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Emmy-Verleihung: "Modern Family" sahnt ab

Schaulaufen in Hollywood: Zum 63. Mal wurden in Los Angeles die Emmys verliehen. Sieger des Abends war die TV-Komödie "Modern Family", die gleich vier Trophäen erhielt. Den größten Applaus erntete aber ein böser Bube der Szene.

Die amerikanische TV-Komödie "Modern Family" hat bei der Verleihung der Emmys gleich vierfach abgesahnt. Die Familiensatire war mit 17 Nominierungen angetreten. Die Preise für die männliche und weibliche Nebenrolle wurden den "Modern Familiy"-Darstellern Ty Burrell und Julie Bowen in der Nacht zum Montag in Los Angeles überreicht. Regisseur Michael Alan Spieler und die beiden Drehbuchautoren der Serie, Steve Levitan und Jeffrey Richman, erhielten ebenfalls eine Trophäe.

"Modern Family" ist im Stil einer Dokumentation aufgemacht. Die halbstündige Serie startete vor zwei Jahren beim US-Sender ABC, wird aber bisher nicht in Deutschland ausgestrahlt.

Bereits zum vierten Mal in Folge konnte die Serie "Mad Men" in der Kategorie "Beste Dramaserie" triumphieren. Die TV-Reihe um eine Werbeagentur in den 1960er Jahren schlug bei der 63. Emmy-Verleihung am Sonntagabend in Los Angeles in der Kategorie unter anderem die Gangsterserie "Boardwalk Empire" aus dem Rennen.

Als beste Schauspielerin in einer Mini-Serie wurde die Britin Kate Winslet ausgezeichnet für ihre Rolle in "Mildred Pierce". Sie spielt darin eine geschiedene Mutter, die in der Weltwirtschaftskrise vor dem Zweiten Weltkrieg ein Restaurant eröffnet.

Applaus für Charlie Sheen

Sechs Monate nach seinem Rauswurf bei der Erfolgsserie "Two and a Half Men" hat US-Schauspieler Charlie Sheen Frieden mit seinen Ex-Kollegen geschlossen. Sheen nutzte einen Auftritt in Los Angeles, um das Kriegsbeil zu begraben. Er wünsche seiner Ex-Serie von Herzen das Beste für die nächste Staffel, sagte Sheen, der bei der Emmy-Verleihung einen Preis in der Kategorie "Komödie" überreichte. "Wir haben acht wunderbare Jahre zusammen verbracht, und ich weiß, dass ihr weiter ausgezeichnetes Fernsehen machen werdet." Sheen ernetete dafür im Saal anhaltenden Applaus.

Sheen war in den vergangenen Jahren durch unzählige Skandale im Zusammenhang mit Gewalt, Drogen und Prostitution in die Schlagzeilen geraten. Bis März hatte er aber sehr erfolgreich in "Two and a Half Men" die Hauptfigur des Macho-Junggesellen Charlie Harper gespielt. Unter anderem wegen Schimpftiraden gegen den Produzenten Chuck Lorre wurde der Sohn von Hollywood-Star Martin Sheen von den Filmstudios Warner Bros gefeuert. Im Mai kündigten die Produzenten an, dass Ashton Kutcher die Hauptrolle übernehmen soll. Die neuen Folgen sollen ab Jahresende ausgestrahlt werden. Sheen will seinerseits mit einer "autobiographischen" Serie über Aggressionsbewältigung ins Fernsehen zurückkehren.

kng/DPA/AFP / DPA