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Interview im britischen TV: "Ich will wieder frei sein": Der Seelenstriptease des Cristiano Ronaldo

In einem ausführlichen Gespräch mit Piers Morgan gibt Cristiano Ronaldo einen Einblick in sein Leben. Als er Bilder seines verstorbenen Vaters sieht, bricht er in Tränen aus.

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Man kennt ihn als fantastischen Fußballer. Seine oberkörperfreie Jubelpose – jeden Muskel stellt er dann zur Schau. Jetzt hat Cristiano Ronaldo ein anderes Bild von sich gezeigt. Dem britischen Moderator Piers Morgan hat der Juventus-Turin-Star erzählt, wie es wirklich ist, Cristiano Ronaldo zu sein. Die Antwort: "langweilig". 

Cristiano Ronaldo: "Meine Privatsphäre ist verschwunden"

"Ich zu sein ist langweilig. Ein Teil davon ist fantastisch. Berühmtheit, auf der ersten Seite der Zeitung zu sein und im Fernsehen. Aber nach 15 Jahren, nach all der Zeit, will ich etwas Privatsphäre. In den letzten zehn Jahren ist meine Privatsphäre verschwunden", offenbart er. Er sei mit seinen Kindern nicht einmal im Park gewesen. "Wenn ich gehe, tauchen Leute auf und meine Kinder sind nervös, meine Freundin ist nervös, ich bin nervös. Wenn du in der Öffentlichkeit bist, kannst du nicht du selbst sein. Es ist langweilig. Ich will wieder frei sein", gesteht der 34-Jährige ehrlich. 

Cristiano Ronaldo

Cristiano Ronaldo wünscht sich seine Privatsphäre zurück

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Er traue nur vier Personen, gibt der Portugiese zu. Welche das sind, möchte er allerdings nicht verraten. Und er spricht auch über die Anschuldigungen der Vergewaltigung gegen seine Person, die er bis heute dementiert. "Eines Tages war ich mit meiner Freundin zu Hause im Wohnzimmer und dann kam die Nachricht, dass sie über Cristiano Ronaldo sprechen, dies und das", erzählt er. "Du hörst, wie deine Kinder die Treppe hinunterkommen und wechselst den Kanal, weil es mir peinlich war, ich schäme mich."

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Tränen bei dem Anblick seines Vaters

Aufgewachsen ist Cristiano Ronaldo in bescheidenden Verhältnissen. Die Mutter Köchin und Putzhilfe, der Vater Alkoholiker. Als Piers Morgan seinen berühmten Interviewgast mit einem 15 Jahre alten Video konfrontiert, bricht der in Tränen aus. In dem Clip zu sehen ist Ronaldos Vater, der erzählt, wie stolz er auf seinen talentierten Sohn ist. Nur ein Jahr später starb er an den Folgen seiner Alkoholsucht. "Ich dachte, das Interview wäre lustig, aber ich hatte nicht erwartet, zu weinen. Ich habe diese Bilder nie gesehen. (...) Aber ich kenne meinen Vater wirklich nicht zu 100 Prozent. Er war ein Trinker. Ich habe nie mit ihm gesprochen, wie bei einem normalen Gespräch. Es war hart", gibt er zu. 

Das Leben seiner eigenen Kinder könnte nicht anders sein. Sie wachsen im Reichtum auf, haben "Computer, gutes Essen auf dem Tisch", erzählt Ronaldo. Er wolle es seinem ältesten Sohn, den er Cristiano Jr. genannt hat, aber trotzdem nicht allzu leicht machen, damit er irgendwann seine eigenen Ziele erreicht – so wie er selbst.

Quelle: "Daily Mail"

ls