HOME

Eagles of Death Metal: Band aus dem Bataclan spricht erstmals über Terror-Nacht

Sie standen auf der Bühne im Pariser Club Bataclan, als die Terroristen das Feuer eröffneten. Fünf Tage nach dem schrecklichen Angriff äußert sich die Band Eagles of Death Metal erstmals zum Abend in Paris.

Eagles of Death Metal

Die Musiker Josh Homme, Jesse Hughes und Matt McJunkins der Band Eagles of Death Metal bei einem Konzert im Oktober in den USA.

Fünf Songs hatten sie schon gespielt, die Stimmung im Publikum war ausgelassen, dann kam der Terror: Mitten im Konzert der amerikanischen Rockband Eagles of Death Metal fielen am vergangenen Freitag die Schüsse der radikalen Islamisten. Über 80 Menschen starben im Pariser Club Bataclan. Die Band konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und reiste sofort zurück in die USA. Jetzt äußerten sich die Mitglieder erstmals in den sozialen Netzwerken zu den schrecklichen Ereignissen.

Sie seien zwar sicher zu Hause angekommen, aber immer noch entsetzt über das Geschehen. "Wir versuchen immer noch, das, was in Frankreich passiert ist, zu begreifen", heißt es auf Twitter und Facebook. Die Band ist auch persönlich betroffen: So starben ihr Merchandise-Verkäufer und drei Mitarbeiter ihrer Plattenfirma im Kugelhagel. 

Alle Konzerte wurden abgesagt

"Wir fühlen uns in Trauer mit den Opfern, den Fans, den Familien, den Bewohnern von Paris und allen, die von Terror betroffen sind, verbunden. Aber wir sind auch stolz darauf, dass wir nun als neue Familie zusammenstehen, verbunden durch das gemeinsame Ziel von Liebe und Mitgefühl", teilt die Band weiter mit. Und bedankt sich unter anderem bei der französischen Polizei, dem FBI und allen, die ihnen so gut sie konnten in der dramatischen Situation geholfen hatten. Auf Facebook kommentieren Fans der Band, die beim Auftritt dabei waren und teilweise Freunde und Familienangehörige verloren haben, den Beitrag, bedanken sich bei Fremden für die gegenseitige Hilfe. 

Alle geplanten Konzerte seien bis auf Weiteres abgesagt. Die Eagles of Death Metal sollten eigentlich noch bis Ende November durch Europa touren, auch Stationen in Deutschland waren geplant. Die Rockband um Sänger Jesse Hughes wurde 1998 von ihm und dem Queens-of-the-Stone-Age-Gitarristen Josh Homme gegründet. Homme war jedoch beim Konzert in Paris nicht dabei.

sst
Themen in diesem Artikel