erstmals öffentlich ein, dass er sich das Schweigen von denjenigen erkauft hat, die ihn des sexuellen Missbrauchs von Kindern beschuldigen wollten.

4. November:

Der Popstar scheitert vor Gericht mit dem Antrag, Ankläger Sneddon von seinem Verfahren auszuschließen. Jacksons Anwälte hatten ihren Antrag damit begründet, der Staatsanwalt handele aus «persönlicher Feindseligkeit».

30. November:

Das Gericht am Superior Court in Santa Maria lehnt ohne Angaben von Gründen den Antrag der Anwälte ab, den jugendlichen Kläger erneut psychologisch untersuchen zu lassen.

21. Dezember:

Richter Rodney Melville lehnt den Antrag von Jackson-Verteidiger Mesereau ab, den Prozess um drei Monate zu verschieben.

14. Januar 2005:

Der wichtigste Zeuge der Anklage im Kindesmissbrauchs-Prozess gegen den Popstar schildert bei einer gerichtlichen Anhörung detailliert sexuelle Handlungen Jacksons an ihm.

29. Januar 2005:

Die Forderung der Staatsanwaltschaft, den inzwischen 15 Jahre alten jugendlichen Kläger nur hinter verschlossenen Türen zu hören, lehnt Richter Rodney Melville ab. Die Öffentlichkeit wird zugelassen, wenn der Junge seine Vorwürfe gegen Jackson erhebt.