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Musikpreis "Widerlich" oder "lustig": Zuschauer gespalten über Johnny Depps Auftritt bei den VMAs

Johnny Depp bei den VMAs
Johnny Depp bei den VMAs
© MTV VMA 22/GETTY IMAGES / Getty Images
Als Mondmensch gekleidet trat Johnny Depp virtuell bei den diesjährigen Video Music Awards auf. Eine diskutable Entscheidung der Produzenten, den Schauspieler in dieser Art zu beauftragen, finden viele Zuschauer. 

Fans im Saal und vor dem Fernseher staunten nicht schlecht, als ein als Mondmensch gekleideter Johnny Depp über die Bühne der Video Music Awards schwebte. Nicht wirklich, denn Depp war nicht selbst im Raum, sondern nur als Holografie. "Hey, wisst ihr was? Ich brauchte die Arbeit", scherzte der Schauspieler, dessen Prozess gegen Ex-Frau Amber Heard erst vor einigen Wochen endete. 

Johnny Depp bei den VMAs

Später während der Show tauchte Depp erneut auf, sagte: "Ich möchte nur, dass ihr wisst, dass ich für Geburtstage, Bar Mitvahs, Bat Mitzvahs, Hochzeiten, Totenwachen verfügbar bin. Alles, was ihr braucht." Auf Twitter sorgte die Tatsache, dass ausgerechnet Depp für einen solchen Auftritt gebucht worden war, für gemischte Reaktionen. 

"Johnny Depp bei den VMAs für lustige Cameos auftauchen zu lassen, ist wirklich verdammt eklig", twitterte Journalist Alex Suskind. Ein anderer User befand den Auftritt wiederum als gut. "Johnny Depps Aussage 'Hey, ich brauchte die Arbeit' war ziemlich lustig, aber man muss sich gut in das Depp-Drama einlesen, um zu wissen, worum es geht. Abgesehen davon, Hut ab vor den VMAs, dass sie einem verleumdeten Mann die Chance geben, wieder im Rampenlicht zu stehen", schrieb er. 

Kritik und Lob

Eine Userin kritisierte die Produzenten des Musikpreises für die Wahl. "Hollywood liebt es, jeden daran zu erinnern, wie sehr sie (...) Missbrauchstäter schützen. Sie werden sogar alles tun, um das zu tun. Johnny Depp hat keine wirkliche Verbindung zu den VMAs, aber er konnte trotzdem dort sein, weil es das ist, was sie tun", schrieb sie. 

Im Verleumdungsprozess zwischen den US-Schauspielern Johnny Depp und Amber Heard hatten die Geschworenen im Juni Heard schuldig gesprochen, allerdings auch Depp eine Teilschuld zugewiesen. Heard müsse ihrem Ex-Mann 15 Millionen Dollar (14 Millionen Euro) Schadenersatz zahlen, während Depp seiner früheren Frau zwei Millionen Dollar zahlen müsse, entschieden die Geschworenen. Heard hatte ihrem Ex-Mann häusliche Gewalt vorgeworfen, Depp wiederum beschuldigte sie, immer wieder gewalttätig geworden zu sein.

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