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Interview mit Harald Schmidt: "Wetten, dass..?" ist "schnarchlangweilig"

Er selbst würde dies wohl als Nachricht aus dem Off bezeichnen - ein Prominenter aus der Fernsehversenkung zieht über Deutschlands Promis her. Das Lästermaul ist Harald Schmidt.

Seine Sendung auf Sky erreicht zwar mittlerweile nicht einmal mehr fünfstellige Einschaltquoten, lästern hat Harald Schmidt trotzdem nicht verlernt. In einem Interview mit der Zeitschrift "SUPERillu" zog er über Deutschlands Fernsehprominenz her.

Ein Urteil über die Leistung von Markus Lanz bei "Wetten, dass..?" will er sich nicht erlauben. Dies läge aber nur daran, dass er die Sendung seit zehn Jahren nicht mehr eingeschaltet habe: "weil ich sie so schnarchlangweilig fand".

Der Aktie tat sein Rausschmiss gut

Das sich deutsche Prominente darüber beschweren, in ihrer Heimat nicht ausreichend geschätzt zu werden, findet der 55-jährige Entertainer verkraftbar. Wer in der Öffentlichkeit steht, kann zwar gern glauben, dass Geld für künstlerische Leistungen bezahlt werde, in Wahrheit gehe es aber nur darum, den Boulevard zu bedienen.

Schmidt beweist aber auch eine große Portion Selbstironie. Als Aktionär könne er seinen eigenen Rausschmiss bei Sat.1 gut nachvollziehen. "Noch mehr allerdings den Rausschmiss von Kerner", so Schmidt weiter. "Den hätten sie schon viel früher rausschmeißen sollen, dann hätten wir uns so eine kleine Seitwärtsbewegung in der Aktie erspart."

ono
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