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Gerüchte Darum kann Prinz Harry nicht der Sohn von James Hewitt sein

Prinz Harry und James Hewitt
Nicht verwandt: Prinz Harry (l.) und James Hewitt
© Picture-Alliance
Die Gerüchte flammen immer wieder auf: Prinz Harry sei nicht der Sohn von Thronfolger Charles, sondern das Ergebnis der Affäre zwischen Diana und Hofrittmeister James Hewitt. Warum das nicht stimmen kann.

Ist er Charles Sohn? Oder ist er es nicht? Seit drei Jahrzehnten -  Prinz Harry ist schließlich inzwischen 31 Jahre alt - flammen immer wieder diese Gerüchte auf. Sogar auf Wikipedia war zwischenzeitlich zu lesen, dass Harry der uneheliche Sohn von Rittmeister James Hewitt und Prinzessin Diana sei. So rothaarig und dem britischen Thronfolger Charles äußerlich gar nicht ähnlich - das könne doch nur ein Kuckuckskind sein.

Ein ehemaliger Bodyguard der Prinzenmutter Diana, Ken Wharfe, lässt das Thema nun wieder aufflammen. In einer aktualisierten Fassung seiner Memoiren schildert er die langjährige Affäre zwischen der verstorbenen Diana und dem Hofrittmeister James Hewitt in den späten 80er Jahren.

Prinzessin Diana und Hewitt lernten sich 1986 kennen

Kennengelernt hatte Diana den schneidigen Captain mit den roten Haaren aus der Royal Household Cavalry-Einheit im Sommer 1986 auf der Party einer ihrer Hofdamen. Sie sei gleich von ihm angetan gewesen, weil er so unbefangen mit ihr sprach - so habe sie es selbst laut Wharfe immer wieder erzählt.

Zu diesem Zeitpunkt war die Ehe zwischen Charles und Diana schon mehr als abgekühlt. Prinz Charles traf sich bereits vor der Geburt seines zweiten Sohnes Harry im September 1984 wieder heimlich mit seiner alten Flamme Camilla Parker Bowles. Das brachte Diana offenbar zu dem Entschluss, sich auch einen Liebhaber zu suchen. Da kam der gut aussehende 28-jährige Hewitt in schmucker Uniform gerade recht.

Hewitt stellte klar: Harry ist nicht sein Sohn

Die Beziehung mit Hewitt, voller heimlicher Treffen meist im Cottage seiner sehr diskreten Mutter auf dem Lande in Devon, sollte mit einer Unterbrechung gut fünf Jahre andauern. Es war Hewitt selbst, der in seinem Enthüllungsbuch "Princess in Love" 1994 pikante Details ausplauderte. Kein Gentlemen, dieser Offizier. Trotzdem kam das Buch für das Königshaus nicht ganz ungelegen. Hewitt stellte darin klar: Ich bin nicht der Vater von Harry.

Die Gerüchte hörten trotzdem nicht auf. Wo sie herkamen? Darüber gibt es nur Mutmaßungen. Wharfe schreibt in seinem Buch, Freunde von Charles, die von der Affäre Dianas wussten, hätten sie gestreut. Doch einen Gefallen haben sie dem Thronfolger damit nicht getan. 19 Jahre nach Dianas Tod gibt es immer noch Menschen, die der festen Überzeugung sind, dass Harry der Sohn von Hewitt sei.

Datenabgleich widerlegt These

Dabei ist die These absurd. Ein einfacher Abgleich der Daten genüge, um das Gegenteil zu beweisen, erklär Wharfe. Harry sei am 15. September 1984 geboren worden, was bedeute, dass er um die Weihnachtstage 1983 gezeugt worden sei. Diana habe Hewitt aber zum ersten Mal im Sommer 1986 getroffen, bestätigt ihr ehemaliger Bodyguard.

Warum die böse Behauptung doch immer wieder auftaucht? Weil die Geschichte einfach zu gut ist. Und weil Hewitt sich gerne immer wieder ins Gespräch bringen will. Im November 2015 versuchte er, inzwischen wohl in ernsthaften finanziellen Nöten, durch einen Strohmann in den USA ein Konvolut von um die 60 Briefen und Postkarten zu verkaufen, die Diana ihm einst geschrieben hatte, und ein paar Karten in krakeliger Kinderschrift vom kleinen Prinz William waren auch dabei. Abscheulich.

Die Gerüchte jedenfalls, Harry sei nicht der Sohn von Charles, entbehren jeder Grundlage. Woher Harry dann rote Haare hat? Wer sich einmal die Mühe macht, ein Bild von Charles Spencer, dem Bruder von Diana, zu betrachten, wird sofort erkennen, wo Harry seine roten Haare und sein Aussehen insgesamt her hat, nämlich aus seiner mütterlichen Familie.


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