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Jean-Paul Belmondo Der alte Mann und das Model


Schauspieler Jean-Paul Belmondo hat Ärger mit der Polizei. Angestellt hat der 77-Jährige aber nichts, vielmehr nehme ihn seine deutlich jüngere Freundin finanziell aus, berichtet die Tageszeitung "Le Parisien".

Sie ist jung, schön und die Frau an der Seite von Filmlegende Jean-Paul Belmondo. Der verführte in den Sechzigern Frauen wie Romy Schneider oder Catherine Deneuve. Heute liebt er die Belgierin Barbara Gandolfi. Seit rund zwei Jahren sind der 77-Jährige und das ehemalige "Playboy"-Model liiert. In der Öffentlichkeit sieht man die beiden als lachendes Paar auf der Tribune während der French Open oder Arm in Arm bei Filmpremieren.

Doch jetzt trüben polizeiliche Ermittlungen das vermeintliche Liebesglück. Barbara Gandolfi nehme den gesundheitlich angeschlagenen Belmondo finanziell aus, berichtet die französische Tageszeitung "Le Parisien". Belgische Ermittler haben die 34-Jährige seit längerem im Visier. Gandolfi betreibt gemeinsam mit ihrem Ex-Mann Frederic Vanderwilt mehrere Diskotheken in Belgien und ein Unternehmen in Dubai. Gegen die junge Frau läuft ein Ermittlungsverfahren wegen möglicher Geldwäsche.

Gandolfis Anwalt Sven Mary sprach dagegen von einer regelrechten "Hexenjagd" der belgischen Justiz auf die 34-Jährige. Belmondo werde von den Ermittlern gedrängt, Anzeige gegen seine Freundin zu erstatten, sagte Mary der belgischen Zeitung "La Dernière Heure".

Belmondo war vor wenigen Tagen in seiner Pariser Wohnung erneut zu dem Fall von belgischen Ermittlern befragt worden. "Sie haben ihm sogar Telefongespräche von Barbara mit ihrem Ex-Mann vorgespielt, damit er Anzeige erstattet", sagte der Anwalt, der auch Vanderwilt vertritt.

Verdächtige Geldtransfers auf Konten des Ex-Mannes

Belmondo war bereits im vergangenen Jahr von der Polizei wegen eines mögliches Darlehens an seine Freundin vernommen worden. Dabei ging es um eine Summe in Höhe von 200.000 Euro, die Belmondo ihr geliehen haben soll. Die Polizei in Brügge ermittelt seit Monaten zu verdächtigen Geldtransfers auf die Konten des Geschäftsmannes, mit dem Gandolfi verheiratet war.

Kurz nach der damaligen Befragung hatten Belmondo sowie seine Ex-Frau Natty Tardivel und die gemeinsame Tochter Stella schriftliche Todesdrohungen erhalten. Belmondo reichte daraufin Klage ein. Der Hintergrund der Drohbriefe blieb unklar. Schon damals vermutete die Polizei, dass Gandolfi mit der Sache etwas zu tun haben könnte. Belmondo hatte Gandolfi stets verteidigt. Nun sollen der belgischen Justiz laut "Parisien" aber mehrere Telefonmitschnitte vorliegen, die nach Angaben eines Vertrauten "die wahren Absichten" der Nachtclub-Betreiberin zeigen.

jum/AFP/DPA DPA

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