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Hass und Hetze im Netz: "Ich habe keinen Bock mehr": Wütende Botschaft von Dunja Hayali auf Facebook

Die Moderatorin postet einen emotionalen Appell gegen Hass und Hetze. Für ihren Beitrag erhält sie nicht nur Lob und Anerkennung: In den Kommentaren finden sich auch widerliche Beleidigungen.

Dunja Hayali

Dunja Hayali hat auf Facebook einmal mehr deutlich ihre Meinung gesagt

DPA

Dunja Hayali ist dafür bekannt, dass sie (auch) im Internet deutlich ihre Meinung sagt. Mehrfach hat sie schon Haltung gezeigt – sehr regelmäßig gegen Hass und Hetze. Nun sorgt die ZDF-Moderatorin erneut für Aufsehen. Rund 30.000 Reaktionen, Kommentare und Shares sammelte ein Posting der 45-Jährigen. Es ist ein wütender Appell gegen rechtsradikales Gedankengut in unserer Gesellschaft.

"Keinen Finger breit den Extremisten, Terroristen, Radikalen, Lügnern und Populisten, die uns spalten und uns gegenseitig ausspielen wollen!", ist auf einer Zitatkarte zu lesen, die sie nach dem Mord an dem Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und den folgenden Reaktionen postete und auf die sie sich zu beziehen scheint, auch wenn sie den konkreten Fall nicht erwähnt.

Darunter formulierte sie eine ausführliche Botschaft, in der sie schreibt: "Können Sie verstehen, dass man manchmal an den Punkt kommt, laut rufen zu wollen 'Ich habe keinen Bock mehr!'? Keinen Bock mehr auf Rechtsradikale, die meinen, man könnte mörderische Gewalttaten damit relativieren, dass es auch Linksradikale gibt. Und auf die, die heimlich klatschen und andere für sich (Zitat Carolin Emcke) 'hassen lassen'."

Können Sie verstehen, dass man manchmal an den Punkt kommt, laut rufen zu wollen „Ich habe keinen Bock mehr!“? Keinen...

Gepostet von Dunja Hayali am Donnerstag, 20. Juni 2019

Und das ist erst der Anfang einer Liste von Menschen und deren Verhaltensweisen, auf die Hayali "keinen Bock" mehr hat. Sie ist wütend auf "Populisten", auf Menschen, "die schweigen, wenn es im Sinne unserer Gemeinsamkeit laut werden muss" und auf "Leute, die sagen, 'es passiert ja nur im Netz' und vergessen, dass jeder Shitstorm Realität ist und jeder 'Aufruf' Realität werden kann".

Klare Botschaft: "Endlich, endlich, endlich lauter werden"

Sie schließt ihren Beitrag mit dem Blick nach vorne ab. Mit positiver Energie und einem Aufruf: "Es ist mehr als an der Zeit, dass die Menschen, die das auch so empfinden, endlich, endlich, endlich lauter werden. Klarer. Deutlicher. Fair. Gemeinsam. Eine Mehrheit fällt nicht dadurch auf, dass sie so lange in Schweigen versinkt, bis sie keine mehr ist!"

Einen Tag nach der Veröffentlichung ihres Beitrags bezog Hayali auch auf Twitter noch einmal Stellung – nachdem sie Tausende Reaktionen erreicht hatten. Viel Zuspruch, Lob und Anerkennung sind in den Kommentarspalten zu lesen. Aber nicht ausschließlich. Im Gegenteil. "Es geht in meinem Text nicht um 'rechts', sondern um Rechtsradikale, Extremisten, etc. Es ist aber interessant, wie viele sich auf Facebook und Twitter davon angesprochen fühlen. Und an die habe ich nur eine Frage: Welchen meiner Punkte in meinem Text unterschreiben sie NICHT?"

Wieviel Hass auf Hayali nach dem Posting einprasselte, dokumentierte sie auf Twitter ebenfalls. Und verbreitete einen Screenshot mit Kommentaren.

Dort sind Beleidigungen wie "wertloses Stück Scheiße" und "Ekel-Fotze" zu lesen. Es ist ein trauriger Beleg dafür, dass Hass und Hetze in sozialen Netzwerken allgegenwärtig sind. Auch unter einem Beitrag, den Hayali veröffentlichte, weil sie keinen Bock mehr auf Hass und Hetze hat.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(