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Nach Sprung von Kreuzfahrtschiff: Daniel Küblböcks Vater erhebt schwere Vorwürfe gegen die Behörden - und verrät Details zum Grab

Seit seinem Sprung von der Aida gilt Daniel Küblböck als vermisst. Eine Mitschuld sieht sein Vater sowohl bei Küblböcks Schauspielschule als auch bei den Behörden. 

Daniel Küblböck

Daniel Küblböck gilt als vermisst

Picture Alliance

Zwei Monate nach seinem Sprung vom Kreuzfahrtschiff Aidaluna gibt Daniel Küblböcks Leben noch immer viele Rätsel auf. Auch sein Vater Günther Küblböck ist auf der Suche nach Antworten. Gegenüber der Zeitschrift "Bunte" verrät er, die Schauspielschule seines Sohnes als "einen Hauptauslöser der ganzen Tragödie" zu sehen. 

Daniel Küblböcks Vater erhebt Vorwürfe

Der ehemalige "Deutschland sucht den Superstar"-Kandidat hatte die Schule seit drei Jahren besucht, wollte Theaterschauspieler werden. "Er nahm die Ausbildung dort extrem ernst und war froh, dass im September alles vorbei gewesen wäre. Danach wollte er sich ein Engagement an einem deutschen Theater suchen", erzählt Küblböcks Vater. "Er liebte es, klassische Stücke zu spielen. Leider wählte die Dozentin dann dieses, aus meiner Sicht, völlig kranke Stück 'Unschuld: Das Leben auf der Praça Roosevelt' als Abschlussarbeit aus. Daniel musste einen Transvestiten spielen. Das wollte er zuerst nicht, plötzlich ging er voll auf in der Rolle. Er wollte ja einen guten Abschluss machen", sagt er der Zeitschrift. 

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Anderen Passagieren auf der Aidaluna war Küblböck auch wegen seiner Frauenkleidung aufgefallen. Dass seine Rolle tatsächlich etwas mit seiner Krise zu tun gehabt haben könnte, ist jedoch nichts weiter als eine Mutmaßung.

Sein Vater habe sich jedoch schon im August Sorgen gemacht und deshalb mit Behörden telefoniert. Er wollte offenbar, dass jemand seinem Sohn helfe. "Alle haben mir gesagt, wir könnten Daniel nicht gegen seinen Willen therapieren lassen. Die Kernaussage war eigentlich immer gleich: Erst müsse etwas Schlimmes passieren, dann könne reagiert werden. Mich macht dieses System einfach nur wütend", sagt Küblböck. "Es ist im Prinzip unterlassene Hilfeleistung, was Daniel widerfahren ist."

Kein Grabstein für Daniel Küblböck

Über 24 Stunden hatte sowohl die kanadische Küstenwache als auch das Kreuzfahrtschiff nach dem Passagier gesucht - vergeblich. Laut offizieller Richtlinien wird Küblböck sechs Monate nach dem Verschwinden als vermisst gelten. Erst dann wird er offiziell für tot erklärt. Ob die Familie eine Trauerfeier plane, erzählt der Vater im Gespräch mit "Bunte": "Wenn, dann nur im kleinsten Kreis. Einen Grabstein wird es auf keinen Fall geben. Ein Grab ohne die Person, um die es geht, wollen wir nicht. Daniel ist in unseren Herzen, in unserem Haus stehen überall Bilder von ihm", sagt er. 

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

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ls