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Transmenschen J.K. Rowling erklärt ihre umstrittenen Aussagen - und offenbart dunkle Vergangenheit

J.K. Rowling
J.K. Rowling erklärt sich auf ihrer Website
© Sonia Moskowitz / Picture Alliance
J.K. Rowling hat sich in den vergangenen Tagen viele Feinde gemacht. Daniel Radcliffe und Emma Watson bezogen gegen sie Stellung. Jetzt hat sich die "Harry Potter"-Autorin erneut geäußert.

Ihre Aussagen am vergangenen Wochenende sorgten für Empörung. Die Britin hatte sich erneut in die Genderdebatte eingemischt und auf Twitter zwei Artikel geteilt, versehen mit bissigen Kommentaren. Der erste Artikel informierte über ein Entwicklungshilfe-Projekt und verwendete in der Überschrift den Begriff "Menschen, die menstruieren" statt des Wortes "Frauen". Dazu schrieb die Autorin sarkastisch: "'Menschen, die menstruieren.' Ich bin mir sicher, dass es mal ein Wort für diese Leute gegeben hat. Helft mir mal auf die Sprünge. Wumben? Wimpund? Woomud?" (Eine Anspielung auf englisch women, Anmerkung der Red.).

J.K. Rowling erklärt sich erneut

Anschließend äußerten sich sowohl Daniel Radcliffe als auch Emma Watson und Eddie Redmayne und widersprachen Rowlings von vielen Menschen als "transfeindlich" bezeichneten Äußerungen. Watson sagte zuletzt: "Transmenschen sind, wer sie sagen, dass sie es sind, und sie verdienen es, ihr Leben zu leben ohne andauernd hinterfragt zu werden und gesagt zu bekommen, dass sie nicht sind, wer sie sind. Ich will, dass meine Trans-Follower wissen, dass ich und viele anderen Menschen auf dieser Welt euch sehen, respektieren und so lieben, wie ihr seid."

Jetzt hat sich Rowling erneut zu Wort gemeldet und auf ihrer persönlichen Website einen langen Essay veröffentlicht. Sie beschäftige sich schon seit vielen Jahren mit der Thematik, erklärt sie darin. Und sie kritisiert, dass Trans-Aktivisten es befürworten würden, wenn es nicht so strenge Regelungen vor einer geschlechtsangleichenden Operation gebe. "Ein Mann, der sich nicht operieren lassen und keine Hormone nehmen will, kann sich jetzt ein Zertifikat zur Anerkennung der Geschlechtszugehörigkeit sichern und vor dem Gesetz eine Frau sein", schreibt sie. Für sie stelle das eine Gefahr dar. "Wenn man die Türen von Toiletten- und Umkleideräumen für jeden Mann öffnet, der glaubt eine Frau zu sein oder sich als Frau fühlt, (...) dann öffnet man die Tür für alle Männer, die hineinkommen wollen", sagt sie.

Jeder Harry Potter Fan kennt Dudley Dursley, Harrys fiesen, gehassten, verwöhnten und dicken Cousin.  Gespielt wurde Dudley in allen acht Teilen der Spielfilmreihe von Harry Melling.  Doch das war zeitweilig gar nicht so selbstverständlich. Denn Harry Melling hat sich im Laufe der Jahre sehr verändert, heute sieht der 30-Jährige so aus.  Er ist kaum wieder zu erkennen. Und genau das ist auch sein Glück.  Während andere Kinderstars nach dem frühen Erfolg in der Bedeutungslosigkeit versinken, legte Melling eine beachtliche Karriere hin. Als ernstzunehmender Schauspieler, vor allem auf der Bühne – aber nicht nur.  Nach der Premiere des Westerns der Coen Brüder „The Ballad of Buster Scruggs“ schrieb ein Kritiker begeistert über die Rolle von Melling:  „Nach der Vorführung war ich gebannt von den Bildern und Tönen, aber vor allem von dem Vortrag des gliederlosen Mannes, der durchdrungen war von echter Sehnsucht. Hervorragend dargestellt, von Harry Melling. Der hat einst den dubiosen Dudley Dursley in den Harry Potter Filmen verkörpert. Kurios, wie manche Menschen sich entwickeln.“
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Sie berichtet von häuslicher Gewalt

Dass ihr das Angst bereite, hat einen Grund. In ihrer ersten Ehe habe sie häusliche Gewalt erlebt, verrät sie. Den sexuellen Missbrauch und die Übergriffe habe sie bislang für sich behalten, um ihre Tochter zu schützen. Doch sie sei eine Überlebende und möchte sich erklären. "Die Narben, die Gewalt und sexuelle Übergriffe hinterlassen haben, verschwinden nicht, ganz gleich, wie sehr man geliebt wird und wie viel Geld man verdient hat", schreibt Rowling. Heute sei sie immer noch wahnsinnig schreckhaft und habe oft Angst. Deshalb setze sie sich seit Jahrzehnten für Frauenrechte ein. 

Doch sie räumt auch ein, dass Transmenschen oft selbst zu Opfern von Gewalt und Diskriminierung würden und dass sie deshalb geschützt werden müssten. Gleichzeitig wolle sie nicht, dass Mädchen und Frauen dadurch in Gefahr gebracht würden. 

Quelle: Website J.K. Rowling

ls

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