Nur wenige Stunden nach ihrem Dschungelcamp-Aus zeigen sich Hubert Fella und Samira Yavuz gefasst und schildern, wie sie damit umgehen, dass ihnen der Sieg kurz vor dem Ziel doch noch durch die Finger glitt.
Hubert Fella wirkt dabei ausgesprochen gelöst. Ihm gehe es "sehr gut", sagt er, an den Dschungel denke er kaum noch. Er habe ausgiebig geschlemmt und sieben Stunden geschlafen. Dass er beim diesjährigen Dschungelcamp "nur" Dritter geworden sei, störe ihn nicht. Er sei froh, überhaupt unter den letzten Drei gelandet zu sein – auch wenn er sich natürlich gern "die Dschungelkrone geholt" hätte.
Dabei hatte Fella mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen. Er leidet an Diabetes und war während der Show mehrfach unterzuckert, berichtet er. Zudem sei sein Rücken von Mücken zerstochen gewesen, und als er auf eine Bohne biss, verlor er einen Zahn. Die Folge: eine Wurzelbehandlung und Zahnschmerzen. Außerdem habe er einen Meniskusriss erlitten und müsse nach seiner Rückkehr nach Deutschland operiert werden. "Ich hatte mehrere Baustellen im Dschungel, aber ich habe es gut überstanden".
Dennoch gönnt Hubert Fella Gil Ofarim den Sieg. In der ersten Woche sei es dem Sänger sehr schlecht gegangen, er habe kaum gesprochen. Erst in der zweiten Woche sei er spürbar aufgetaut.
Samira Yavuz erhielt nach Ofarim die zweitmeisten Anrufe und sicherte sich damit den zweiten Platz. Die alleinerziehende Mutter von zwei Kindern zeigt sich im Gegensatz zu Fella jedoch "verwundert" über den Sieg des umstrittenen Sängers. Sie sei ihm gegenüber lange skeptisch gewesen. Im Camp habe sie jedoch nichts an ihm auszusetzen gehabt: Er sei stets hilfsbereit gewesen, weshalb sie sein Verhalten nicht kritisieren könne.
Zuschauer wollten Dschungelcamp boykottieren
Den Sieg von Ofarim bewertet Yavuz dennoch ambivalent. Für seine Leistung und seine Hilfsbereitschaft habe er den Titel verdient. Gleichzeitig verweist sie auf den massiven Gegenwind im Vorfeld und fragt sich: "Wie geht denn das jetzt zusammen? Ein Gil, den man boykottieren wollte, ein RTL, was man boykottieren wollte, eine Sendung, die man nicht gucken wollte – und jetzt ist Gil der Dschungelkönig. Das war für mich alles auch ein bisschen viel zum Verarbeiten."
Für Samira Yavuz hatte der Aufenthalt im Dschungelcamp aber auch positive Seiten. In gemeinsamen Lagerfeuer-Gesprächen nutzte sie die Gelegenheit, mit Eva Benetatou über die Vergangenheit zu sprechen – Benetatou hatte eine Affäre mit Samiras Ehemann. "Ich muss meine Wahrheit aussprechen und ich konnte sie auch direkt an Eva adressieren. Mit dem, was ich alles sagen konnte, ist es dann auch für mich geklärt. Auch wenn Eva nachträglich gerne weiterhin in der Opferrolle hängen bleibt."
Trotz des verpassten Sieges zieht Yavuz ein positives Fazit: "Ich bin zwar nicht die Königin geworden, sondern die Prinzessin, aber es war dennoch für mich ein voller Erfolg. Ich habe mich selbst noch mal auf einer ganz anderen Ebene kennengelernt. Ich weiß jetzt, wie ich besser mit Triggern umgehen kann. Für mich war das ein voller Erfolg!"
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